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Zu Besuch bei e*thirteen in Taiwan

Christoph , Holger & Philipp 07. Januar 2017

Joel Peters, Mitbegründer der Marke e*thirteen, empfing uns im Headquarter in Taiwan und erklärte uns wie ihre out-of-the-box Produktideen Wirklichkeit werden.

Während unseres letzten Aufenthalts in Taiwan hatten wir, Holger, Philipp, Julian und Christoph, die Chance, das Taiwan-Büro von e*thirteen zu besuchen. Die Marke geht gerade mit innovativen Ideen und Produkten durch die Decke. Wir wollten deshalb wissen, was dahintersteckt, und die Macher der innovativen Parts einmal persönlich kennenlernen.

e*thirteen Taiwan

Der Eingang

e*thirteen Büro Taiwan

Das Büro

Mit dem Taxi durch Taichung

Wie so oft beginnt diese Geschichte mit der Suche. Wer schon mal in Asien Taxi gefahren ist, der Sprache nicht mächtig ist und die passende Adresse nicht in chinesischen Schriftzeichen dabei hat, wird das Problem kennen, vor dem wir in diesem Moment stehen: Der Fahrer versteht nicht, wo wir hinwollen. Nach längerer Diskussion, dank Smartphone und kurzer Suche haben wir das Büro, das tatsächlich nur 1,5 km von unserem Hotel entfernt lag, gefunden. Wären wir besser mal mit den Bikes hingefahren…

Endlich angekommen wurden wir aber direkt herzlichst von den e*thirteen Jungs und den zwei adoptierten Hunden empfangen. Man könnte meinen, dass zu einer guten Bike-Brand immer ein Hund oder in diesem Falle mehrere Hunde gehören.

Merke: je mehr Hunde, desto bessere Produkte.

Hier laufen die Fäden zusammen

Die Büros präsentieren sich supercool: schicke, moderne Einrichtung, top Kaffeemaschine und sogar ein Billardtisch sind vorhanden. So kann man doch arbeiten :-)

Joel Peters, einer der Inhaber, und Chris Costello, Mitgründer der Firma, führen uns herum und erklären die Zusammenhänge. e*thirteen hat mittlerweile mehrere Standorte, aber Taichung ist mit knapp 15 Mitarbeitern der größte. Hier kommen alle Infos zusammen, denn hier sitzt die Produktion und mit Joel auch einer der Haupt-Produktentwickler. Joel lebt daher auch dauerhaft hier. 

Joel Peters von e*thirteen im Gespräch mit Philipp, Holger und Christoph von bike-components

Joel Peters von e*thirteen im Gespräch mit Philipp, Holger und Christoph von bike-components

Wie die Produktideen zu Stande kommen

Von Bikern für Biker - wie abgedroschen und überstrapaziert dieser Claim doch mittlerweile ist. Aber er trifft hier nun mal 100%ig zu. 

Joel erklärt uns bei einem Taiwan Beer, dass die Ideen oft beim Radfahren kommen und nicht zwanghaft nach Innovationen gesucht wird. Ein Produkt wird erst dann gemacht, wenn man sicher ist, es besser zu können als andere. Hierbei geht e*thirteen immer sehr lösungs- und kundenorientiert vor. Beispielsweise haben sie mit ihrer Kassette bewiesen, dass auch ohne großes Federkleid eine große Bandbreite (9-46 Zähne) bei 11-fach möglich ist. Um solche Ziele zu erreichen, bricht e*thirteen auch gerne mit bestehenden Konventionen. Theoretisch heißt es, dass 9er Ritzel einen Polygon-Effekt hervorrufen und solche Kassetten nicht fahrbar sind. Dennoch hat e*thirteen sich dazu entschieden ein 9er Ritzel einfach mal zu testen und siehe da, in der Praxis erhält man doch ein top funktionierendes Produkt.

Fachsimpelei: Christoph (l.) und Philipp bei e'thirteen

Fachsimpelei: Christoph (l.) und Philipp bei e'thirteen

Dass e*thirteen „out of the box“ denkt und einfach mal etwas probiert, zeigt auch eindrucksvoll eines ihrer neuesten Produkte: der TRS Reifen, der unserer Meinung nach verdammt gut gelungen ist. Alleine der Versuch, einen Reifen aus dem Stand zu kreieren, unterstreicht nochmal die Innovationskraft, die in dieser Firma steckt. 

Für diese Entwicklung waren extrem viele Tests und Probeläufe notwendig. Im ersten Schritt wurden alle relevanten Reifen der Konkurrenz auf Herz und Nieren getestet. Daraufhin wurden eine erste eigene Reifen-Mold und damit die ersten eigenen Reifen von e*thirteen produziert. Diese wurden anschließend immer weiter durch Cutten, Testen, nochmal Cutten und nochmal Testen verfeinert, bis Joel endlich mit dem Profil zufrieden war.

Nun verstehen wir auf jeden Fall, warum e*thirteen so gute Produkte herstellt. Es ist die Überzeugung und die Leidenschaft, mit der hier gearbeitet wird. Mit Wagemut und einer „Einfach mal machen“-Mentalität bringt e*thirteen frischen Wind in unsere Produkt- und Markenwelt.

Beim gemeinsamen Abendessen tauschten wir uns über unsere Erfahrungen mit Spinnen im Dschungel und Radfahren in Taiwan aus.

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