Helmlampen

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Helmlampen im Vergleich

Damit Dir die Auswahl beim Kauf Deiner Helmlampe leichter fällt, haben wir verschiedene Modell in vollkommener Dunkelheit und bei maximaler Helligkeitsstufe getestet.

Alle Lampen wurden dabei mit der gleichen Kameraeinstellung fotografiert, sodass Du ganz einfach entscheiden kannst, welche Lampe die richtige für Dich ist.

Kamera-Setup:

  • Kamera: Canon EOS 1D X Mark II
  • Blende: F/10
  • Belichtung: 2,5 sec.
  • ISO: 2000
  • Brennweite: 24 mm
Mountainbiker aufgepasst – die richtige Helmlampe für Deinen Nightride
Helmlampen ermöglichen es ambitionierten Mountainbikern, ihren Sport auch im Dunklen auszuüben. Was es dazu braucht: viel Licht! Denn schmale und verwinkelte Trails, versteckte Stufen oder rutschige Wurzeln wollen auch im stockfinsteren Wald zuverlässig ausgeleuchtet sein – und zwar nicht nur unmittelbar auf, sondern auch links und rechts der Ideallinie. Worauf Du beim Kauf einer Helmlampe achten solltest und wie Du sie optimal für Deine Bedürfnisse einsetze kannst, erfährst Du hier.

Das richtige Einsatzgebiet für Helmlampen

Eins vorweg: Helmlampen sind keine Fahrradlampen. Sie haben keine StVZO-Zulassung, da sich die Anforderungen an eine Lampe, die Deinen Trail ausleuchten soll, mit denen an eine Straßenlampe an vielen Stellen widersprechen. So schreibt die StVZO etwa eine klare horizontale Hell-Dunkel-Grenze vor, um den Gegenverkehr nicht zu blenden. Das ist im Wald kontraproduktiv, denn es behindert eine möglichst weite Ausleuchtung auch nach oben, um etwa tief hängende Äste rechtzeitig sehen zu können. Lampen ohne StVZO-Zulassung dürfen im öffentlichen Verkehr nicht verwendet werden – egal, ob als Front- oder Rücklicht. Für den legalen Weg zum Trail ergänzt Du Deine Helmlampe deshalb am besten um eine kompakte Akku-Beleuchtung vorne und hinten am Rad. An E-MTBs finden sich übrigens mitunter Scheinwerfer mit Straßenzulassung und enormem Fernlicht, das auch für den Wald sehr tauglich ist.

Wo montieren? Die richtige Position für Deine Helmlampe

Grundsätzlich ist die Montage auf dem MTB-Helm für anspruchsvolles Mountainbiken in der Dunkelheit in vielerlei Hinsicht das Optimum. Der Lichtkegel folgt so Deiner Blickführung und ermöglicht ein vorausschauendes und zügiges Fahren. Ist die Lampe am Lenker montiert, folgt der Lichtkegel den Lenkbewegungen. Das kann gerade auf kurvigen Trails unruhig wirken und die Linienwahl erschweren. Die Montage am Helm hat aber auch Nachteile: Gerade leistungsstarke Lampenköpfe besitzen zusammen mit dem zwingend benötigten großkalibrigen Akku ein gewisses Gewicht. Dieses Zusatzgewicht am Helm zu tragen, ist nicht jedermanns Sache. Große Akkus kann man deshalb via Verlängerungskabel im Rucksack oder in der Trikottasche transportieren. Das lichtmäßige Optimum erreicht man mit der Kombination einer extrem hellen Lampe am Lenker (deren Akku man am Rahmen fixiert) und einer kleineren, leichteren am Helm.

Tipp:
Auch wenn das technische Maximum fasziniert: Wenn Du eine Lampe suchst, prüfe genau, wie viel Zusatzgewicht Du auf dem Helm als angenehm empfindest und ob eine Lenkermontage als Alternative in Frage kommt.

Der Akku der Helmlampe muss zur Lichtleistung passen

Wer viel Leistung abruft, muss viel Energie bereitstellen. Das ist nicht nur beim Auto richtig. Auch lichtstarke Helmlampen benötigen im Maximalmodus eine Menge Energie. Die Betriebszeiten variieren je nach Leuchtmodus drastisch. So schafft die maximal 1.900 Lumen helle Lupine Piko mit dem großen RX7 Smartcore-Akku (6,9 Ah) zwischen 2,5 und 160 Stunden Betriebszeit – je nach gewählter Leistungsstufe. Lupine bietet fast alle seine Lampen mit verschiedenen Akku-Kapazitäten an. Bikepacker und Mountainbiker, die sich ganze Nächte um die Ohren hauen, können hier viel Energiereserve mitnehmen, während Gelegenheits-Nightrider, die nur die Dämmerungsstunde verlängern wollen, mit dem kleineren Akku bares Geld sparen. Grundsätzlich ist es eine gute Idee, die volle Lichtleistung nur auf dem Trail abzurufen und auf dem Weg dorthin das Licht zu dimmen. So erreicht man bei den allermeisten Lampen mindestens drei bis fünf Stunden Betriebszeit – mehr als genug für einen ausgedehnten Feierabend-Ride oder Early-Bird.

Tipp!
Wer bei Minustemperaturen unterwegs ist, trägt den Akku am besten per Verlängerungskabel am Körper. Die Wärme sorgt für mehr Ausdauer und schont den Energiespeicher. Fun-Fact: Die Leuchte hingegen freut sich über die Extrakühlung und kann bei Kälte sogar heller werden.

Helmlampen-Ausstattung – sinnvolle Features für mehr Spaß und bessere Bedienbarkeit auf dem Trail

Nicht nur Licht und Akku entscheiden über den Spaß beim Nightride. Auch die richtige Ausstattung macht viel aus. So besitzt die Sigma Buster 2000 HL LED eine kabellose Fernbedienung zur Wahl der Leistungsstufen und zum An- und Ausschalten. So bleiben Deine Hände immer da, wo sie hingehören: am Lenker. Außerdem kannst Du den Scheinwerfer via mitgeliefertem Adapter an einer Action-Cam-Halterung montieren. Auch die Lupine-Lampen mit dem Beinamen „R(emote)“ besitzen dieses Feature. Die Blika R aus diesem Hause ist aber beispielsweise nicht nur per Bluetooth fernbedienbar, sie besitzt auch Grün- und Rotlicht und bietet per App programmierbare Leuchtmodi von Spot bis Kegel. Noch mehr Smartphone-Integration betreibt Navigationsspezialist Garmin mit seiner Varia UT 800 Trail Edition. Sie ist mit ausgewählten GPS-Geräten derselben Firma koppelbar und entscheidet auf Wunsch und Basis der Navigationsdaten – wie Lichtverhältnis und Fahrgeschwindigkeit – automatisch über die Lichtintensität.

Sei kein Blender!

Ganz gleich, wo Du gerade unterwegs bist: Vergiss nicht, wie hell Dein Licht ist. Seine Blendwirkung kann für Entgegenkommende nicht nur unangenehm, sondern tatsächlich schmerzhaft sein. Blende deshalb nicht nur bei entgegenkommenden Menschen immer sofort ab, sondern grundsätzlich überall, wo mit Menschen zu rechnen ist. Und vergiss nicht: Benutze auf dem Weg zum Trail stets Dein StVZO-Licht.

Nimm Rücksicht auf die Natur

Nightrides sind ökologisch nicht unumstritten. Dämmerungs- und Nachtzeiten sind für Wildtiere nicht nur Ruhezeiten, sondern dienen oft auch dem Nahrungserwerb, der Mobilität oder der Fortpflanzung. In einem dicht besiedelten Land mit stark zerschnittenen Habitaten der Wildtiere und wenig Rückzugsräumen bleibt ihnen gar nichts anderes übrig. Nightrides bedeuten immer Störungen dieser Aktivitäten. Nimm deshalb Rücksicht! Ökologisch wertvolle Habitate wie FFH- und Naturschutzgebiete oder Nationalparks sollten für Nightrides generell tabu sein. Auch der Winter ist – so paradox es klingt – ökologisch keine sinnvolle Zeit für einen Nightride, auch wenn dann der Wunsch danach wegen der kurzen Tage am größten ist. Störungen und Flucht erschweren aber die ohnehin schwierigere Energieversorgung von Wildtieren. Bleib also in der Nähe von Siedlungen, meide die Nachtstunden und lass den Tieren ihre Räume und Zeiten.

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