Jacken und Westen: Sie schützen vor Wind und Wetter, wärmen uns bei Kälte, transportieren bei Anstrengung unseren Schweiß ab, bieten Platz für wichtige Dinge und können ein echtes Fashion-Statement sein. Kurz: Sie dürfen in keinem Kleiderschrank fehlen. Wir verraten Dir, worauf Du beim Kauf achten solltest.

Fahrradjacken und -westen: Die wichtigsten Produkteigenschaften und Ausführungen

Jacken wie Westen fürs Radfahren haben vor allem vier mögliche Aufgaben:

  • Wetterschutz: Im sog. Zwiebelprinzip als äußere Lage (engl. „Layer“) getragen, schützen Dich Wetterschutzjacken vor der Witterung, z. B. Regen, Wind und Schnee.
  • Isolation: Thermojacken und -westen spenden Wärme. Genauer gesagt isolieren sie Deine Körperwärme. Dabei gibt es vor allem zwei Varianten. Solche Jacken – und seltener Westen –, die als äußere Lage getragen werden. Also eine gefütterte Regen- oder Windjacke zum Beispiel. Und die Kleidungsstücke, die als sog. „Midlayer“ bei Bedarf unter dem Wetterschutz getragen werden. Im Bikebereich dominiert die erste Variante, während in anderen Outdoorsportdisziplinen oft das Layering genannte Zwiebelprinzip bevorzugt wird.
  • Sicherheit: Gesehen zu werden ist immer wichtig. Nicht nur auf dem Rennrad oder beim Pendeln. Leuchtende, auffällige Farben helfen hier genauso wie Reflexelemente. Deshalb sind viele Fahrradjacken bzw. Fahrradwesten reflektierend – ganz oder teilweise. Hier hilft unser Produkteigenschaften-Filter „High-Visibility“.
  • Style: Bike-Jacken und Bike-Westen sind oft genug ein Fashion-Statement. Kaum ein anderes Kleidungsstück ist so gut sicht- und wahrnehmbar. Bei uns findest Du Jacken und Westen in zahlreichen Ausführungen und von vielen etablierten Marken, unter anderem Endura, Giro, Specialized, Assos, Fox Head, Gore Wear, Loose Riders, Patagonia, 7mesh, POC oder VAUDE.

Nicht Jacke wie Hose: Bike-Jacke oder -Weste?

Westen sind Jacken ohne Ärmel aber längst keine halbe Sache. Gerade, wenn Atmungsaktivität und Bewegungsfreiheit für Dich besonders wichtig sind, bieten sie einen Vorteil. Also zum Beispiel auf kurzen, intensiven Runden oder im Wettkampf. Alle Westen findest Du mit einem Klick auf den entsprechenden Filter auf einen Blick.

Immer dann, wenn Du kompromisslosen Wetterschutz oder maximale Wärmeleistung suchst, schlägt die Stunde der Jacke, z. B. auf langen Bikepacking- bzw. Gravel-Abenteuern, im Gebirge, in Schlechtwetterregionen oder im Winter – oder wenn Du schlicht einen gewissen Komfort bevorzugst.

Der optimale Wetterschutz: Bike-Regenjacken und Bike-Windjacken

Beim Wetterschutz (und in unserem Shop) hast Du die Wahl zwischen Regen- und Windjacken bzw. -westen.

  • Regenjacken: Wasserdichte Jacken sind automatisch winddicht und damit sehr vielseitig bzw. die richtige Wahl für schlechte oder wechselnde Wetterbedingungen. Regenjacken halten Dich deshalb nicht nur trocken, sondern schützen Dich auch vor dem Auskühlen, etwa auf der Passabfahrt. Für die Wasserdichtigkeit sorgt entweder eine wasserdichte Beschichtung oder eine hochwertige Membran wie die berühmte Gore-Tex-Membran, die geschützt im Inneren der Jacke verbaut ist. Gore Wear setzt natürlich nur auf Membranen der Markenschwester W. L. Gore & Associates wie z. B. Gore-Tex Shakedry. Andere Hersteller nutzen andere, jedoch vergleichbare Technologien wie etwa die recycelte und recycelbare Sympatex-Membran, die in VAUDE-Produkten zum Einsatz kommt oder MT500 und Co. von Endura. Zudem sind wasserdichte Jacken mit einer DWR-Imprägnierung versehen („Durable Water Repellent“), die verhindert, dass sich das Obermaterial vollsaugt. Regenjacken werden gern auch „Hardshell-Jacken“ genannt.
  • Windjacken: Es gibt winddichte und windabweisende Jacken und Westen. Beide Kategorien sind wasserabweisend, jedoch nicht vollständig dicht und nicht mit der bekannten DWR-Ausrüstung versehen. Wenn Dir Atmungsaktivität (eigtl. „Dampfdurchlässigkeit“) besonders wichtig ist, zum Beispiel im Wettkampf, gib den windabweisenden Varianten (auch Windbreaker genannt) eine Chance. Sie sind in der Regel auch atmungsaktiver. Winddichte Produkte bieten mehr Wetterschutz. Bike-Windjacken und -Windwesten sind oft ultraleicht, klein verpackbar und passen z. B. auch in Trikot- oder kleine Satteltaschen. Eine Besonderheit im Bereich der Windjacken sind die sog. Softshell-Fahrradjacken (und -westen). Ihr weiches Obermaterial ist oft dehnbar, sehr komfortabel und leise, allerdings nicht ganz so leicht wie klassische Windbreaker.

Hält Dich warm: Die Thermojacke fürs Bike

Thermo- oder Isolationsjacken und -westen fürs Bike haben einen klaren Zweck: Sie sollen Dich warm halten. Deshalb taugen sie auch besonders gut als Winterjacke für MTB, Gravelbike und Co. Thermobekleidung kann als äußere Wetterschutzschicht wasser- und winddicht ausgeführt sein, muss es aber nicht. Genauso denkbar ist z. B., dass Du eine ultraleichte Daunen- oder Kunstfaserisolationsweste im Gepäck hast, die Du bei Bedarf einfach unter Deine Regenjacke ziehst.

Als Material können Kunstfasern wie das bekannte Fleece oder moderne Hohlfaser wie Primaloft genauso zum Einsatz kommen, wie die Naturfasern Wolle und Daune.

Wichtig: Größe, Schnitt und Passform

Klar, Deine Bikejacke sollte Dir passen! Aber was heißt das genau? Das hängt vom Einsatzbereich ab. Je sportlicher Du unterwegs bist, desto enger darf der Schnitt ausfallen. Das erleichtert beim Midlayer das Zwiebelprinzip und unterbindet bei der Wetterschutzjacke lästiges Flattern. Achte aber darauf, dass die Jacke oder Weste nicht so eng ist, dass sie Deine Bewegungsfreiheit einschränkt.

Ein Sonderfall ist die Isolation im Zwiebelprinzip. Denn hier wärmt nicht die Faser, sondern vor allem die zwischen den Fasern und Kleidungslagen stehende Luft. Wenn Du also auf eine flexible Kombination aus warmer Unterwäsche, isolierendem Midlayer und Regenjacke setzt, achte darauf, dass die Isolationslagen nicht plattgedrückt werden.

Meist ist Oberbekleidung für Radfahrende im Rückenbereich etwas länger geschnitten. So deckt Deine neue Radjacke (oder -weste) auch den unteren Rücken und den Übergang zum Gesäß mit ab. Das ist dann entscheidend, wenn Du besonders sportlich und gestreckt auf Deinem Rennrad, Gravelbike oder Mountainbike sitzt.

Aus demselben Grund besitzen Bike-Jacken zudem oft etwas verlängerte Ärmel bzw. Ärmeloberseiten. So schließen Fahrradhandschuhe und Jackenärmel bündig ab und geben dem Regen keine Chance.

 

Sonderfall „Dirtsuit“

Du bist Mountainbiker:in? Dann kennst Du garantiert Dirtsuits und Co., wie sie u. a. Pionier dirtlej anbietet. Regenjacke und -Hose sind hier zu einem schützenden Kleidungsstück verschmolzen, das es mit kurzen und langen Armen und Beinen gibt. Damit hältst Du auch den übelsten Dreck draußen.

Welche Fahrradjacke im Winter?

Hier hast Du die Wahl: Entweder eine einzelne wasserdichte und gefütterte Jacke oder die Kombination aus wärmendem Midlayer und wasserdichter Hardshelljacke. Variante eins punktet durch ihre einfache Handhabung, Variante zwei durch ihre Flexibilität.

Radjacken für Männer und Frauen

Wie die meisten Kleidungsstücke sind auch Bike-Westen und Fahrradjacken in Damen- und Herren-Varianten sowie teilweise als Unisex-Ausführung erhältlich. Sie unterscheiden sich in den Schnitten und teilweise in den Farben. Die grundsätzlichen Anforderungen an Material und Technik sind aber identisch.

Bonustipps: Atmungsaktivität & Haltbarkeit

Atmungsaktivität bzw. Dampfdurchlässigkeit basiert auf einem einfachen Prinzip. Deine überschüssige Körperwärme kann in Form warmer, feuchter Luft durchs Material nach Außen entweichen, während Regentropfen und Wind nicht zu Dir durchdringen können. Damit das funktioniert, solltest Du allerdings zwei Dinge beachten:

  • Die Gesamt-Atmungsaktivität ist nur so hoch wie die Atmungsaktivität des am wenigsten dampfdurchlässigen Teils. Trägst Du also eine einfache Baumwollunterwäsche, die sich binnen kürzester Zeit mit Schweiß vollsaugt, langsam trocknet und deshalb Deinen Dampf nicht durch das klitschnasse Gewebe passieren lässt, bringt Dir auch die beste Gore-Tex-Jacke nichts mehr. Du wirst in Deinem eigenen Saft garen!
  • Erneuere regelmäßig die DWR-Imprägnierung Deines Kleidungsstücks mit einer entsprechenden Textilimprägnierung (keine Schuhimprägnierung verwenden!). Spätestens, wenn Wasser nicht mehr an der Außenseite abperlt, sondern sich das Obermaterial vollsaugt wie ein Schwamm, ist es höchste Zeit. Denn hier greift dasselbe Prinzip. Ist das Obermaterial voll mit Wasser, lässt es keinen Dampf mehr passieren.

Übrigens: Funktionstextil muss regelmäßig gewaschen werden. Schweiß, Körperfett oder Kosmetika können sonst z. B. Laminierungen, Nahtbandversiegelungen oder Trikotstoffe beschädigen. Wasche also auch Deine Regen-, Wind- und Thermojacken fürs Biken regelmäßig mit einem Spezialwaschmittel für Funktionstextilien. Beachte dabei die eingenähten Pflegehinweise der Hersteller.

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