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Im Test: Elite Qubo Power Mag Smart

Johnny 12. November 2014

Nachdem ich schon die Tacx Bushido Trainingsrolle testen durfte, bekam ich auch gleich noch die Elite Qubo Rolle. Offensichtlich ist unser Testcenter um meine Fitness besorgt

Nachdem ich schon die Tacx Bushido Trainingsrolle testen durfte, besorgte ich mir auch gleich noch die Elite Qubo Rolle. Offensichtlich ist mein Unterbewusstsein um meine Fitness besorgt.
Der wesentliche Unterschied der Qubo zur Tacx besteht in der Bremseinheit. Hier kommt eine Magnetbremse zum Einsatz, deren Widerstand über einen Lenkerschalter in 8 Stufen verändert werden kann. Damit haben wir hier zwei vom Konzept her völlig unterschiedliche Systeme. Die Qubo besitzt auch die Smart-Technologie. Allerdings kann hier das Training systembedingt nur überwacht, aber nicht beeinflusst werden, da kein Eingriff in die Mechanik der Rolle möglich ist.

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Im Test Elite Qubo Power Mag Smart

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Der Aufbau des Elite Qubo Power Mag Smart

Es macht doch immer wieder Spaß, ein neues Gerät zu testen. Und die Freude beginnt auch hier mit dem Öffnen des Kartons. Leider muss man sich schnell wieder zusammenreißen und erst einmal die vielen mitgelieferten Einzelteile sortieren. Ein Blick in die zwei (!) enthaltenen Bedienungsanleitungen ist obligatorisch, bevor man mit dem eigentlichen Aufbau beginnen kann.
Mein Eindruck ist an dieser Stelle insgesamt etwas getrübt. Ein technisch weniger begabter Mensch kann beim Blick in die Anleitung schnell überfordert sein. Zahlreiche Abbildungen und umständliche Schritte, bis die Rolle sicher aufgebaut ist. Zum Beispiel ist nach Montage der Bremseinheit nicht konstruktiv sichergestellt, dass der Reifen auch mittig auf der Laufrolle steht. Ist dies nicht der Fall, muss man die Bremseinheit wieder lösen und neu ausrichten. Das kostet Zeit und Nerven. Allerdings baut man eine Rolle selten zweimal auf, so dass dieser Aufwand zu verkraften ist.
Die Montage des Lenkerschalters erfordert auch den Zusammenbau vieler Teile und hinterlässt am Lenker einen klobigen, aber gleichzeitig auch instabilen Eindruck, da die mitgelieferte Ringschelle nicht die erforderliche Klemmkraft aufbringen kann. Somit wackelt die ganze Einheit beim Schalten. Das ist schade, da die Schalteinheit selber indiziert ist und sich deshalb eigentlich super schalten lässt.   
Was mir zudem noch aufgefallen ist, sind kleine Details wie die Schutzkappen auf den Schrauben und Muttern. Schon beim Auspacken fielen sie zum Teil ab. Auch der mitgelieferte Schnellspanner hakelt.
Wirklich durchdacht ist hingegen die Konstruktion des Rahmens, der schwenkbar ist. Das ermöglicht es, Räder von 20“ bis 29“ einfach einzuspannen. Jegliche Umbaumaßnahme entfällt. Das ist super.

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Im Test Elite Qubo Power Mag Smart

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Funktionsweise Elite Qubo Power Mag Smart Trainingsrolle

Die Qubo ist auch ohne die Smart-Technologie voll einsatzfähig. Ohne ein entsprechendes Endgerät kann der Widerstand über den Lenkerhebel gewählt und zusätzlich per Schaltung des Bikes fein justiert werden. Das macht sie sehr unabhängig, besonders von leeren Smartphoneakkus.
Will man die Smart-Technologie nutzen, muss der kleine Bluetooth Sender am Schwungrad angebracht werden. Er wird einfach mit Klettband dort befestigt. Er registriert die Drehzahl der Rolle und übermittelt sie an ein Bluetooth-fähiges Endgerät. Theoretisch zumindest. Ich konnte leider keine Verbindung herstellen. Die App My ETraining gibt es für iOS und Android und macht auf dem iPad einen ganz guten Eindruck. Leider herrscht ein gewisses Sprachendurcheinander (Deutsch, Italienisch, Englisch) und die Trainingsfunktionen konnte ich leider nicht testen.

Der Trainer in der Praxis

Die Qubo fährt sich meines Erachtens ziemlich gut. Das Fahrgefühl finde ich persönlich überzeugend. Man merkt zwar, dass man auf einer Rolle sitzt, aber beschleunigen oder kurz aufhören zu pedalieren ähnelt dem Gefühl auf der Straße sehr.
Ich habe vorhin die Konstruktion des Schwenkrahmens gelobt. An dieser Stelle kann ich aber auch einen gewissen Nachteil des Systems nicht verschweigen. Das Eigengewicht des Fahrers wird hierbei genutzt, um den Anpressdruck des Reifens an die Rolle zu erzeugen. An sich eine gute Sache, da damit weitere Hebel und Knöpfchen entfallen. Aber verlagert man das Gewicht nach vorne oder geht gar aus dem Sattel und beginnt stark zu sprinten (wie in der Unterlenkersprinthaltung), kann es zu einem Durchrutschen des Reifens auf der Rolle kommen.
Das Rad ist durch den beweglichen Rahmen und durch eine ganz leicht schwimmende Lagerung nicht völlig starr. Zuerst war ich mir nie sicher, ob ich das Rad tatsächlich korrekt eingespannt habe, da ich das so bisher nicht kannte. Aber die leichte Bewegungsfreiheit finde ich wirklich sehr gut. Das erhöht noch einmal ein wenig das echte Fahrgefühl.  
Aus Prinzip neigt die Qubo zu erhöhter Lautstärke. Das ist bei Magnetbremsen von Tacx auch nicht anders. Bei höheren Drehzahlen pfeifen die Dinger einfach. Das lässt sich wohl nicht vermeiden. Daher sollte man beim Training bei sensiblen Nachbarn auf deren Verständnis hoffen oder nicht zu später Uhrzeit trainieren.

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Im Test Elite Qubo Power Mag Smart

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Fazit

Die Qubo besitzt einige Schwächen hinsichtlich des Aufbaus, was sich aber tolerieren lässt. Nicht optimal und auf Dauer ärgerlich ist die schwache Konstruktion der Halterung des an sich sehr guten Lenkerschalters. Hier muss Elite noch nachbessern. Auch die qualitative Anmutung, die sich auch in Kleinigkeiten zeigt, hat noch Potential zur Steigerung.
Die Funktionen der App kann ich nicht bewerten. Ob der Sender ausgefallen ist oder ob eine Inkompatibilität des Bluetooth-Protokolls Ursache für die Verbindungsprobleme war, weiß ich leider nicht. Warum der Sender separat geliefert wird und nicht in das Gerät integriert ist, weiß ich auch nicht.
Das Fahren auf der Qubo ist so, wie sich eine Rolle anfühlen muss. Da besteht kein Grund zur Kritik. Die Rolle ist sehr gut für Einsteiger geeignet, die sich über den Winter fit halten wollen und dabei gleichzeitig ihr Training überwachen möchten. Mit aktuell 239,00 € ist die Qubo ein preiswertes Angebot.

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