Die Road Bike Bag Pro von evoc ist eine revolutionäre, hybride Reisetasche mit schlagfestem Deckel für Renn- und Triathlonräder.
Die Road Bike Bag Pro von evoc ist eine revolutionäre, hybride Reisetasche mit schlagfestem Deckel für Renn- und Triathlonräder.

Im Test: evoc Road Bike Bag Pro - der letzte Radkoffer, den Du je kaufen wirst!

Schnell verpackt, schnell wieder fahrbereit: So unkompliziert wie mit der Road Bike Bag Pro von evoc hast Du Dein Rad noch nie verpackt.

Zugegeben, mit einem Preis von 699 Euro wendet sich der evoc Road Bike Bag Pro eher an Menschen, die es mit dem Radsport ernst meinen und die häufig mit ihrer Rennmaschine verreisen. Gerade die werden aber die einfache Handhabung des evoc Road Bike Bag Pro zu schätzen wissen. Lediglich Pedale und Laufräder müssen demontiert werden. Lenker, Sattelstütze, Sattel und Schaltwerk bleiben allesamt an ihrem Platz. Das Verpacken geht superschnell und einfach von der Hand und meine persönlichen Einstellungen wie Sitzhöhe, Sattelneigung oder Lenkerposition bleiben exakt erhalten. So muss ich vor Ort nicht mit Maßband und Winkelmesser hantieren, um meine Wohlfühleinstellungen zu reproduzieren, sondern kann direkt losfahren. Gerade für Vielreisende, Bikefitter und Racer ist das ein Segen. Die Tatsache, dass wirklich nur Laufräder und Pedale demontiert werden müssen, ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal der Tasche. Dass man den Rennlenker dabei noch nicht einmal zur Seite drehen muss, ist legendär.

In wenigen Schritten zum perfekt verpackten Rennrad

Auch der restliche Packvorgang ist denkbar einfach: Mithilfe der beiliegenden Adapter werden die Ausfallenden des Bikes direkt auf dem Road Bike Stand montiert. Der Stand sorgt für Stabilität und einfache Handhabung. Das funktioniert sowohl für klassische Schnellspann- wie für moderne Steckachsen (wie an meinem Factor) in verschiedenen Breiten. Als Nächstes fixiere ich den rechten Kurbelarm mit etwas Luftpolsterfolie und ein paar Kabelbindern sicher an der Kettenstrebe. Mit dem Cockpit-Pad wird der Lenker gleichzeitig befestigt und geschützt, während die Laufräder sicher in den gepolsterten Road Bike Wheel Bags verschwinden. Dank der zahlreichen Abspanngurte mit Klickverschluss kann ich jede noch so exotische Rahmenform sicher im Koffer verankern, z. B. wenn ich mit der Aero-Maschine fliegen will. Zwei Distanzhalter sorgen für zusätzliche Stabilität. Fertig! Alles, was zum sicheren Verpacken benötigt wird, ist im Lieferumfang enthalten. Der Koffer von evoc ist die durchdachteste Tasche, die ich jemals verwendet habe.

Das Beste aus zwei Welten: Hartschale trifft Softcase

Das Road Bike Bag Pro ist ein cleverer Hybrid aus Hard- und Softcase. Anders als beim klassischen Hardcase ist nicht das gesamte Außenmaterial eine harte Schale. Für den seitlichen Schutz von Bike und Laufrädern sorgen stattdessen zielgerichtet eingesetzte Verstärkungen, Streben und Polster. Der Deckel des evoc-Koffers ist aber wie ein Hartschalenkoffer aus schlagfestem Polycarbonat gefertigt und sorgt für zusätzlichen Schutz beim Stapeln. Der feste Rahmen gibt von unten Stabilität. Im Vergleich zur kompletten Hartschale spart das Hybrid-Konzept Gewicht, ohne dass ich auf Schutz verzichten muss. So kann ich auch Airlines mit strikten Gewichtsbeschränkungen buchen oder bis zum Gewichtslimit Zubehör wie Bekleidung, Ersatzreifen, Helme, etc. im Koffer unterbringen. Außerdem lässt sich der Koffer platzsparend zusammenfalten und nimmt mir keinen wertvollen Platz in meiner Wohnung weg.

Vom Parkhaus ins Terminal: stabiles Handling dank Dreirad-Konstruktion

Flugreisen bedeuten oft lange Distanzen zu Fuß mit viel Gepäck: vom Bahnhof oder Parkhaus zum Terminal etwa. Dank seiner breiten Spur, des langen Radstands und vor allem mit dem mitgelieferten Clip-On Wheel läuft der evoc-Koffer sagenhaft stabil und leise, selbst auf Kopfsteinpflaster oder über Bordsteinkanten. Die Rollen selbst stammen aus dem Skate-Bereich und sind austauschbar. Gerade die kleine Zusatzrolle vorn finde ich großartig. Sie verbessert den „Ziehkomfort“ noch einmal deutlich. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber doch: Die kleine Transportrolle vorne sollte man vor der Gepäckabgabe abnehmen. Wer das – wie ich – vergisst, wird den Koffer wahrscheinlich ohne zurückbekommen. Er lässt sich auch ohne noch ziehen, aber mit ist deutlich bequemer. Apropos Gepäckabgabe. Der evoc-Radkoffer ist abschließbar und dabei vollständig TSA-konform. Bei Reisen in die USA muss ich also keine bösen Überraschungen befürchten, wenn Zoll oder Sicherheitsbehörden den Koffer-Inhalt überprüfen wollen. Ein Visitenkartenfach erleichtert am Flughafen von Palma zudem das Auffinden des eigenen Rades, wenn mal wieder fünf gleiche Bikebags vom Band rollen.

Das Knowhow spürt man und gibt volles Vertrauen

Ich hatte überhaupt kein schlechtes Gefühl, der evoc-Tasche auch meinen Carbon-Renner anzuvertrauen, und mein Vertrauen wurde definitiv nicht enttäuscht. Ich habe das Rad am Zielort genauso aus dem Koffer genommen, wie ich es vor Abflug hineingetan habe. Kleine Abrieb- oder Gebrauchsspuren am Bike Bag bleiben bei einer Flugreise in keinem Fall aus, das kennt man auch von hochwertigen Koffern aus dem Alltagsbereich. Auf das kleine, aber feine Zusatzrad muss man bei der Gepäckaufgabe achten. Unterm Strich hat mich der evoc aber restlos überzeugt. Man spürt einfach das jahrelange Know-how des Münchener Herstellers.

Fazit
Das Gesamtkonzept ist absolut stimmig, jedes Detail ist extrem durchdacht, die Verarbeitung makellos. Insgesamt der Bentley unter den Fahrradtaschen. Dass die persönlichen Bikefitting-Einstellungen erhalten bleiben, ist die Kirsche auf der Sahne. Wer sein Bike wirklich liebt, der nimmt den evoc-Koffer!

Fabian, Marketing