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Benny, Rainer, Bene und Henrik von bc bei der Megavalanche 2014

Benny 19. August 2014

Am 2. Juli Wochenende fand die 20. Megavalanche in Alp D´Huez Frankreich statt. Mit 2500 Startern zählt das Rennen zu einem der größten MTB Abfahrtsrennen seiner Art.

Am 2. Juli Wochenende fand die 20. Megavalanche in Alp D´Huez Frankreich statt. Neben unseren Mitarbeitern Rainer, Henrik, Benny ist auch Bene bei der Megavalanche an den Start gegangen.

Die Megavalanche wird einmal im Jahr in Alp D´Huez, in den französischen Alpen, ausgetragen. Die nächste, größere Stadt ist Grenoble. Bekannt wurde Alp d´Huez auch durch die Tour de France. Alp d´Huez ist mit seiner Auffahrt und 21 Kehren, einer der berühmtesten Anstiege der Tour de France.

Die Megavalanche an sich ist ein Massenstartrennen mit ca. 2500 Teilnehmern. Das Rennen gliedert sich in eine Qualifikation am Freitag, einem kleinen Finale am Samstag und das große Finale am Sonntag. Die Qualifikation wird gestartet in 130er Gruppen und die ersten 20 kommen ins große Finale mit 300 Startern am Sonntag. Die weiteren Teilnehmer verteilen sich aufgrund ihrer Rennzeit in der Qualifikation, in die weiteren Finalgruppen. Daneben gibt es 2 Strecken, die befahren werden. Die Qualistrecke vom Dome des Rousses (2810m) nach Huez (1500m) und die Finalstrecke vom Pic Blanc (3300m) nach Allemont (850m).

Die Megavalanche aus Benes Sicht

Obwohl Bene eigentlich ausschließlich Downhill-Rennen fährt, wollte er sich das legendäre Rennen in Alpes d’Huez auf keinen Fall entgehen lassen. Nur schade, dass das Rennen wettertechnisch nicht gerade einen guten ersten Eindruck hinterlassen wollte. Regen und Kälte setzten Fahrern und Strecke gleichermaßen zu - so sehr, dass sogar der Start am Samstag von 3.200m auf 2.700m verlegt werden musste.

Der Massenstart, inmitten von zig anderen Mountainbikern gehört mitunter zu den größten Herausforderungen bei der Megavalanche. Auch Bene hatte ordentlich Respekt vor dem Start und den damit verbunden Ellebogen und Schiebereien der Mitstreiter. Wichtig beim Massenstart sind die ersten Kurven, bis sich das Fahrerfeld sortiert hat. Zu Beginn war ein überholen noch gut möglich, aber später wurde die Strecke enger und für Überholmanöver gab es weniger Zeit und Platz. Für das Finale stand also fest, dass in diesem Abschnitt definitiv mehr Ellenbogen gefragt sein werden.

Nach der Qualifikation kam Bene mit dem 46. Platz in die Challenger Gruppe und musste zu seinem Finallauf am Samstag antreten. Der lehmige Boden machte ein Durchkommen aber so gut wie unmöglich. Binnen weniger Meter setzten sich die Fahrräder so mit Schlamm zu, dass man nicht mal mehr schieben konnte. Teilweise blieb Bene also nichts anderes übrig als sein Fahrrad zu schultern, um so irgendwie das technische und schmierige Terrain zu bewältigen.


Mit etlichen Zwangspausen schaffte es Bene nach 2 Stunden 45 Minuten ins Ziel. Kaum angekommen durfte er sich aber sofort wieder auf den Weg machen - zur Unterkunft ging es nämlich wieder 400 Höhenmeter bergauf.

Gefühlt musste man bei der diesjährigen Megavalanche mehr schieben und tragen als fahren.

Bene

Auch ohne vordere Platzierung kann Bene auf ein erfolgreiches Rennwochenende zurück blicken. Er kam ohne Sturz ins Ziel und mit einem Platten hielten sich auch die technischen Schwierigkeiten in Grenzen. Im Gegenzug dazu schaffte es die Megavalanche bei Bene auf Platz 1 – zumindest was die anstrengendsten Rennen betrifft. Trotzdem will er nächstes Jahr wieder an den Start gehen. Dann aber mit dem Ziel, sich für das Hauptrennen zu qualifizieren.

Die Megavalanche aus Henriks Sicht

Für Henrik aus unserer Retourenabteilung lief der Qualilauf zu Beginn gut, bis er im oberen Drittel der Strecke das Steinfeld erreichte. Nach einem Drop hat es Henrik gelegt und er ist ziemlich unglücklich auf den Ellenbogen gestürzt. Voll motiviert wollte er die Fahrt fortsetzen, doch leider hatte eins seiner Pedale einen Schlag abbekommen und sich mit Kraft wenig später aus dem Kurbelgewinde gedreht. Resultat war ein verlorenes Pedal und ein defektes Gewinde. Doch Henrik wäre nicht Henrik ohne den nötigen Biss. Mit einem Lächeln und der Ehre im Gepäck ist er außer Konkurrenz mit einem Pedal und offener Wunde (7 Stiche) bis ins Ziel gefahren.

Am Ende der 101 Platz in seiner Quali Gruppe und nicht letzter. Hut ab für diesen Einsatz, aber das Rennen am Samstag konnte er leider nicht zu Ende fahren.

Die Megavalanche aus Rainers Sicht

Rainer aus dem Service hatte die ganze Woche permanent Probleme mit seinem Schaltwerk. Auf Grund von Verschleiß ließ es Rainer schon bei den Trainingsfahrten gelegentlich im Stich und lieferte nur in ein paar mittleren Gängen erträgliche Performance. Beim Qualistart ist ein guter Antritt gefragt, um sich schnell von der Startmasse von 130 Bikern abzusetzen. Gerade hier verweigerte das defekte Schaltwerk seinen Dienst und der Start war somit durch. Im Zielbereich stand für ihn eine 25:32 min auf der Uhr und der 32 Platz. Gute Position, aber das Finale leider verpasst und aufgrund des Schaltwerkes auch das Ende des Rennens.

Die Megavalanche aus Benny´s Sicht

Für Benny aus dem Marketing lief es runder. Beim Start aus der ersten Startreihe konnte er flüssig auf den 15 Platz durchfahren, was nach ca. 22min die Quali für das Finale am Sonntag bedeutete und einen Ruhetag am Samstag versprach. Nach starkem Regen von Freitag bis Sonntag und der Schlammschlacht am Samstag ließ sich der Matschkampf im unteren Drittel schon erahnen. Das Finale startete am Sonntag um 10:00 Uhr vom Pic Blanc auf 3330m und führte über eine Sulzschneepiste über Alp D´Huez in einer fast unerträglichen Schlammschlacht in der Waldpassage und einem noch weiter kräftezehrendes letztes Schlussstück runter nach Allmont auf 850m. „Der Matschpart war das härteste was ich jemals beim biken erleben durfte, es war kein schieben mehr möglich, da die Bikes dermaßen krass zugesetzt waren, stellenweise musste getragen werden“. Nach 2:01h schaffte es Benny als 263 ins Ziel.

Der Matschpart war das härteste was ich jemals beim biken erleben durfte, es war kein schieben mehr möglich, da die Bikes dermaßen krass zugesetzt waren, stellenweise musste getragen werden

Benny

Fazit

Allen Teilnehmern einen dicken Applaus, dieses Rennen ist echt eine Ausnahme, es fordert Menschen und Bikes einiges ab und am Ende hatten alle eine super gemeinsame Zeit. Auch wieder ein extra Dankeschön an die Organisation und die Gastfreundschaft in Alp d´Huez.


Bis zum nächsten Jahr!