Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver
Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Kurzbesuch bei Race Face

Race Face entstand in den frühen 90ern als Hausmarke von Rocky Mountain und machte sich schnell durch innovative und qualitativ hochwertige Produkte einen Namen.

An einem schönen, sonnigen Montagmorgen hat uns Race Face eingeladen ihr Werk zu besichtigen und mit ihnen eine Runde zu biken. Jetzt ist das Werk natürlich nicht in Deutschland und auch nicht in Taiwan, sondern im schönen kanadischen Vancouver. Sprich Sachen packen, Flüge buchen, Pässe kontrollieren und ab geht’s. Unser Vorteil: Wir befanden uns schon in Kanada, somit mussten wir nur unsere Bikes auf den Pickup-Truck verladen.  

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Kurz zur Geschichte von Race Face

Race Face entstand in den frühen 90ern als Hausmarke von Rocky Mountain und machte sich schnell durch innovative und qualitativ hochwertige Produkte einen Namen. Die Turbine Kurbel war damals schon das Aushängeschild der Firma, das Design ist heute noch wiederzuerkennen.

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Durch den Input ihrer ersten gesponserten Fahrer wie Nico Vouilloz, Cedric Gracia oder John Tomac entwickelte Race Face Ende der 90er erste Carbon-Kurbeln und spezielle Freeride-Parts. Eigentlich könnte Race Face von sich behaupten, dass es ohne sie MTB-Freeride, wie wir es kennen, nicht geben würde. Eventuell kann sich der eine oder andere noch an die UFC (Ultimate Freeride Challenge) erinnern.

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Durch sie sind Fahrer wie Cam McCaul, Darren Berrecloth oder Matt Hunter erst bekannt geworden. Obwohl  Race Face immer auf den Markt gehört hat und genau die Produkte entwickelte, welche wirklich gebraucht wurden, kam es dazu, dass sie 2011 Insolvenz anmelden mussten. Zum Glück war Chris Tutton schon Teil von Race Face und hat dann die ganze Firma übernommen. Damit war die Zukunft gesichert.   

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

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Nun mussten wir das Werk/ Headquarter natürlich erstmal finden. Race Face war erst kürzlich umgezogen und wir hatten noch die alte Adresse (500 m Luftlinie, jedoch gefühlte 2 km Autofahrt entfernt).

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Das Headquarter befindet sich in einem neugebauten Gebäudekomplex. Wer den Style von Race Face kennt und schätzt, kann sich vorstellen, wie es jetzt dort aussieht.

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

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Hier wurden wir herzlichst von Devyn (International Sales Manager) begrüßt und erhielten eine kurze Führung durch die Vertrieb/Marketing- und Ingenieur-Büros. Schön war zu sehen, dass eine lockere Arbeitsatmosphäre herrschte und die Wege sehr kurz sind.

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

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Bei Race Face ist man, wie bei Chromag, auch auf den Hund gekommen: James ist ein Teil von Race Face wie jeder andere Mitarbeiter. Er läuft frei herum und kümmert sich um eine positive Arbeitsatmosphäre.  

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Nachdem uns von Devyn das HQ gezeigt worden war, konnten wir noch einen Einblick in die Fertigung der Carbon-Kurbeln erhalten. Da Race Face sein Knowhow schützen möchte, werden diese nach wie vor in Kanada hergestellt, und wir durften leider keine Bilder machen. Da genau dieses Knowhow immer mehr geschätzt wird, war Race Face gezwungen neue Maschinen zu kaufen, um den Bedarf zu decken. Einer der ausschlaggebenden Gründe für den Erfolg der Carbon-Parts ist, dass sie ausgiebig in Kanada getestet werden. Dies geschieht natürlich nicht nur auf den wahrscheinlich anspruchsvollsten Trails der Welt, sondern, wie es sich gehört, auch auf den erbarmungslosen Prüfständen. Neben den Tests auf den Prüfständen, der Produktion, dem Vertrieb und der Entwicklung wird von Vancouver auch die Distribution für Nordamerika realisiert.

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

So viel zum „Geschäftlichen“ - kommen wir nun zum Grund, warum wir alle in der Fahrradbranche arbeiten: dem Biken. Race Face - jetzt zu viert: Graham, Devyn, Sarah, James (Hund) – hatte die Idee, uns einen anspruchsvollen Trail zu zeigen. Dank der Niederschläge der letzten Tage wurde aus diesem „anspruchsvollen“ Trail ein extrem technischer, aber schneller Downhill. Selbst die Race Face Locals mussten am Ende gestehen, dass die Trails nicht nur „anspruchsvoll“ waren, sondern eher grenzwertig. Nur James hat sich nicht beschwert. Er lief uns einfach hinterher, egal wie steil und wie schnell es wurde, und kam uns dabei nie in die Quere - ein richtiger Trail-Hund.

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Nachdem wir mit den Jungs, dem Mädel und dem Hund unterwegs waren, wissen wir, warum Race Face in Vancouver entstehen musste und auch hier gewachsen ist. Race Face verkörpert mehr als jede andere Marke das Mountainbiken an der Northshore.

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Kurzbesuch bei Race Face in Vancouver

Nach einem schönen Tag auf der Darkside von Mt. Simour wurden im Ravens in der Deep Cove noch ein bis zwei Bier getrunken und Poutine gegessen (für Nicht-Kanadier, Poutin = Put It In = Pommes mit Bratensauce und Käse). Falls ihr mal in Vancouver seid: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass man im Ravens Thomas Vanderham (schaut mal in den Hintergrund) oder Wade Simmons über den Weg läuft.

Nach diesem gelungenen Tag möchten wir uns nochmal herzlichst bei Race Face bedanken! Wir kommen wieder!!