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Wissenswertes zum Thema E-Bike Reifen

E-Bikes sind in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Auch wenn viele die Tretunterstützung verurteilen, muss man doch auch einige Vorteile darin sehen. Für Commuter, Paketdienstleister und auch für den Hobbyfahrer machen E-Bikes in vielen Punkten Sinn, oder einfach Spaß. Viele können auch nicht leugnen, dass sie schon mal ein E-Bike probiert haben. Etwa 45% von uns Fahrradfahrern haben schon mal auf einem E-Bike gesessen. Doch jetzt zum eigentlichen Thema. Wusstest Du, dass Du nicht jeden Reifen auf einem E-Bike fahren darfst und dass sich E-Bike Reifen in vielen Punkten von herkömmlichen Reifen unterscheiden?

Nein? Wir haben mit führenden Reifenherstellern gesprochen und klären jetzt die wichtigsten Fragen.

1. Worin unterscheiden sich E-Bike Reifen von normalen Reifen?

Man kann sagen, dass fast alle herkömmlichen Reifen auch für Pedelecs bis 25 km/h zugelassen sind. Dementsprechend leicht fällt die Reifenwahl, wenn man ein Pedelec fährt. S-Pedelecs und E-Bikes bis zu 45 km/h hingegen benötigen die sogenannte ECE-R75 Zertifizierung. Hinter der sogenannten ECE-R75 Norm verbirgt sich die „Regelung Nr. 75 der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UN/ECE) - Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Luftreifen für Krafträder und Mopeds“. In diesem Dokument sind neben der einheitlichen Nomenklatur der Beschriftung auf dem Reifen, die genaue Vorgabe der Abmessungen und Größenbezeichnungen der Reifen aufgeführt. Zudem sind auch die Test- und Prüfverfahren zur Erlangung dieser Zertifizierung genau beschrieben und definiert.

2. Müssen die E-Bike Reifen stabiler sein und büßen deshalb ggfls. Grip ein?

Generell ist das Systemgewicht von motorisierten Fahrrädern höher als bei unmotorisierten, weshalb die Reifen etwas schneller abnutzen. Da das Fahrergewicht aber variiert kann man das auch nicht pauschalisieren. Insgesamt stabiler müssen die Reifen deshalb aber nicht sein. Viele Reifenhersteller setzen auf verstärkte Karkassen, wodurch das Gewicht beeinflusst wird, jedoch nicht der Grip.

3. Hat die Reifenwahl Einfluss auf die Reichweite der Akkus?

Ganz klares ja! Ein breiterer Reifen mit einer extrem hohen Auflagefläche kann die Reichweite beeinflussen. Das ist zu vergleichen mit einem normalen Fahrrad. Wenn Du breite Reifen mit geringem Luftdruck fährst, wird es schwerer zu treten. Genau so fühlt sich der Akku auch. Natürlich kann das E-Bike trotzdem auf die Höchstgeschwindigkeit beschleunigen, allerdings benötigt der Akku dafür mehr Energie.

4. Gibt es für E-Bike Reifen eine empfohlene Mindestbreite der Felgen und Reifen?

Konkrete Empfehlungen gibt es nicht. Einige Reifenhersteller geben je nach Reifen eine empfohlene Felgenbreite an, verallgemeinern kann man diese Empfehlungen aber nicht. Grundsätzlich gibt eine breite Felge und ein breiter Reifen mehr Sicherheit.

5. Werden alle Reifen aus den Sortimenten der Hersteller einer solchen Zertifizierung unterzogen?

Nein. Die wenigsten Hersteller unterziehen alle Reifen einer solchen Zertifizierung, da es einen großen Aufwand und Mehrkosten darstellt. Die Reifen fast aller Hersteller sind für Pedelecs/E-Bikes bis 25 km/h zugelassen, dementsprechend behalten sich die Hersteller vor, nur vereinzelte Reifen zertifizieren zu lassen.

6. Ein Reifen kann nicht in allen 3 Bereichen (Pannensicherheit, Grip und Verschleiß) voll Punkten. Gibt es hier einen besonderen Fokus bei E-Bike Reifen?

Das hängt ganz stark vom Einsatzgebiet, aber natürlich auch vom Fahrer selbst ab. Commuter werden den Fokus wohl eher auf Pannenschutz legen, während ein e-MTB Fahrer den Fokus auf Grip legen wird. Die Hersteller meistern hier die Balance aus allen drei Punkten und versuchen jeden Reifen zu perfektionieren. Trotzdem wird es den einen Reifen geben, der mit Pannensicherheit hervorsticht, während ein anderer Reifen ultimativen Grip hat. Das ganze unterscheidet sich also nicht von den herkömmlichen Reifen.