Favero bePro

Im Test: Favero Leistungsmesspedal

Manuel 22. Dezember 2016

Ein Leistungsmessytem für alle deine Bikes. Das Favero Pedal ist dein Begleiter für ein effektives Training. Warum?

Als Triathlet kommt man unweigerlich dazu, seine Leistung über einen Powermeter zu messen, um sein Training effizienter zu gestalten. Zudem hilft es mir, im Wettkampf genügend Körner für die Abschlussdisziplin, das Laufen,  einzusparen. Seit gut einem Jahr habe ich zu diesem Zweck eine QUARQ Leistungsmesskurbel, mit deren Hilfe ich über Garmin Connect und Strava meine Daten auswerten kann. Die Aufzeichnung erfolgt über die Garmin Fenix und ein Garmin Edge. 

Favero bePro

Favero bePro

Favero bePro montiert

Bereit zum Testen

Warum teste ich nun die Favero bePRO Pedale?

Nennen wir es einen glücklichen Zufall. Ich suche nun seit längerer Zeit neue Pedale für mein Storck Scenero G3 Stealth Edition. Natürlich sollten es keine Pedale mit Leistungsmessung sein, aber dann kam das Angebot, die Favero bePRO Pedale zu testen. Da konnte ich nicht nein sagen, zumal ich über die vorhandene QUARQ Kurbel einen Sparringspartner ohnehin schon am Rad hatte, um einen direkten Vergleichstest durchführen zu können. Und der Gedanke, die Leistungsmessung, sprich die Pedale, auch auf anderen Rädern nutzen zu können, war mir von Beginn an nicht unsympathisch.

Gesagt, getan. Das Favero Paket lag nun zu Hause und es ging direkt an die Installation. Neues Spielzeug möchte man doch immer sofort ausprobieren...

Fahrradpedale Favero bePro Lieferumfang

Der Lieferumfang

Installation

Die Installation ist verständlich beschrieben und ging leicht von der Hand. Nur bei den Sensoren ist in zweierlei Hinsicht Vorsicht geboten. Zum einen darf man die Pedale nicht zu fest anziehen und es sollte die Anzugsrichtung beachtet werden, zum anderen muss man kontrollieren, ob der Abstand zum Schuh ausreichend ist oder dieser auf dem Sensor aufliegt. Dies würde auf Dauer den Sensor beschädigen. Sollte der Schuh aufliegen, empfiehlt der Hersteller Favero Cleat Shims (Dicke 2 mm), um den nötigen Abstand zu gewährleisten.

Nach erfolgreicher Installation musste ich die Pedale zunächst aufladen. Dies geschieht per Mini-USB. Zwei USB Micro-Kabel liegen bei, ebenso ein Ladegerät mit zwei USB-Anschlüssen. Im Anschluss daran ist eine dynamische Kalibrierung notwendig. Wie dies funktioniert, erfahrt ihr in diesem Video:

Praxistest

Am nächsten Tag hieß es dann Radklamotten an und raus zum Testen. In meiner Nähe gibt es einen Rundkurs, der dazu wie geschaffen ist. Die Pedale haben vom ersten Moment an einen soliden Eindruck hinterlassen und das Einklicken geschieht intuitiv. Beim Pedalieren treten keine Knarz-, Knack- oder andere Geräusche auf. Auch bei Regen verrichten sie zuverlässig ihren Dienst. 

Im direkten Vergleich sieht man, dass die Daten der bePROs von denen der QUARQ abweichen, auch bei Tausch der Aufzeichnungsgeräte. Auf Nachfrage bei Garmin liegt dies an den unterschiedlichen Gegebenheiten, z. B.  Sonne, Wind und Körpertemperatur, die die Messung der internen Sensoren beeinflussen können. Ein weiterer Test auf dem Tacx Flux Smart Trainer, bei dem ich die Garmin Fenix nicht am Handgelenk getragen habe, sondern neben das Garmin Edge auf die Couch gelegt habe, zeigte dies dann auch. Hier lagen die Leistungswerte näher beieinander. 

Messkörper Favero bePro

Der Messkörper im Vergleich zum normalen Pedal

Positiv aufgefallen bei den bePROs ist mir, dass die Pedale mir sogar noch die Werte Drehmoment, Effektivität und Gleichmäßigkeit des Tretens liefern. Über diese Parameter kann ich sehen, wie effektiv meine Zug- und Druckpunktverteilungen sind und ob mein Tritt gleichmäßig oder “unrund“ ist.

Testfahrt Favero bePro

Testfahrten bis in die Abendstunden

Fazit

Ich bin total begeistert von den Favero bePRO Pedalen. Die ausgelesenen Daten zeigen, dass die Leistungsmessung konstant und zuverlässig funktioniert und die geringen Unterschiede den äußeren Gegebenheiten geschuldet sind. Die Pedale sind robust gebaut. Installation und Benutzung sind sehr benutzerfreundlich. Zudem bieten die bePROs mir noch weitere Daten, welche die Kurbel mir nicht ausgibt. Hierdurch kann ich meinen Tritt gezielt trainieren und verbessern und somit mehr Druck auf das Pedal bringen. Pedal to the medal eben...

Da ich die Pedale auch noch an mehreren Rädern verwenden kann, überlege ich jetzt nach dem Test, die Pedale gegen meine Kurbel zu tauschen. Meiner Meinung nach bieten die Pedale den vollen Funktionsumfang einer Leistungsmessung am Rad bei einem erweiterten Einsatzgebiet und einem attraktiven Preis. Also eine klare Kaufempfehlung von meiner Seite!

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