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3 Typen, 3 Bikes, 3T

Jonas , Sascha & Drew 28. November 2017

Wir haben drei Fahrer mit drei verschiedenen 3T Exploros ausgerüstet. Die Frage ist nun: Wie hat sich das Bike geschlagen?

Hier bei bike-components haben wir eine kleine Flotte aus drei 3T Exploro Testrädern aufgebaut. Das Grundkonzept hinter dem Exploro ist seine herausragende Vielseitigkeit. Der Rahmen ist so designt, dass er sowohl mit Straßen- als auch mit Cross- oder MTB-Bereifung ausgestattet werden kann. Ein wahrer Allrounder also! Der Hinterbau mit den kurzen Kettenstreben gibt dem Exploro unheimlich viel Wendigkeit und macht es sehr agil. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Aero Bike für den Off-Road-Einsatz.

Unsere Testräder haben wir sehr ähnlich aufgebaut, mal abgesehen von zwei unterschiedlichen Laufradsätzen und drei verschiedenen Reifen. Aber schon durch die Anpassung dieser beiden Faktoren erhält man Räder für völlig unterschiedliche Anforderungsprofile. Um sicherzugehen, dass diese sogenannten „Mixed Surface Bikes" unseren Erwartungen auch wirklich entsprechen, haben wir sie drei auch sehr unterschiedlichen Fahrertypen für zwei Wochen zum Testen gegeben. Alle drei haben die Räder für die Vorbereitung und Teilnahme an anspruchsvollen Gravelrennen genutzt. Sie haben in der kurzen Zeit viele, viele Stunden im Sattel ihrer Exploros verbracht.

Außerdem interessant

Um es klarzustellen, dies hier ist gewiss kein gewöhnlicher Biketest des 3T Exploro. Solltest Du einen solchen suchen, findest Du ihn hier. Stattdessen werden unsere drei Testfahrer Jonas, Sascha und Drew im Folgenden beschreiben, was das individuelle Setup ihres Bikes so speziell macht und was ihr Bike am besten kann. Schließlich und endlich versuchen wir die Frage zu beantworten, ob das 3T Mixed Surface Bike wirklich so vielseitig ist, wie behauptet wird.

Jonas – Der Die-Hard-Roadie

Mich findet man normalerweise auf Asphalt, auch mal auf Kopfsteinpflaster oder einer Bahn und gegebenenfalls auf der freien oder festen Rolle. Ich bin ein Rennrad-Nerd, in meinen Adern fließt Kettenöl und ich lebe Rennrad. Mein momentaner Begleiter ist ein Storck Scenero, daher war das 3T Exploro mit 27,5er Laufrädern (650B) und 47 mm WTB Horizon Reifen eine willkommene und sehr reizvolle Abwechslung. 

Jonas nach 3 Tagen Bikepacking mit seinem 3T Exploro auf 27,5 " WTB Horizon Reifen.

Jonas nach 3 Tagen Bikepacking mit seinem 3T Exploro auf 27,5 " WTB Horizon Reifen.

Ich will es vorwegnehmen, es ist ein unfassbar geiles Rad! Bis auf das Einlenkverhalten fährt es sich fast wie ein normales Rennrad. Es ist halt auf Grund der rotierenden Masse an den Reifen etwas träger, bietet dafür aber ein Extra an Komfort, welches es zum idealen Begleiter für Paris-Roubaix machen würde. Ansonsten ist es sehr agil und trotz Aero-Form sehr bequem.

Zu den Reifen - die bieten endlosen Grip auf dem Trockenen, scheuen aber den Regen und nassen Gravel. Sie sind also eher die Mario Cipollinis unter den Ballon-Pneus. Später hatte ich tatsächlich Angst, mit meinen 22 mm Conti Sprinter Tubulars den Asphalt zu zerschneiden.

Wenn ich nur ein Rad besitzen dürfte, wäre das 3T Exploro mit 650B meine erste Wahl!

Steinige Waldwege sind kein Problem für das 3T.

Steinige Waldwege sind kein Problem für das 3T.

Schotter spürt man am Lenker kaum.

Schotter spürt man am Lenker kaum.

Sascha – CX im Winter

Ich bin der Typ Fahrer, der im Winter eigentlich nur eine Art des Radfahrens kennt: wenn es entweder klirrend kalt und/oder nass und matschig ist, fahre ich ausschließlich CX. Da heißt es 40-60 Minuten CX über Wald und Wiese ballern und dann schnell wieder zurück aufs Sofa. Von Frühling bis Herbst hingegen spule ich gerne Kilometer auf meinem Storck Scenero ab oder bin mit Freunden auf dem Mountainbike unterwegs.

Sascha mit seinem Exploro auf 700c WTB Nano Reifen.

Sascha mit seinem Exploro auf 700c WTB Nano Reifen.

Überrascht hat mich die Agilität des Exploros. Das Rad will aus den Kurven raus förmlich nach vorne sprinten. Sehr positiv ist auch, dass die Reifen im Rahmen ordentlich Platz haben und sich dieser daher nicht so mit Schlamm zusetzt. Und was 7 mm ausmachen können. Mit 33er Reifen ist man im Rennen limitiert, gut dass in die 3T Luteus Carbon Fork 40 mm WTB Nanos passen. Das ist ein guter Kompromiss aus Grip und Rollwiderstand. Tubeless wird so jede Gravelpiste zur Rennstrecke.

Sandige Abfahrten sind dank 40 mm breiten Reifen kein Problem.

Sandige Abfahrten sind dank 40 mm breiten Reifen kein Problem.

Das Exploro ist der pure Spaß.

Das Exploro ist der pure Spaß.

Trotz der breiten Reifen geht jeder Tritt nach vorne.

Trotz der breiten Reifen geht jeder Tritt nach vorne.

Das Exploro fährt sich fast schon spielerisch.

Das Exploro fährt sich fast schon spielerisch.

Drew – Der Monster-Truck-Fahrer

Normalerweise schwinge ich mein Bein über ein 27,5+ Salsa Fargo und suche mir so viel Schotterpiste wie irgendwie möglich. Dabei verschwende ich wenig Gedanken an Geschwindigkeit und Agilität. Fahrspaß kommt dadurch auf, dass ich über alles einfach hinwegrollen kann. Mit dem Fargo macht das Cruisen richtig Laune. Als bc mich fragte, ob ich das 3T Exploro Carbon mit 27,5er Laufrädern und 2,1 Schwalbe Rocket Ron Bereifung ausprobieren möchte, war ich daher eher skeptisch. Würde ich in der Lage sein, meine Lieblings-Off-Road-Strecken mit der gleichen Sicherheit und ebenso viel Komfort fahren zu können wie mit meinen 3,0 Schluppen?

Drew und sein 3T Exploro mit 27,5" Laufrädern und Rocket Ron in 2,1" Breite.

Drew und sein 3T Exploro mit 27,5" Laufrädern und Rocket Ron in 2,1" Breite.

Die einfache Antwort darauf ist Ja! Das Exploro mit den Rocket Ron Reifen und den 27,5er Laufrädern ist unglaublich schnell, ohne dabei die Sicherheit von größeren Reifen einzubüßen. Dank der Sitzposition, optimiert für Race und Gravel, macht das Rad gerade bei Abfahrten und langen Steigungen viel Spaß, völlig unabhängig vom Untergrund. Ich bin mit dem Exploro über jede Art von Schotter gefahren, habe mich Waldpfade entlanggeschlängelt und bin durch Matsch und Pfützen gerauscht, ohne dass das Bike jemals unter mir weggerutscht ist oder ich das Gefühl hatte, dass es mich gebremst hat.

Die großen Reifen sind die perfekte Waffe für alles, was nicht Straße ist, sogar schmale Trails - natürlich entsprechendes Fahrkönnen vorausgesetzt. Ich habe meinem Fargo den Spitznamen Monster Truck gegeben, aber ehrlich gesagt verdient das Exploro mit den 2,1er Reifen diesen Titel mindestens genauso.

Es ist für alles gewappnet und bereit für jede Herausforderung!

Trotz losem Untergrund Grip satt.

Trotz losem Untergrund Grip satt.

Man rollt einfach über alles drüber, purer Spaß.

Man rollt einfach über alles drüber, purer Spaß.

Selbst querfeldein durchs Unterholz geht ohne Probleme.

Selbst querfeldein durchs Unterholz geht ohne Probleme.

Das Exploro hält nicht an, wenn Du es nicht willst.

Das Exploro hält nicht an, wenn Du es nicht willst.

Fazit

Drei unterschiedliche Fahrer, drei unterschiedliche Aufbauten, aber ein und dasselbe Bike. Das Exploro hält tatsächlich, was es verspricht, es ist ein wahrer Allrounder. Im Englischen auch „mixed surface machine“ genannt, kommt das Bike tatsächlich mit jedem Untergrund zurecht, von Asphalt bis Singletrack. Mit dem Wechsel der Laufräder und Bereifung hat man im Nu ein anderes Rad. Allerdings bleibt es in jeder Ausführung unheimlich agil und schnell. Es ist auf jeden Fall eines der vielseitigsten Räder auf dem Markt.

Nimm uns hier aber nicht einfach nur beim Wort, sondern komm zu uns in den Laden und probiere es selbst aus. Wir haben das Exploro als Testrad aufgebaut. Mehr dazu findest Du hier.

Jonas

Wie findest Du das 3T Exploro?

Jonas bike-components

Blogkommentare werden mit Vornamen und erstem Buchstaben des Nachnamens veröffentlicht.
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