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Fahrradhandschuhe schützen vor Regen, Wind, Kälte, UV-Licht und sogar kleineren Verletzungen und sorgen zudem für Komfort und Kontrolle. Deshalb sind sie aus dem MTB-, Gravel- und Rennradsport kaum wegzudenken. Doch auch wenn Du Dein Rad zum Pendeln oder auf Reise nutzt, profitierst Du von guten Radhandschuhen.

Highlights Handschuhe

Die wichtigsten Eigenschaften von Radhandschuhen

Je nach Einsatzzweck gibt es besonders dünne und atmungsaktive Handschuhe, oder wasserdichte oder winddichte Fahrradhandschuhe. Allen gemein ist, dass auf der Handinnenfläche in der Regel deutlich robusteres Material zum Einsatz kommt als auf dem Handrücken. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal unter den Radhandschuhen ist aber die Fingerlänge:

  • Kurz- bzw. Halbfingerhandschuhe lassen die Fingerkuppen frei. Das sorgt für eine gute Belüftung und ein sehr natürliches Griffgefühl. Darüber freuen sich leistungsorientierte Fahrer:innen, die im Rennen Ihre Headunit bedienen, genauso wie Tourenbiker:innen auf der Suche nach Kleingeld, um die Currywurst zu bezahlen.
  • Ganzfinger- bzw. Langfingerhandschuhe umschließen den gesamten Finger und sorgen für viel Grip auf den Brems- oder Schalthebeln, selbst mit sehr verschwitzten Händen oder bei starkem Regen. Außerdem bieten sie mehr Schutz vor Schürfwunden und UV-Strahlung. Die dünnen Sommervarianten mit luftigem Gewebe an der Oberseite sind nicht wärmer als Halbfinger-Handschuhe. Bei einigen Handschuhen sorgen leicht leitfähige Gewebe unter den Fingerkuppen dafür, dass Du Dein Smartphone problemlos bedienen kannst.

Rennrad-Handschuhe

Bei Roadies sind Kurzfinger-Handschuhe sehr beliebt. Belüftung und Taktilität sind hier entscheidend, wenn in einer engen Rennsituation das Gel aus der Trikottasche gefischt und dann geöffnet werden muss. Gravel- und Cyclocross-Fans orientieren sich tendenziell eher an ihren Dropbar-Geschwistern, jedoch kommen hier auch die längeren Vollfinger-Handschuhe in Frage.

MTB-Handschuhe

Für die meisten Mountainbike-Disziplinen sind Langfingerhandschuhe die Nummer 1. Je Gravity-orientierter, desto mehr. Hier punkten Grip und Schutz – und im technischen Gelände verbietet es sich ohnehin, die Hand vom Lenker und ans Gel, Smartphone oder Radcomputer zu nehmen. Im Cross-Country- und Marathon-Racing sind aber auch Kurzfinger-Handschuhe nach wie vor beliebt.

Handschuhe für Tour und Alltag

Wenn Du Deine Handschuhe auf Tour oder im Alltag tragen willst, kommen viele Varianten in Frage, je nachdem, welche Eigenschaften Dir am wichtigsten sind. Warm, gepolstert, wasser- oder winddicht – hier hilft ein Blick auf die Eigenschaften.

Bike-Handschuhe für jeden Einsatzbereich und -zweck

Fahrradhandschuhe – egal ob Halb- oder Ganzfingerhandschuhe – gibt es für ganz unterschiedliche Zwecke, die jeweils die Konstruktion vorgeben. Nicht alle Eigenschaften lassen sich problemlos kombinieren – hier wägst Du ab, was für Dich am wichtigsten ist.

  • Komfort: Mit weichen, textilen und gleichzeitig robusten Materialien (meist modernes Kunstleder) vermitteln Bike-Handschuhe zwischen Haut und Griff. Das Material nimmt zudem Feuchtigkeit auf und sorgt so für ein angenehmes Handgefühl. Wer Handbeschwerden hat, dem können weiche Gelpolster helfen, Stöße und Vibrationen aus dem Lenker zu dämpfen. Die Fingerlänge ist hier reine Geschmackssache.
  • Wärme und Wetterschutz: Hier spielen Langfingerhandschuhe ihre ganze Stärke aus. Es gibt sie wasserdicht, winddicht oder gefüttert.
  • Schutz: Bei Stürzen schützen Dich Handschuhe vor allem vor Schürfwunden oder verhindern, dass Dreck in die frische Wunde gerät. Gerade Menschen, die viel mit den Händen arbeiten, wissen das sehr zu schätzen. Außerdem verhindern Langfingerhandschuhe Kratzer oder kleinere Schnitte, wenn Du mit Deinem Mountainbike einen zugewucherten Trail fährst. Drittens schützen Handschuhe vor der schädlichen UV-Strahlung des Sonnenlichts.
  • Grip: Handschuhe sorgen für mehr Haftung zwischen Hand und Lenker und eine sicherere Bedienung von Bremshebeln, Schaltung oder Dropperpost. Selbst bei Nässe rutschst Du nicht ab.
  • Sichtbarkeit: Auf Wunsch gibt es Radhandschuhe mit Reflexmaterial oder -Farben für bessere Sichtbarkeit. Tipp: Check dazu unseren Filter „Produkteigenschaften“ und wähle das Merkmal „High-Visibility“!

Fahrradhandschuhe für Winter, Frühjahr oder Herbst: Für jede Saison das Richtige

Für viele Menschen ist die Wärme der wichtigste Grund, mit Handschuhen zu fahren. Das macht Sinn, denn über die Extremitäten (z. B. Hände, Füße, Kopf) verlierst Du besonders viel Körperwärme. Und kalte Hände sind beim Biken nicht nur ein Komfort-, sondern auch ein Sicherheitsproblem. Sind Deine Hände kalt, klamm oder nass, hast Du weniger Kontrolle über Bremsen und Lenkung. Doch dagegen kannst Du etwas tun.

  • Winddichte Fahrradhandschuhe: Durch spezielle Materialien oder die Verwendung einer winddichten Membran verhindern winddichte Fahrradhandschuhe das Auskühlen durch den sogenannten Windchill-Effekt. Sie sind zudem meist wasserabweisend, wenn auch nicht vollständig dicht. Weil nicht viel zusätzliches Material benötigt wird, bieten winddichte Modelle meist ein sehr gutes Griffgefühl und hohe Taktilität und sind dabei atmungsaktiv. Deshalb sind sie für den sportlichen Einsatz und in der Übergangsjahreszeiten besonders beliebt.
  • Wasserdichte Fahrradhandschuhe halten Deine Hände auch bei schwerem Regen trocken. Weil sie zudem automatisch immer auch winddicht sind, bieten sie einen absolut zuverlässigen Auskühlungsschutz in der kalten und nassen Jahreszeit. Allerdings sind wasserdichte Handschuhe wesentlich schwieriger herzustellen als z. B. wasserdichte Hosen oder Jacken. Das liegt daran, dass so wenig Platz zur Verfügung steht und die Anforderungen an fingergenaue Passform, Nahtfreiheit und Co. sehr hoch sind. Deswegen sind wasserdichte Handschuhe meist etwas voluminöser und weniger taktil als ihre winddichten Geschwister. Tipp: Für Kurzstrecken oder im Wettkampf reichen meist winddichte und wasserabweisende Handschuhe aus. Für ultimativen Wetterschutz und auf Langstrecke greifst Du zum wasserdichten Modell.
  • Winterhandschuhe/Thermohandschuhe: Zusätzlich zu einer wind- oder sogar wasserdichten Konstruktion sind Thermohandschuhe gefüttert. Das beginnt bei Fleece-Innenfuttern und geht bis zu Kunstfaserisolationen, wie sie sonst in Schlafsäcken und Thermojacken zum Einsatz kommen. Kalte Hände sind mit solchen Handschuhen ein Ding der Vergangenheit. Beachte aber, dass Bike-Handschuhe für den Winter auch deutlich dicker sind als ungefütterte Modelle und deshalb Deine Kontrolle über Lenker und Bremsen sowie die Atmungsaktivität sinken. Für Bikepacking-Trips oder lange Pendelstrecken im Winter können sogenannte Pogies eine Alternative sein: direkt am Lenker verschraubte Stulpen.
  • Besonderheit Fausthandschuhe: Weil Du beim Biken Deine Finger brauchst, zum Beispiel, um zu schalten und zu bremsen, spielen Fausthandschuhe kaum eine Rolle. Es gibt jedoch eine Besonderheit. Fausthandschuhe mit ausgeformtem Daumen und Zeigefinger und geschlossener Fingerkammer für Mittel-, Ring- und kleinen Finger (im Englischen wegen der Form auch „Lobster Glove“ genannt) existieren in der Bikewelt und versprechen viel Wärme und ordentliches Bikehandling auch bei klirrender Kälte.

Wenn Du noch tiefer einsteigen willst, schau Dir unseren Blogbeitrag „Kalte Finger? Ohne uns!“ an!

Das Wichtigste zu Radhandschuhen kompakt

  • Warum sollte ich Fahrradhandschuhe tragen?
    Fahrradhandschuhe schützen vor Wind, Regen, UV-Licht und kleineren Verletzungen und sorgen für mehr Kontrolle über das Bike.
  • Welche Fahrradhandschuhe im Winter?
    Wind- oder wasserdichte Handschuhe schützen vor dem Auskühlen. Gefütterte Thermohandschuhe eignen sich für sehr kalte Temperaturen.
  • Welche Größe für Fahrradhandschuhe?
    Das ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Check die Größentabelle auf der Produktseite für einen genaueren Überblick.
  • Wie müssen Fahrradhandschuhe sitzen?
    Fingernah und faltenfrei, ohne einzuengen. Gerade Thermohandschuhe sollten nicht hauteng sein, da die Luftschicht zwischen Handschuh und Hand wärmt. Achte auf eventuell störende Nähte.
  • Welche Fahrradhandschuhe für Herren und Damen?
    Die meisten Bikehandschuhe sind Unisex-Modelle. Für beide Geschlechter ist die oben beschriebene Passform entscheidend.
  • Welche Hersteller bieten Bike-Handschuhe an?
    Viele Bike-Handschuhe stammen von spezialisierten Handschuhherstellern wie Roeckl oder GripGrab oder von Textilprofis wie Endura, Giro, Assos, Gore Wear oder VAUDE. Außerdem gibt es Radhandschuhe von Helm- und Protektoren-Brands wie Fox Head, Troy Lee Designs, 100% oder POC, von Ergonomieexperten wie Ergon oder Vollsortimentern wie Specialized oder Scott.

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