Storck Scenero G3, Rad am Ring

„Mr. Low-Budget et le Fantastique“ auf Achterbahnfahrt durch die Grüne Hölle - Ein Erlebnisbericht

Steve 21. August 2016

Premiere am Nürburgring, 24h-Rad Am Ring. Mein persönlicher Saisonhöhepunkt war plötzlich da und für mich als Neuling im bc-Fahrerteam wurde es nun ernst.

Premiere am Nürburgring. Mein persönlicher Saisonhöhepunkt war plötzlich da und für mich als Neuling im bc-Fahrerteam wurde es nun ernst. Die organisatorischen Absprachen 4 Wochen vor dem Rennen rüttelten mich wach und der Ernst der Lage wurde mir so richtig bewusst.

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Aufregung vor dem Rennen

Wird meine bisherige Vorbereitung ausreichen? Wie teile ich meine Ernährung ein? Regeneriere ich während der Pausen ausreichend? Und wie ist das eigentlich mit dem Schlafen?

Von diesem Zeitpunkt an hörte ich noch tiefer in mich hinein, simulierte sämtliche Rennsituationen, auch die Wach- und Schlafphasen, soweit es mir möglich war. Und bei meinen längeren Ausfahrten mit dem Storck Scenero G3 fühlte ich insgeheim, dass dieses mich nicht im Stich lassen wird, sogar mehr von mir will und fordert, und wir bewegten uns gemeinsam in Richtung unserer zu erwartenden Herausforderung.

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Der Renntag

Der 30. Juli war gekommen. Aufgeregt und auf mich fokussiert sammelte ich alle gegebenen Eindrücke, das große Event „Rad am Ring“, die vielen verschiedenen Fahrerlager und speziell das eigene, und konzentrierte diese Atmosphäre. Eine Stunde vor Start wurden die Teamvorgaben und das Rennziel angesagt, was zu diesem Zeitpunkt für mich sehr ambitioniert erschien. Mein eigenes Ziel war erstmal auf Durchhalten ausgerichtet, was ich aber nicht so laut äußern wollte.

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Das Rennen begann und meine Teamkollegen legten gute Zeiten vor und ich wusste nicht, ob ich mithalten konnte, schließlich wollte ich niemanden enttäuschen. Als letzter Fahrer des 4er-Teams übernahm ich den Transponder und es ging auf die Bahn. Es fühlte sich sofort gut an und ich dachte: „Hier geht was!“

Erste Ring-Runde mit dem Storck Scenero G3

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Schon der erste Antritt mit dem Storck Scenero brachte mich schnell auf Tempo, noch agiler und antrittsstärker, als ich es schon kannte. Schwebend schlängelte ich mich durch die ersten Kurven und leichten Anstiege- ein unheimlich schönes Fahrgefühl, das weiter zu erhalten sein sollte.

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Und das war es. Nun da ich mich auf der Nordschleife befand, ging es in die erste Abfahrt; auch dort kam kein Gefühl der Unsicherheit auf und ich wollte einfach nur hinein. In Sachen Spur- und Kurventreue konnte ich mich auf das Scenero verlassen und auch der erste knackige Anstieg machte keine Probleme. Während der folgenden Auf- und Abfahrten fasste ich immer mehr Vertrauen und musste teilweise vorsichtig sein, nicht zu überpacen. Die Schussfahrt durch die Fuchsröhre erinnerte mich ans Achterbahnfahren und diese Vorstellung ließ mich nicht mehr los. Das folgende Hochschrauben auf die Hohe Acht, wovor ich die meiste Sorge hatte, klappte doch recht gut. Dank der Ultegra Di2 fand ich schnell den erforderlichen Rhythmus. Übrigens eine weitere problemlose Komponente, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Die letzten Wellen bis ins bc-Teamlager nehmend, kam ich nun dort mit einer für mich passablen Zeit an, und auch meine Teamkollegen waren mit mir zufrieden.

Zielsprint über 40 km/h

Meine letzte Runde stand an (31. Juli, gegen 11 Uhr) und der Schlafmangel machte sich auch bei mir kurz in der Laune bemerkbar. Doch dieses erlebte Renngefühl ein weiteres Mal erleben zu wollen, zog mich erneut hoch. Mein Bike gab mir beim Transponderwechsel die Lust sofort wieder und ich hatte schnell dieses Gefühl zurück. Zudem noch inspiriert durch die Stimmung und das Wissen, es fast geschafft zu haben. Viele glückliche Gesichter trotz der langen, harten Stunden waren zu sehen und auch kurze, freundliche Gespräche fanden während der Fahrt statt. Auf meinem letzten Weg zur Hohen Acht lobte ein Fahrer mein Storck Scenero und meinte: "Damit erwarte ich aber im Zieleingang einen Sprint über 40 km/h, alles andere würde nicht gewertet.“ Ich fühlte mich gut und dachte:"Warum eigentlich nicht?!“

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Storck Scenero G3, Rad am Ring

Auf der Hohen Acht angekommen, gratulierte ich einer froh gestimmten Dame, die sich dort mit mir hochbiss, mit den Worten: „Gut gemacht, gut gemacht!“ Sie lächelte, und mit ihrem Lächeln holte ich noch mal Luft, schließlich hatte ich den gewünschten Schlussprint vor Augen, der mir im Zieleinlauf auch gelang.

Es wurde also alles gut, mein Storck Scenero funktionierte problemlos und ich dank ihm auch.

Von daher war die Kaufentscheidung im Frühjahr absolut richtig und dieser Extremtest beweist es mir schlussendlich, dass „Mr. Low-Budget et le Fantastique“ zueinander gefunden haben.

Im Abklang dieser Eindrücke, kommt mir plötzlich der Satz „Life is a Rollercoaster!“ Ich grübele nach, ob es vielleicht einen Musiksong mit dieser Textzeile gibt (.. hmmm ..?) - und falls ja schreibe ich diesen einfach neu.

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