Reflektorstreifen helfen in der Dunkelheit

Im Test: GORE Wear ONE GT Active Bike Jacke

Christopher 03. März 2017

Mit 25000km in 2016 ist Christopher ein Vielfahrer und seinem Urteil kannst Du vertrauen. Was er wohl von der GORE Wear ONE hält...

Auf der Suche nach einer extrem leichten und wasserdichten Jacke, hauptsächlich für den Einsatz auf dem Rennrad, bin ich auf die Gore ONE GT Active Jacke aufmerksam geworden. Da ich schon seit Jahren mit Gore nur beste Erfahrungen gemacht habe, war die Entscheidung für den Kauf der Jacke schnell getroffen. 

Gore ONE Frontansicht

Gore ONE Frontansicht

Die Gore ONE Rückansicht

Die Gore ONE Rückansicht

Was bin ich für ein Fahrertyp?

Ich bezeichne mich selbst als Vielfahrer. 2016 bin etwas mehr als 25000 km Rennrad gefahren. Darunter auch Rennen wie den Ötztaler Radmarathon mit 238 km und 5500 hm. Auch habe ich mich durch die 1000 km Paris-Brest-Paris gequält. Ich brauche ein Jacke, die mich immer und über Stunden trocken hält und ein gutes Klimamanagement bietet. 

Christoph testet die Jacke bei Wind und Wetter

Christoph testet die Jacke bei Wind und Wetter

Größenwahl der Gore ONE

Als ich die Jacke das erste Mal in den Händen hielt, war ich über das sehr geringe Gewicht erstaunt, was ich bisher von Gore-Tex® Jacken so in der Form noch nicht kannte. Mit meinen 1,74 cm Körpergröße und 64 kg Gewicht habe ich die Gore ONE Jacke in M gewählt. In dieser Größe wiegt die Jacke 108 g. Durch das geringe Gewicht hat die Jacke ein sehr geringes Packvolumen und passt gut in meine Trikottasche.

Die Gore ONE wirkt dezent und edel

Mein zweiter Blick ging direkt auf die Oberfläche. Die Jacke ist nicht tief schwarz, der Farbton geht etwas ins Braungraue. Die Oberfläche glänzt dezent und erinnert etwas an Leder. Ich würde behaupten, die Jacke wirkt dezent und edel. Die Reflexelemente sind in Gold gehalten. Einmal an den Ärmeln und zudem noch klein an Brust und Rücken. Die Jacke hat einen durchgehenden Frontreißverschluss und eine seitliche Brusttasche. In dieser bekomme ich mein IPhone gut untergebracht. Eine Rückentasche gibt es aber nicht. 

Gore ONE Frontansicht

Gore ONE Frontansicht

Erste Anprobe der Gore ONE

Bei der Anprobe der schmal geschnittenen Jacke im Slim Fit Stil war ich von dem angenehm weichen Material überrascht. Der Tragekomfort ist super, man spürt die Jacke kaum. Der Kragen ist innen weich hinterlegt und liegt eng genug an und wirkt nicht störend. Der durchgehende Frontreißverschluss ist nochmals hinterlegt. Die elastischen Bündchen schließen gut ab. Vorne ist die Jacke für eine sportliche Sitzposition optimiert und somit natürlich recht kurz gehalten. Am Rücken ist sie etwas verlängert. Direkt nach der Anprobe stand der erste simulierte Regentest unter der Dusche an. Die Wassertropfen perlen noch viel besser ab als bei meinen bisherigen Gore-Tex® Jacken. Gore nennt die Technologie zu Recht:  Shakedry – das Wasser zieht nicht in den obersten Layer ein, sondern wird direkt abgeleitet. Man braucht nur noch die Tropfen abschütteln. Als Radfahrer bleibt man länger warm, da keine Kältebrücke durch eine nasse Oberfläche eines Bekleidungsstücks entsteht und zum Auskühlen führt. 

Reflektorstreifen helfen in der Dunkelheit

Reflektorstreifen helfen in der Dunkelheit

Erster Praxistest

Ein erster Praxistest ist bei trockenen 5° C Außentemperatur erfolgt. Als untere Layer hatte ich ein langes Unterhemd und ein Trikot an. Das war gerade noch ok. Im Vergleich zu meinen klassischen 3-Lagen Gore-Tex® Power Trail oder Alp-X Jacken merkt man schon, dass sie wesentlich dünner ist und man ggf. eine dickere Schicht drunterziehen sollte. Bei flotter Fahrt kam ich gut ins Schwitzen und die Jacke konnte ihre perfekte Atmungsaktivität unter Beweis stellen. Zu Hause angekommen war die Jacke von innen noch komplett trocken. Selbst meine Gore Softshell Produkte sind da nicht so atmungsaktiv. Mit dem Zwiebelprinzip kann man einen sehr großen Temperaturbereich abdecken. Sowohl bei 0° C und Schneeregen als auch beim Ötztaler bei 13° C und Nieselregen auf der letzten 20 km-Abfahrt hat die Jacke ihren Dienst bestens verrichtet.

Kalt und sonnig. Das Klimamanagement arbeitet super

Kalt und sonnig. Das Klimamanagement arbeitet super

Daumen hoch - Kaufempfehlung

Die Gore ONE bekommt von mir eine ganz klare Kaufempfehlung für alle Fahrer, die höchste Ansprüche an Atmungsaktivität, Wasserdichtigkeit und geringes Gewicht stellen – somit für Rennfahrer bestens geeignet.

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  • Christian E. am 15. September 2017

    erster ging schief...
    Schöne Rezension, eine Frage: wie verhält sich die Jacke, wenn man (dauerhaft) einen Rucksack trägt. An der einen oder anderen Stelle liest man, dass sie dafür nicht geeignet sei. Auf den Bildern sieht man Dich aber auch mit Rucksack.
    Danke, Christian

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    • bike-components am 15. September 2017

      Hi Christian,
      generell kann man sagen, dass Rucksäcke das Obermaterial einer Jacke beschädigen. Dir Gurte scheuern mit der Zeit so sehr am Material, dass die Jacke an den Stellen dann Wasser durchlässt. Auch mit imprägnieren bekommt man das dann nicht mehr 100%ig dicht. Es gibt aber Tage oder auch Touren, wo ich mal mit Rucksack fahre und dann den Sachverhalt ,wie oben beschrieben, in Kauf nehme. Daher die Empfehlung um die Lebenszeit der Jacke so hoch wie möglich zu halten: ohne Rucksack fahren.
      Viele Grüße

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