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Im Test: All in Multitool - einstecken und vergessen

Jan 01. August 2018

Systemintegriert und ausgestattet mit den wichtigsten Bits, ist das All in Multitool der perfekte Begleiter auf deiner Tour. Jan hat das Werkzeug für Euch getestet.

Wer kennt es nicht? Man ist mit dem Bike unterwegs und hat ein Problem am Bike, sei es dass eine Schraube nachgezogen werden muss, oder sich bei einem Sturz der Vorbau verdreht hat. Man greift als erstes in den Rucksack und möchte das Multitool rausholen. Dann passiert es, man greift ins Leere… Da viele Mountainbiker mehr als einen Rucksack haben oder die Feierabendrunde komplett ohne Rucksack fahren, kommt es vor, dass man vergisst, essentielle Dinge wie ein Multitool ein- oder umzupacken.

An dieser Stelle setzt das vom italienischen Tüftler und Lehrer Giacomo Macoratti entwickelte Multitool von All In an. Das Tool lässt sich ohne Probleme in den meisten Hohlachsen der Kurbel verstauen und ist damit immer dabei, sofern man es denn einsteckt. Damit springt es auf den Trend der „Systemintegration“ auf, bei dem möglichst alle wichtigen Dinge am oder im Bike verstaut werden können.

Klein aber fein - das All in Multitool

Klein aber fein - das All in Multitool

Das Tool

Das Tool besteht aus dem Hauptkörper mit magnetischen Bithaltern für 6 verschiedene Bits, sowie einem schwenkbaren Kopf, der abklappbar ist, um beim Schrauben höhere Kräfte aufwenden zu können. Zusätzlich besteht die Möglichkeit noch ein Kettenschloss am Tool zu platzieren, ausgenommen SRAM 12-fach Kettenschlösser, die aufgrund ihrer Nierenform nicht in die gefräste Aussparung passen.  

Funktionen

6 Bits (Innensechskant 3,4,5,6 mm; Torx T25; Kreuzschlitz PH1) + Kettenschlosshalter

Gewicht

113 Gramm

Farben

black, blue, green, red, violet, yellow

Natürlich passen alle handelsüblichen Bits, so dass man die Ausstattung an die eigenen Vorlieben anpassen kann.  Beim Schrauben liegt das Tool sehr gut und aufgrund des Gewichts auch sehr solide in der Hand. Für die filigraneren Arbeiten kann man es am äußeren Ring fassen, der für den besseren Grip auch entsprechend gefräst ist und man sowohl mit als auch ohne Handschuhe sehr gut greifen kann.

Das Tool kann in verschiedenen WInkeln genutzt werden

Das Tool kann in verschiedenen Winkeln genutzt werden

Ganz Klassisch gerade ausgerichtet

Ganz Klassisch gerade ausgerichtet

Auch an verwinkelte Ecken kommt man dran

Auch an verwinkelte Ecken kommt man dran

Befestigung

Das Tool wird einfach in die Hohlachse der Kurbel gesteckt und dort über einen Magneten in Position gehalten. Ich selbst habe das Tool an verschiedenen Kurbeln montiert und bei keiner konnte ich etwas Negatives bzgl. des Halts feststellen. Das Tool  wurde von mir an meinen verschiedenen Bikes an einer Shimano XT und SLX Kurbel, sowie 3 verschiedenen SRAM Kurbeln (X01, X01 Eagle und Rival 1) gefahren. Selbst im härteren Enduro Einsatz blieb das Tool zuverlässig an seinem Platz und ich musste mir keine Sorgen darüber machen ob es hält.

"Selbst im härteren Enduro Einsatz blieb das Tool zuverlässig an seinem Platz."

Bei einem Sturz auf die Antriebsseite könnte es allerdings schon passieren, dass es aufgrund des Aufschlags aus der Kurbel rutscht, aber falls das der Fall sein sollte, wird man das Tool aufgrund der goldenen Farbe des Hauptkörpers auch auf dem Trail schnell wiederfinden.

Schlicht untergebracht am Titan Crosser

Schlicht untergebracht am Titan Crosser

Der Magnet hält ohne zu ruckeln

Der Magnet hält ohne zu ruckeln

Auch am MTB hält das All in Multitool

Auch am MTB hält das All in Multitool

Auch nach über 10.000 Tiefenmetern in den Dolomiten noch sicher an seinem Platz.

Das Tool sitzt auch nach 10.000 Tiefenmetern sicher am Platz.

Fazit

Das Tool ist von der Ausführung her sehr hochwertig und hervorragend zu bedienen, der einzige Wermutstropfen ist, dass die Bits leichten Flugrost ansetzen und die Optik darunter etwas leidet aber der Haltbarkeit tut dies bislang keinen Abbruch.  Besonders angenehm finde ich den schnellen Wechsel des Tools von einem zum anderen Bike. Damit konnte ich nun auch schon einige meiner Kollegen von diesem Tool überzeugen.

Ab und zu wurde ich angesprochen, weshalb ich ein Tool nutze bei dem kein Reifenheber oder kein Kettennieter dabei ist. Dazu kann ich nur sagen, dass ich bisher weder das eine noch das andere in einem Jahr Nutzungsdauer vermisst habe.  Im Zweifel oder im Rennen kann man auch schnell einen Ersatzschlauch samt Reifenheber am Rahmen montieren.

Vorteile Nachteile
Systemintegriert Setzt leicht Flugrost an
Alle wichtigen Bits enthalten und austauschbar Könnte bei Sturz rausfallen
Leicht zu verstauen Reifenheber, Kettennieter fehlen
Schneller Wechsel zu einem anderen Bike
Schönes Design
Angenehm zu bedienen
Jan, Marketing

Was sagst Du zur dieser Art der Systemintegration? Transportierst Du Dein Tool auch schon im Rad?

Jan von bike-components

Blogkommentare werden mit Vornamen und erstem Buchstaben des Nachnamens veröffentlicht.
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