Tacx Flux Smart im Test

Im Test: Rollentrainer Tacx Flux Smart – Zurück in die Zukunft

Manuel 19. Dezember 2016

Manuel hat sich den Tacx Hometrainer Flux zum Testen geschnappt. Trainiert hat er mal im Garten oder in seiner Zwift Trainingswelt. Doch wie hat sich die Rolle geschlagen?

Tacx Flux Smart - Zurück in die Zukunft? Zeitreisen sind bisher immer noch nur mit dem Fluxkompensator möglich, dieser Trainer ist aber ein weiterer Schritt Richtung Zukunft in der Geschichte der Firma Tacx aus Wassenaar. Der Tacx Flux Smart ist ein sogenannter Direct Drive Trainer. Das bedeutet, dass Du Dein Trainingsbike direkt und ohne Hinterrad auf dem Trainer fixierst. Die Kassette wird auf dem Freilaufkörper des Flux Trainers montiert und somit kannst Du regulär schalten und reintreten.

Tacx Flux Smart im Test

Die Kassette wird auf den Freilaufkörper montiert

Zu den technischen Daten:

Ausführung feste Trainingsrolle mit Direktantrieb
Widerstandsart magnetisch (interaktiv), elektronisch gesteuert
Bremse elektrische Bremse
Widerstandsstufen stufenlos
Widerstandseinstellung automatisch
Bremsleistung (max.) 1500 Watt bei 40 km/h
Simulierbare Steigung 10 %
Stromanschluss 110 - 240 V, Betrieb ohne Anschluss nicht möglich
Schnittstellen Bluetooth 4.0, ANT+, FE-C (Fitness-Equipment-Control), PWR (Power), S&C (Speed & Cadence)
Kompatibilität 20“, 24“, 26“, 27,5“, 28“, 29“
Achsbefestigung Schnellspanner, Steckachsen separat erhältlich
Einbaubreite 130 mm, 135 mm
Freilaufkompatibilität verschiedene Shimano, SRAM & Campagnolo Kassetten
Gewichtsbeschränkung 125 kg Fahrergewicht
Tacx Flux Smart Design

Schlichtes Design

Nach der ganzen Theorie kommen wir jetzt zum praktischen Part. Im ersten Schritt habe ich das Teil direkt auf der Arbeit auspacken müssen. Meine Neugier ließ sich nicht mehr in Grenzen halten. Seht aber selbst.

In diesem Unboxing Video könnt ihr euch einen ersten Eindruck verschaffen:

Nachdem ich nun endlich zu Hause angekommen bin, steht er da - der Flux!

Kurz noch die Kassette montieren und über die Tacx Utility App den Trainer kalibrieren und ich kann mich mit Zwift connecten. Alles klar? Nein, ok dann nochmal für alle J

Die Kalibrierung führt der Trainer automatisch durch und wird von Tacx nach Installation oder alle 2 Wochen im Dauerbetrieb empfohlen. Die Tacx Software kann sofort benutzt werden. Für die von mir genutzte Trainingssoftware Zwift benötige ich noch einen ANT+ Empfänger für den PC.

Zwift versteht sich dabei nicht nur als einfache Trainingssoftware, sondern vielmehr als Radsport-Unterhaltung und soziales Netzwerk. Ich kann nur sagen, Zwift macht definitiv süchtig, auch weil es sehr benutzerfreundlich gestaltet ist. Nach dem Login folgen als nächster Schritt das Pairing mit dem Flux und allen Sensoren (ANT+ oder Bluetooth), die einem sonst noch zur Verfügung stehen, und die Auswahl des gewünschten Workouts oder Rennens und schon ist der Radsportfan mitten in der virtuellen Welt.

Zwift Zuhause im Test

Fertig aufgebaut, bereit zu fahren

Zum Fahrgefühl des Tacx Flux Smart

Das Fahrgefühl des Flux Smart ist sehr realistisch mit minimalen Verzögerungen bei Anstiegen oder Abfahrten. In Kombination mit Zwift vergesse ich schnell, dass ich auf der Rolle sitze. Der Flux Smart trägt durch sein direktes Ansprechverhalten, das stufenlose Schalten und die realistische Umsetzung des virtuellen Höhenprofils dazu bei und macht extrem viel Spaß! 

Tacx Flux Smart Zuhause im Einsatz

Direkt im Tunnel

Die erste Trainingseinheit lief dann auch, wie sie laufen soll, ohne Komplikationen und irgendwelche Verbindungsfehler. Der Flux Smart verrichtet seinen Dienst genauso, wie es seine Optik vermuten läßt, im Stealth Modus. Der Flux ist dabei gefühlt minimal lauter als zum Beispiel der Tacx Neo Smart, was dem realen Schwungrad geschuldet sein dürfte, im Unterschied zum virtuellen Schwungrad des Neo Smart. 

Tacx Flux Smart Rollentrainer

Nach dem Training, ist vor dem Training

Die Verbindung zu Radcomputern, Smartphones oder Smartwatches hat komplett problemlos funktioniert. Auch was die Verarbeitung angeht, gibt es keinen Grund zu meckern.

Bluetooth Verbindung Tacx Flux Smart

Die Bluetooth Verbindung funktioniert Einwandfrei

Der Vergleich der Leistungsdaten mit diversen Garmin Geräten zeigte nur geringe Abweichungen, die aber aufgrund von äußeren Einflüssen und Gegebenheiten nie ganz auszuschließen sind. Insgesamt bestätigte sich einmal mehr der durchweg positive Eindruck des Trainers.

Leistungsdaten Tacx Flux Smart

Alle Leistungsdaten im Überblick

Zusammenfassung

Tacx hat hier, für mein Empfinden, ein sehr gutes Gerät entwickelt, welches mich überzeugt hat. Tacx arbeitet derzeit auch daran, ihre Lenkrahmen (z. B. Blacktrack und NeoTrack) in Zwift einzubinden. Zusammen mit der bevorstehenden iOS Version (iPhone und iPad) von Zwift wäre dies dann die perfekte Trainingsumgebung für mich. Enjoy your Training, das kann ich nur bestätigen und meiner Meinung nach kann der Winter dieses Jahr ruhig etwas länger dauern.

Update: Seit dem 10.12.2016 ist Zwift nun auch für iOS (iPhone und iPad) Geräte verfügbar.

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  • Nicole R. am 14. Dezember 2017

    Unterscheiden sich die beiden Trainer - Neo Smart & Flux - im Fahrgefühl? Reagieren beide gleich schnell, wenn der Wiederstand verändert wird?
    Danke für die Antwort

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    • bike-components am 19. Dezember 2017

      Hi Nicole,
      einen Unterschied zwischen Neo und Flux, was das reine Fahrgefühl angeht, konnte ich nicht feststellen.
      Große Unterschiede gibt es aber grundsätzlich schon, da der Neo Steigung bis 25% simuliert und Abfahrten bis -5%. Der Flux simuliert hier nur Steigungen bis 10%(max 80Kg Fahrergewicht) und keine Abfahrten. Wenn man den direkten Vergleich zwischen beiden geräten hat, ist das Fahrgefühl mit dem Neo (Thema Steigungen und Abfahrten) realistischer. Wenn man nur den Flux kennt, merkt man dies aber nicht;) Zudem simuliert der Neo auch verschiedene Untergründe durch Vibrationen.
      Reaktion ist bei beiden sehr gut und sehr direkt.

      Gruß, Manuel

  • Björn E. am 29. September 2017

    Mich würde mal interessieren, "wie" laut der Flux nun tatsächlich ist!? Kann ich damit problemlos in einer Wohnung fahren und im Zimmer nebenan ist nichts zu hören?

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    • Jan am 29. September 2017

      Hallo Björn,
      bei der Lautstärke kommt es natürlich immer darauf an, womit man den Trainer vergleicht aber prinzipiell ist der Tacx Flux schon als recht leise zu bezeichnen. Nach Manuels Erfahrungen ist er allerdings lauter als der Tacx Neo, wobei die Lautstärke auch abhängig ist von der Watt Zahl die getreten wird. Bei 160-180 Watt ist der Trainer wesentlich leiser als bei beispielsweise 350 Watt.
      Ich hoffe die Antwort hilft Dir bei Deiner Auswahl.

      Viele Grüße
      Jan