Eurobike 2014 - Friedrichshafen

26. August 2014

Diese Woche berichten Jan und Benny täglich von der Eurobike.

Tag 5: Letzter Messetag - Besuchertag (30.08.2014)

Heute ist der letzte Tag der Eurobike zu Ende gegangen. Aufgrund des Besuchertages haben Jan und Benny sich getrennt, da Jan bei Liteville die Kundenbetreuung unterstützte. Dabei ist uns die Kombination aus Kundennähe und Produktnähe sehr wichtig. Gerade als Onlinehändler nutzen wir sehr gerne die Chance, mit den Kunden in den Dialog zu treten.

Neben den großen Ausstellern hat Benny heute auch viele kleine, interessante Austeller an weniger attraktiven Standorten in den Hallen gefunden. So zum Beispiel ein Fatbike, was sein Einsatzgebiet hätte nicht besser hätte treffen können.

 

 

Während der letzten Tage herrschte immer ein wildes Treiben auf und zwischen den Messeständen. Von der eigentlichen Stimmung her hat Benny es heute als viel ruhiger und angenehmer empfunden. Anders erging es Jan und Thorsten am Stand von Syntace/Liteville. Das Interesse an Liteville Bikes ist sehr groß und die Kunden möchten diese auch technisch verstehen. Gerade das Thema Scaled Sizing stößt auf Rieseninteresse und so gab es von Jo Klieber am Ende noch einmal eine genaue und ausführliche Erklärung zu diesem Thema, die wir alle aufmerksam verfolgten.

Mit ca. 46.000 Fachbesuchern aus 111 Ländern und ca. 21.000 fahrradbegeisterten Menschen, heute am Besuchertag, geht die Eurobike 2014 zu Ende.

Nächstes Jahr findet die Eurobike vom 26.08.-29.08.2015 in Ludwigshafen statt.

Tag 4: Dritter Messetag (29.08.2014)

Heute sind uns neben Fatbikes viele Gimmicks für den Nachwuchs aufgefallen. Ob es das Chesty Mount von GoPro für Kinder ist oder die Safety Jacket von Evoc. Wenn die kleinen Jungs und Mädels als Taschenraketen auf ihren kleinen Bikes unterwegs sind, kann eine Protektorenjacke mehr als sinnvoll erscheinen. Ganz groß finden wir die kleinen Bikes von Early Rider. Ob mit dicken Reifen oder dezentem Riemenantrieb ist alles möglich und dabei noch sehr hochwertig und mit Liebe zum Detail umgesetzt.

Am Stand von Cosmic Sports haben wir Einblick in das Innenleben einer Chris King Hinterradnabe bekommen und konnten den 72 Zähnen bei der Arbeit zu schauen. Die feine Verzahnung sorgt dafür, dass jeder mm der Kurbelbewegung in Vortrieb umgesetzt wird. Darüber hinaus zeigte sich bei Raceface eine große Farbvielfalt und qualitativ sehr hochwertige Verarbeitung der Parts.

Bei Ergon hatten wir die Möglickeit, ein sehr informatives Gespräch mit dem Entwicklungsteam zu führen, dabei bekamen wir schöne Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen und konnten die Begeisterung des Teams für die Produkte spüren. Die Produkte sind bis ins letzte Detail durchdacht und werden mit Profifahrern, wie Fabien Barrel, gemeinsam entwickelt. So gab es zum Beispiel für den neuen Enduro Rucksack die Anforderungen an das Entwicklungsteam, dass dieser einen Rückenprotektor und eine Trinkblase beinhalten soll. Daraus ist der auf den Bildern zu sehende Enduro Rucksack entstanden. Die Helmhalterung und das obere Staufach sind willkommene Nebenprodukte aus diesen Anforderungen.

Auch Camelbak steigt zur neuen Saison mit einem Protektorenrucksack in den Wettbewerb ein. Dieser Rucksack bietet auch einige interessante Features, besonders hervorzuheben sind hier die beiden Taschen am Hüftgurt, die entweder per Reißverschluss oder Gummi verschlossen sind. Auch bietet der Rucksack einen 2ten Klipp für den Trinkschlauch, so dass dieser während der Fahrt nicht stört. Beim ersten Anprobieren konnte der Rucksack auf Anhieb mit seiner Passform überzeugen.

Bei e*thirteen zeigte man uns ein Pressfit Innenlager, das ohne spezielles Werkzeug montiert werden kann. Dabei befindet sich ein Gewinde in der Hülse, das die Schalen in der Mitte des Tretlagers zusammenzieht und  die Schalen somit gleichmäßig ins Tretlagergehäuse eingeführt werden. Ein anderer interessanter Ansatz von e*thirteen zeigt sich bei den Laufrädern, bei denen darauf geachtet wird, die Felgen möglichst leicht zu konstruieren um damit die rotierende Masse zu verringern. Die Stabilität wird bei diesem Konzept über verstärkte und höher bauende Nabenflansche erzielt.

Tag 3: 2. Messetag (28.08.2014)

Es wird elektronisch. Neben dem Vormarsch der E-Bikes und der elektronischen Shimano XTR Di2 zieht die Elektronik auch in das Fahrwerk der Bikes ein. Am Beispiel Magura zeigt sich, wie so ein System funktionieren kann. Das elektronische Gehirn sitzt dabei in der Gabel und reguliert über einen Neigungswinkelsensor, der ab 6,5 Grad reagiert, die Fahrwerkseinstellung. Die Gabel kommuniziert dabei mit dem Dämpfer und sorgt somit für ein ausgeglichenes und der Strecke angepasstes Fahrwerk. Am Dämpfer selber befindet sich lediglich der Stellmotor und die Sensorik ist komplett in der Gabel untergebracht.

Das ganze System ist über eine elektronische Lenker Remotefunktion per ANT+ steuerbar.

SR Suntour hat uns mit einer noch nicht so weit verbreiteten Schnellspannsteckachse überzeugt, die nicht rausfallen kann, falls sich der Schnellspannverschluss lösen sollte. Wenn die Achse gelöst wird, drückst du einfach den "Spreizkopf" zusammen und die Achse kann entnommen werden. Beim Einführen der Achse in die Gabel drückt sich das gespreizte Ende selbständig zusammen. Funktioniert einwandfrei und befreit den Kopf von der Was -wäre-wenn-Frage.

Anna von Evoc erklärte uns die Neuerungen bei Evoc. In der neuen Performance Linie für Rucksäcke wird die Funktionalität der Bikerucksäcke mit einem neuen Belüftungssystem im Rückenteil vereint. Auf einen Rückenprotektor wird hier bewusst verzichtet. Daneben wurde die Evoc Travelbag Pro wesentlich überarbeitet. Sie ist jetzt stabiler und leichter und hat ein paar Gimmicks mehr. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, vorne eine dritte Rolle per Schnappverschluss zu montieren. So muss die Tasche zum Transport nicht immer angehoben werden und kann bequem geschoben oder gezogen werden.

Tag 2: Erster Messetag (27.08.2014)

Heute war unser zweiter Tag auf der Eurobike und der erste Messetag. Zu Beginn sind wir zu Shimano gegangen, um uns die XTR Gruppe mit Di2 anzuschauen. Uns allen ist das unglaublich leichte Gewicht augefallen. Egal ob Kurbel, Schaltwerk oder Umwerfer, gefühlt sind alle Parts Fliegengewichte. Ganz praktisch war ein Bike auf einer Rolle montiert. So konnten wir die XTR beim Treten mehrmals komplett durchschalten und das Ergebnis hat uns überzeugt. Insbesondere die cleane Verlegung der Kabel durch den Pro Lenker und Vorbau hat uns gefallen. Von Pro wird es diese Komponenten speziell für die Di2 zu kaufen geben.

Anschließend war das Schwalbe Procore System dran. Dieses schauten wir uns aber nicht bei Schwalbe an, sondern bei Syntace. Die Lösung mit nur einem Ventil war ja  gestern schon bekannt, aber heute wurden die Details auch für uns sichtbar. Über den blauen Part des Ventils kann man die Luftzufuhr für das Procore System oder die Reifenkammer steuern. Je nach Position strömt die Luft in den richtigen Bereich des Reifens, wie ihr an den Bildern gut erkennen könnt. Das System wird zeitnah erhältlich sein und setzt sich aus einem Set (Tubelessmilch, Ventil, Felgenband, Procoreschlauch) für das Vorder- und Hinterrad zusammen.

Die Eurobike, als eine der wichtigsten Bikemessen für uns ist sehr abwechslungsreich, interessant, aber auch fordernd. Es gibt ohne Ende Eindrücke, Neuheiten und Termine. Die Austeller bieten eine Vielfalt von Bikes, Parts und Zubehör. Wir lernen verschiedene neue Leute kennen und führen spannende Gespräche. Es ist wirklich faszinierend, wie viele verschiedene Ansätze verfolgt und erfolgreich umgesetzt werden. Ob vom High End Downhiller über super leichte Rennräder bis zu E-Falträdern ist alles vertreten und hat seine Daseinsberechtigung.

Morgen dazu mehr!

Tag 1: Demo Day (26.08.2014)

Heute morgen sind wir um 4:00 Uhr in Aachen aufgebrochen, um rechtzeitig zum Demoday am Messegelände der Eurobike zu sein. Als wir gegen 10:30 Uhr endlich angekommen sind, haben wir uns schnell in unsere Bikeklamotten geworfen und los ging es zum ersten Messestand von Nicolai.

Hier haben wir uns erst einmal mit Vinc von Nicolai über die Neuheiten unterhalten. Dabei fiel uns direkt das fabrikneue Helius AC mit 140mm Federweg und 650b Laufrädern auf. Wir durften dieses Rad als erste nach den Nicolai Mitarbeitern Probe fahren und es fühlt sich wirklich gut an. Die wesentlichen Änderungen sind ein längeres Oberrohr und kürzere Kettenstreben, um den Fahrer wesentlich zentraler im Bike zu positionieren.

Nach dem überzeugenden Nicolai Helius AC Testride haben wir uns alle zusammen Fatbikes von Surly, Salsa, Ritchey und Nicolai ausgeliehen. Vom Design, Aufbau, Reifenbreiten, als Hardtail oder Fully war alles vergeben und alle zusammen hatten einen riesen Spaß. Fatbike fahren ist einfach eine völlig andere Raderfahrung und die großen Reifen sind alles andere als wendig, dennoch merkt man riesen Unterschiede in der Geometrie und im Handling. Vom Handling lag den meisten von uns das Salsa Bucksaw. Ein Fatbike Fully wie im Bilderbuch und in seinem Rahmen im Handling völlig in Ordnung.

Natürlich ist uns das Schwalbe Procore Doppelkammersystem nicht entgangen. Mit diesem System sollen Reifendurchschläge verhindert werden, da in der inneren Luftkammer ein Schlauch mit ca. 8 bar den Reifen vor dem Durchschlag schützen soll. Zwischen den Zeilen konnten wir heute am Stand von Schwalbe raushören, dass es zukünftig nur noch ein Ventil geben wird und nicht wie bisher getestet und angekündigt zwei Ventile. Diese Vermutung wurde heute Abend auf einer Schwalbe Veranstaltung bestätigt. Dazu aber in den nächsten Tagen mehr.

Um ein wenig Abwechslung in den Tag zu bringen, haben wir uns auch eBikes angeschaut. Jan, Philipp, Tim und Benny sind einzeln losgezogen mit der Aufgabe, ein eBike auszuleihen und sich damit am Start der Teststrecke einzufinden. Wir sind anschließend zusammen die Bikes im Wechsel gefahren und waren positiv überrascht, wie gut die Bikes nach vorne gehen. Am besten hat uns das Felt gefallen. Hier hat der Hinterbau und die Geometrie des ganzen Bikes am besten mit dem Elektroantrieb von Bosch harmonisiert.

Das war es bis hierhin von unserem ersten Messetag. Morgen / heute schreiben wir euch mehr. Wir freuen uns.

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