"Du weißt noch nicht so recht, welchen Fahrradhelm Du brauchst oder wie Du Deinen neuen Helm so anpassen kannst, dass er Dir den optimalen Schutz bietet? Dann schau Dir unsere Basics zu Farradhelmen an. Wir zeigen Dir, wie Du die richtige Helmgröße findest und welche Einstellungen am Helm Du vornehmen kannst, damit er Dir perfekt passt."

Georg, Produktmanagement
In zehn Schritten zum passenden Fahrradhelm
Fahrradhelme gibt es viele. Damit Du für Dich den richtigen findest, haben wir zehn Tipps zur Auswahl und korrekten Einstellung gesammelt. So passt der Helm nicht nur zu Deinem Einsatzbereich, sondern sitzt auch richtig auf Deinem Kopf.

1. Einsatzzweck für Deinen Fahrradhelm bestimmen

Im ersten Schritt solltest Du Dir Deinen Haupteinsatzzweck klarmachen, für den Du einen neuen Fahrradhelm suchst. Mountainbike-Helme unterscheiden sich signifikant in Aufbau und Form von Rennrad- oder Urban-Helmen. Detaillierte Infos zu diesen Unterschieden findest Du auf den jeweiligen Kategorieseiten. Ist Dir der Einsatzbereich klar, geht’s weiter mit dem nächsten Schritt:

2. Die richtige Helmgröße finden

Fahrradhelme werden in der Regel in mindestens zwei, meist in noch mehr Größen angeboten. Damit Du die richtige Größe für Dich bestellst, musst Du Deinen Kopfumfang bestimmen. Dafür benötigst Du lediglich ein Maßband: Setze es ca. zwei Fingerbreit über den Augenbrauen an und führe es in dieser Höhe einmal rund um den Kopf. Sollte Dein Kopfumfang genau zwischen zwei Größen liegen, raten wir zum größeren Modell. Dann kannst Du im Winter problemlos eine Mütze unter dem Helm tragen.

3. Das geeignete Modell aussuchen

Das A und O beim Fahrradhelm ist die richtige Passform. Diese Erfahrung hat sicher jede:r schon einmal gemacht. Manche Helme passen einfach nicht auf den eigenen Quadratschädel, während andere wie angegossen sitzen. Der Grund: Ähnlich wie der Schuster seine Leisten nutzen Helmhersteller ihre eigenen Musterköpfe bei der Helmherstellung. Manche Modelle sind deshalb etwas runder, andere etwas ovaler. Wenn Du bereits positive Erfahrungen mit dem Helm eines Herstellers gemacht hast, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Dir auch andere Helmmodelle dieses Herstellers gut passen werden. Beachte: Bist Du Brillenträger kann es passieren, dass eine andere Passform plötzlich für Druckstellen sorgt.

4. Details entscheiden

Meist sind es die kleinen Dinge, die einen großen Nutzen bringen. Eine Aussparung für den Zopf, Platz für die Sonnenbrille oder ein integriertes Rücklicht für mehr Sichtbarkeit, eine gute Ventilation oder ein magnetischer Verschluss statt der klassischen Steckschnalle: Mache Dir klar, welche Detaillösungen Dein neuer Helm bieten soll, damit Du langfristig glücklich wirst. Tipp für Mountainbiker: Das Anbringen einer Helmlampe ist bei den meisten Modellen problemlos möglich.

Die kleinen Details machen den großen Unterschied: Soll es ein Helm mit "Ponytail-Funktion" sein?

Die kleinen Details machen den großen Unterschied: Soll es ein Helm mit "Ponytail-Funktion" sein?

Oder ein Helm mit zusätzlichen Sicherheits-Features, wie dem ANGi Sturzerkennungs-Sensor von Specialized?

Oder ein Helm mit zusätzlichen Sicherheits-Features, wie dem ANGi Sturzerkennungs-Sensor von Specialized?

Oder lieber die Koroyd-Technologie von Endura?

Oder lieber die Koroyd-Technologie von Endura?

5. Wenn der Postmann klingelt…

Wenn Du Deine Wahl getroffen hast, lassen wir Dich nicht lange warten. Durch unsere kurzen Lieferzeiten erhältst Du lagernde Helme binnen weniger Tage. Und dann geht’s erst richtig los:

6. Helm anprobieren

Nach dem Unboxing kommt die Anprobe: Optimal sitzt der Helm, wenn die Vorderkante knapp über den Augenbrauen, und der Helm insgesamt gerade auf dem Kopf sitzt. Wenn Du geradeaus zum Horizont schaust, sollte der Schild (sofern vorhanden) weder in den Himmel ragen, noch zum Boden deuten. Prüfe das am besten im Spiegel oder lasse Dir von jemandem helfen. Achte außerdem darauf, dass der Helm großflächig am Kopf anliegt. Einzelne Druckpunkte sollten vermieden werden. Im Idealfall berühren nur die Innenpads Deinen Kopf.

Falsch! Der Helm sitzt zu hoch.

Falsch! Der Helm sitzt zu hoch.

Falsch! Der Helm sitzt zu tief.

Falsch! Der Helm sitzt zu tief.

Perfekt! So sitzt der Helm genau richtig und kann Dir seinen optimalen Schutz bieten.

Perfekt! So sitzt der Helm genau richtig und kann Dir seinen optimalen Schutz bieten.

7. Den Fahrradhelm richtig einstellen

Im nächsten Schritt geht es um den richtigen Halt des Helms auf Deinem Kopf. In nahezu jedem Halbschalenhelm und auch in vielen Fullface-Helmen findest Du innen einen Kopfring, den Du in der Größe durch ein Drehrädchen millimetergenau einstellen kannst. Der Helm sollte dabei so fest sitzen, dass er beim Kopfschütteln nicht verrutscht, aber nicht so fest, dass er drückt. Teste Deine Einstellung am besten mit offenem Kinnriemen. Bleibt der Helm beim Schütteln in seiner Grundposition, ist er gut eingestellt. Der Kopfring lässt sich oft auch in der Höhe verstellen, sodass Du ihn passend zur Schädelform oder auch Frisur justieren kannst.

Viele Helme können auch innen in der Größe verstellt werden, damit der Helm perfekt auf Deinen Kopf passt.

Viele Helme können auch innen in der Größe verstellt werden, damit der Helm perfekt auf Deinen Kopf passt.

8. Bänder einstellen

Die seitlichen Gurte solltest Du so ausrichten, dass das vordere und hintere Gurtband Y-förmig vor Deinem Ohr zusammenlaufen. Dafür kannst du die Länge der Riemen einzeln anpassen. Der Clip zur Verstellung des Gurtbandes sollte lose an der Haut anliegen und die Bänder dürfen nicht am Ohr reiben.

Gurtbänder richtig einstellen: Die Bänder müssen so ums Ohr laufen, dass sie gut am Kopf anliegen, ohne am Ohr zu reiben.

Gurtbänder richtig einstellen: Die Bänder müssen so ums Ohr laufen, dass sie gut am Kopf anliegen, ohne am Ohr zu reiben.

9. Kinnriemen festziehen

Bei der abschließenden Einstellung des Kinnriemens solltest Du darauf achten, dass zwischen Kinn und Riemen etwa ein bis maximal zwei fingerbreit Abstand sind. So bleibt der Helm bei einem Sturz an der richtigen Stelle, ohne Dir die Luft abzuschnüren. Gleichzeitig kann der Riemen nicht über das Kinn rutschen. Ist der Kinnriemen auf die richtige Länge gebracht, kannst Du die Überlänge fixieren. Das funktioniert modellabhängig mit einem Gummiring, einer weiteren Schlaufe oder an der Kinnschnalle. Sollte der Riemen flattern und Dich beim Fahren stören, kannst Du ihn auch abschneiden. Aber bitte nicht zu kurz, denn gerade im Winter musst Du gegebenenfalls den Helm aufgrund einer Mütze wieder neu einstellen. Die Schnittstelle verschweißt Du am besten vorsichtig mit einem Feuerzeug, damit nichts ausfranst.

Unter dem Kinnriemen sollten ein bis zwei fingerbreit Platz bleiben.

Unter dem Kinnriemen sollten ein bis zwei fingerbreit Platz bleiben.

10. Los geht’s!

Der Helm passt? Dann kann es ja losgehen. Aber denk bitte daran: Auch ein Helm braucht Pflege. Die Innenpads kannst Du regelmäßig per Handwäsche oder bei 30 Grad in der Waschmaschine waschen, die Außenschale hin und wieder mit einem feuchten Tuch abreiben. Aber Sonne, Regen, Schnee oder auch Sonnencreme setzen einem Helm zu. Deshalb solltest Du ihn nach ca. fünf Jahren austauschen. Sollten zuvor Kleinteile kaputt gehen, bieten wir Dir auch diverse Ersatzteile.

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