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Im Test: Mavic Road UST – Das Tubeless-System fürs Rennrad

Stefan 10. Juli 2018

Tubeless auf dem Rennrad? Ja, Mavic macht hier alles richtig. Wie der Laufradsatz rollt, erzählt Dir Stefan.

Bei Mountainbikern und am Automobil längst etabliert, stößt der Begriff „Tubeless“ bei Rennradfahrern noch immer auf Skepsis. Dabei liegen die Vorteile der Tubeless-Technik  auf der Hand: geringeres Gewicht bei gleichzeitig erhöhter Pannensicherheit, verbesserter Traktion, Kontrolle und Fahrkomfort. Klingt gut? Ist es auch! Daher hat der französische Laufradspezialist Mavic sich nun dafür entschieden, im neuen Modelljahr alle Laufräder mit der Tubeless-Technologie „UST“ auszustatten.  

Vorteile Nachteile
Geringeres Gewicht bisher nur zwei Mavic UST-Road Reifen verfügbar
Erhöhte Pannensicherheit
Geringerer Rollwiderstand
Verbesserte Traktion
Erhöhter Komfort
Komfortabel und schnell.

Komfortabel und schnell.

 

Road UST –die Referenz für Schlauchlos am Rennrad?

„UST“ steht hier für „Universal Standard Tubeless“ und ist die Bezeichnung für Mavics Tubeless-Technologie, die erstmalig im Rennrad-Sektor ein komplettes Tubeless-System bietet, bei dem Laufrad und Reifen zusammen entwickelt wurden. Das sorgt zum einen dafür, dass eine exakte Passung zwischen Felge und Reifen gewährleistet wird und zum anderen, dass die Vorteile des Systems durch die Harmonisierung von Felge und Reifen maximiert werden. Gerade hohe Reifendrücke am Rennrad machten es bisher schwer, die Reifen auf Dauer abzudichten. Mavic löst das mit einer überdurchschnittlich exakten Felgenfertigung und einer sehr steifen Reifenwulst aus Kevlar, die keine Luft zwischen Felge und Reifen entweichen lässt.  Mavic schafft somit ein Referenzprodukt für alle Rennradfahrer, von welchem ich mich in den letzten Wochen selbst überzeugen konnte – ich bin ab sofort begeisterter Tubeless-Fahrer am Rennrad!

Mein Test-Laufradsatz: Mavic Ksyrium Pro UST WTS

Da ich ein Fan leichter, reaktionsfreudiger Aluminium-Laufradsätze bin, habe ich für das Testen des UST-Systems den Mavic Ksyrium Pro UST WTS Laufradsatz ausgewählt.

Mit 1420 g ohne Reifen und 1940 g samt Mavic Yksion Pro UST Reifen in 25 mm ist der Klassiker in Mavics Portfolio genau das Richtige Laufrad für mich. Stabil, leicht und schnell!

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Laufradsatz an sich noch die beiden Schnellspanner, vormontiertes Tubeless-Felgenband, ein Spacer, zwei Yksion UST Reifen, zwei Multifunktionswerkzeuge, zwei UST-Ventile und natürlich die Tubeless Milch inkl. Spritze für beide Laufräder. Also alles dabei – Kassette montieren und los geht’s!

Der "Universal Tubeless Standard"

Der "Universal Tubeless Standard"

Keine Sorgen mehr um Schläuche machen.

Keine Sorgen mehr um Schläuche machen.

Das Tubeless setup war sehr leicht.

Das Tubeless setup war sehr leicht.

Außerdem ein schöner, cleaner Look.

Außerdem ein schöner, cleaner Look.

Ein Problem mit der Haltbarkeit gibt es nicht.

Ein Problem mit der Haltbarkeit gibt es nicht.

Dicht in Sekundenschnelle

Die Montage geht schnell und einfach: Felgenbänder, Ventile und Reifen sind schließlich bereits vormontiert. Somit schraubt man nur noch die Ventileinsätze aus den Ventilen heraus und füllt die Dichtmilch mit der mitgelieferten Spritze in die Reifen. Für die richtige Menge gibt Mavic eine Empfehlung von 30 ml pro Laufrad an. Anhand der Messskala auf der Flasche, kann man so genau die Menge bestimmen. Danach werden die Ventileinsätze wieder eingeschraubt, die Reifen aufgepumpt, eine Kassette montiert und schon sind die Laufräder einsatzbereit.

Nach dem Aufpumpen sollte man das ganze Laufrad einmal drehen, damit sich die Milch verteilen kann.

Und Achtung beim Aufpumpen - Hier gibt Mavic einen Maximaldruck von 7 Bar an, mehr ist jedoch keineswegs nötig bei Tubeless-Systemen. Die Zeiten wo Rennradfahrer also mit Luftdrücken jenseits der 8 Bar unkomfortabel daher rollten sind also vorbei! Viele werden sich jetzt bestimmt die Frage stellen, wie lange die Tubeless-Milch im Reifen fahrbar ist? Hier gehen die Meinungen auseinander, flüssig bleibt die Milch aber mindestens drei Monate. Danach sollte man die Milch nachfüllen, wenn man weiterhin die volle Pannensicherheit genießen möchte. 

Auch auf schlechten Straßen machen die Laufräder eine super Figur.

Auch auf schlechten Straßen machen die Laufräder eine super Figur.

Schnell, sicher & komfortabel

Nach der Montage ging es sofort auf eine Probefahrt durch die nahegelegene Eifel. Schon nach kurzer Zeit vermittelt das UST-System Sicherheit, der Grip und die Traktion sind hervorragend und „trotz“ der für Rennradfahrer ungewohnten 6,5 Bar rollen die Reifen sehr schnell.  Ich war wirklich überrascht, wie positiv sich die Umstellung auf Tubeless auf das Fahrgefühl und die Performance auswirkt. Ich hatte das Gefühl nichts verloren zu haben, dafür jedoch eine Menge Komfort und Sicherheit gewonnen zu haben.

Das Fahrgefühl ist komfortabler, der Speed und (Kurven-)Grip sind jedoch voll da!

Nach der ersten Fahrt hieß es dann, Fahrrad einpacken und auf nach Spanien. Ich war gespannt, wie sich die Laufräder und das Tubeless-System auf langen Strecken und „schlechten“ Straßen mit einigen „Gravel“-Sektoren schlagen werden.  Und hier hat das UST-System seinen für mich größten Vorteil ausgespielt. In 700 km auf teils sehr schlechten Straßen, scharfkantigem Schotter und dem ein oder anderem unvorhersehbaren Schlagloch habe ich es wirklich drauf angelegt, hatte aber nicht einen Defekt. Woran das liegt? Ganz klar an der Dichtmilch, denn nach der Tour konnte ich genau sehen, wo kleinere Löcher verschlossen wurden.

UST ist der Road Standard.

UST ist der Road Standard.

Ich werde wohl erstmal nicht mehr auf Schläuche wechseln.

Ich werde wohl erstmal nicht mehr auf Schläuche wechseln.

Wozu noch einen Schlauch?

Nach meinem Test bin ich wirklich überrascht, wie gut und unkompliziert der Umstieg auf Tubeless geklappt hat. Selbst als Tubeless-Neuling wie mich, stellte die Montage keine Probleme dar und ging einfach von der Hand. Das Fahrverhalten spricht für sich – sicher, komfortabel und keinen Deut langsamer als ein Setup mit Schlauch, wieso auch? Der Rollwiderstand ist erwiesenermaßen geringer. Meiner Meinung nach wird sich die Tubeless-Technologie auf kurz oder lang durchsetzen und im Rennradbereich die gleiche Akzeptanz finden wie bei den Mountainbikern. Mavic zeigt der Konkurrenz mit der gesamten Umstellung auf das UST-System die Zukunft und für mich ist die definitiv schlauchlos!

Stefan

Würdest Du die Mavic UST Laufräder testen?

Stefan

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  • Nik O. am 24. Juli 2018

    25-28mm sind mir persönlich zu schmal für Allerweltsstraßen. Ich fahre nach Jahren Schwalbe Maraton Extreme(42mm, 485g, so gut wie nie Platten bei 4-6bar) Panaracer 32mm "GravelKing" und das Cyclocross-Pendant "CG/CX". Nach zwei Löchern und drei Snakebites in einer Saison werde ich bei nächster Verschleißgelegenheit definitiv die Reifen und Felgen auf Tubeless wechseln.
    Meine Frage:
    Benötigt man zuhause bei der Tubeless-Montage für Reifenbreiten vom 32mm aufwärts bis 50mm für den schnellen hohen Druck extra einen Kompressor, so etwas wie den "Tire Booster" von Schwalbe (oder alternative die Tankstelle) oder reicht eine große Standpumpe wie die Airmenius aus? Oder gerade kleinhubige Rennradpumpen wie der Rennkompressor?
    Was sind Eure Erfahrungen?
    Freundliche Grüße,
    Nik

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    • Armin M. W. am 24. Juli 2018

      Ich habe die Mavic Yksion Pro UST 25mm und 28mm Reifen auf Mavic Ksyrium Elite UST Laufrädern bisher immer (!) mit einer normalen Standpumpe aufgepumpt bekommen, sowohl beim 1. mal als auch bei späterer wiederholter Demontage/Montage. (Ohne den Ventil-Kern zu entfernen, ohne jedesmal neues Felgenband einzukleben, die Dichtmilch bereits drin.)

      Die Schwalbe Pro One 25mm tubeless Reifen bekomme ich hingegen nur im Neuzustand bei der allerersten Montage und auch nur mit neuem Felgenband mit der Standpumpe aufgepumpt auf meinen DT Swiss RR21 DiCut Laufrädern.

      Bei wiederholter Demontage/Montage der bereits benutzten Schwalbe Pro One muss ich dann immer (!) zum elektrischen Kompressor greifen (Güde 190/08/6, knapp €100) und jedes (!) mal vorher das geklebte Felgenband erneuern, und die Reifen zunächst einmal mit entferntem Ventil-Kern aufpumpen, dann den Ventil-Schaft mit dem Finger zuhalten und schnell den Ventil-Kern einschrauben, ohne dass zu viel Luft entweicht.

      Schwalbe hat eine Tabelle, wo sie darstellen, auf welchen Felgen ihre Schwalbe Pro One wie aufwändig zu montieren sind, insbes. bzgl. Standpumpe vs. elektr. Kompressor: https://www.schwalbe.com/de/tubeless-technology.html

      P.S.: warum muss ich die tubeless Reifen gelegentlich demontieren? Statt immer nur alle 2-3 Monate Dichtmilch nachzufüllen, wische ich lieber vorher die eingetrocknete, verklumpte, alte Dichtmilch vorher aus. Außerdem habe ich manchmal so große Schnitte/Durchstiche im Reifen, dass die Dichtmilch überfordert ist. Dann wird der Reifen nicht mehr dicht bzw. würde nur noch dicht bleiben, wenn ich mit viel zu niedrigem Druck fahren würde. In diesen Fällen muss ich unterwegs das TL-Ventil entfernen und einen normalen Schlauch einziehen, um weiterfahren zu können. Zuhause demontiere und reinige ich den Reifen innen an der Stelle des Schnitts/Durchstichs und klebe (bzw. vulkanisiere) von innen einen normalen Tip-Top Schlauch-Flicken gegen den Schnitt/Durchstich. Habe auch schonmal dünne selbstklebende Flicken verwendet, die kleben auch gut, wenn man die Stelle gründlich gereinigt hat, bspw. mit (korrosivem!) Bremsenreiniger, den man aber nur tropfenweise dosiert.

    • Armin M. W. am 24. Juli 2018

      Ich kann noch ergänzen, dass ich auf meinem CX Bike die 33mm Schwalbe X-One und die 40mm Schwalbe G-One auf den DT Swiss TLR Laufrädern jedesmal ohne den elektrischen Kompressor, nur mit der Standpumpe, ohne das Felgenband erneuern oder den Ventil-Kern entfernen zu müssen, aufgepumpt bekomme, auch bei wiederholter (De-)Montage.

    • bike-components am 25. Juli 2018

      Leider ist jeder Reifen, auch bei gleichem Model etwas anders zu montieren. Man kann nicht pauschal sagen, diese Model lässt sich immer mit der Standpumpe montieren.

      Es kann gut funktionieren, muss aber nicht. Ich würde, wenn du keinen Kompressor mit min. 50L Kessel und einer Ansaugleistung von ca. 280L/Min hast, einen TireBosster nehmen.

      https://www.bike-components.de/de/Schwalbe/Tire-Booster-Tubeless-Inflator-p61908/

      oder:

      https://www.bike-components.de/de/Topeak/JoeBlow-Booster-Standpumpe-p54683/

      Hiermit bekommst du jeden Reifen sauber auf der Tubelessfelge montiert.

      Gruß, Markus

    • bike-components am 25. Juli 2018

      @Armin M.W.

      Jeder Reifen lässt sich unterschiedlich montieren. Je straffer der Reifen auf der Felge sitzt, des so einfacher lässt er sich dann mit der Standpumpe auf die Felge bringen.
      Die Reifen dehnen sich mit der Zeit etwas und lassen sich dann etwas schwerer auf die Felge bringen. Hier hilft dann der Kompressor oder ein TireBooster.

      Ein Muss ist die Demontage nicht. Wenn man jedoch immer nur frische Dichtmilch nachfüllt, sammeln sich mit der Zeit sehr viele Klumpen im Reifen. Bei den höheren Drücken im RR Reifen kommt die Dichtmilch natürlich eher an ihre Grenzen als im Mtb mit ca. 2 Bar.

      Da nachträglich einbringen eine Flickens ist kein Problem. Ich würde aber trotzdem vorsichtig sein, wenn der Schnitt im Reifen sehr groß ist. In diesem Fall würd ich lieber einen neuen Reifen nehmen. Ein Reifenplatzer bei der Fahrt kann schmerzhaft werden.

      Gruß, Markus

  • Armin M. W. am 22. Juli 2018

    Ich bin auch begeistert von den Mavic Yksion Pro UST Reifen (zunächst 25mm, jetzt 28mm) auf den Mavic Ksyrium Elite UST Laufrädern, die ich seit knapp 1 Jahr tubeless fahre.

    Gefällt mir insbesondere noch viel besser als die Schwalbe Pro One Reifen (25mm) auf den DT Swiss RR21 DiCut Laufrädern, die ich bereits seit ca. 3 Jahren tubeless fahre.

    Zwischendurch hatte ich auch mal Hutchinson Fusion5 AllSeason tubeless (25mm) auf den DT Swiss RR21 DiCut als Winterreifen - waren recht zuverlässig, aber nicht so schnell. (Die Mavic UST Reifen werden von Hutchinson gefertigt!)

    Jetzt frage ich mich, ob ich die Mavic Yksion Pro UST Reifen auch auf den DT Swiss RR21 DiCut Laufrädern fahren darf/kann, oder ob die Mavic UST Reifen nur für Mavic UST Felgen zugelassen/empfohlen sind?

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    • bike-components am 24. Juli 2018

      Hallo Armin,

      du kannst die UST Reifen auch auf einer Tubeless Felge fahren. Hierbei solltest du aber wie bei einem normalen Tubeless Aufbau direkt eine Dichtmilch verwenden.

      Die Felge wird weiterhin mit einem Dichtband und den passenden Tubeless Ventilen vorbereitet.

      Die Dichtmilch ist notwendig, da die Tubeless Felge im Übergang vom Reifen zur Felge, nicht so gut abdichtet wie die UST Felge mit dem UST Reifen. Hier hilft dann die Dichtmilch.

      Gruß, Markus

    • Armin M. W. am 24. Juli 2018

      Danke für den hilfreichen Kommentar. Ich fahre meine tubeless Reifen ja grundsätzlich mit Dichtmilch, daher stellt es für mich keine gravierende Einschränkung dar, wenn die Mavic UST-Reifen auf einer DT Swiss TLR-Felge nur mit Dichtmilch gut abdichten.

      (Ich werde allerdings die abwertenden Blicke & Kommentare der "Style-Police" ertragen müssen, wenn ich Mavic-Reifen auf einer DT Swiss Felge fahre ;-)

  • Armin M. W. am 22. Juli 2018

    Ich bin auch begeistert von den Mavic Yksion Pro UST Reifen (zunächst 25mm, jetzt 28mm) auf den Mavic Ksyrium Elite UST Laufrädern, die ich seit knapp 1 Jahr tubeless fahre.

    Gefällt mir insbesondere noch viel besser als die Schwalbe Pro One Reifen (25mm) auf den DT Swiss RR21 DiCut Laufrädern, die ich bereits seit ca. 3 Jahren tubeless fahre.

    Zwischendurch hatte ich auch mal Hutchinson Fusion5 AllSeason tubeless (25mm) auf den DT Swiss RR21 DiCut als Winterreifen - waren recht zuverlässig, aber nicht so schnell. (Die Mavic UST Reifen werden von Hutchinson gefertigt!)

    Jetzt frage ich mich, ob ich die Mavic Yksion Pro UST Reifen auch auf den DT Swiss RR21 DiCut Laufrädern fahren darf/kann, oder ob die Mavic UST Reifen nur für Mavic UST Felgen zugelassen/empfohlen sind?

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  • Tobias W. am 19. Juli 2018

    Ich bin ebenafalls überzeugter Tubeless-Fahrer. Angefangen beim Mtb, weitergehend beim Rennrad. Montiert sind Schwalbe Pro One (25mm). Ich habe vor kurzem sogar die Erfahrung mit einem etwas größerem Schnitt im Reifen gemacht, der sich nicht mehr selber abdichten konnte. Hierzu habe ich das MaXalami, welches ich als Notfallset fürs Mtb dabei habe, ausprobiert. Auch wenn ich vor dem ersten Mal "MaXalami einstechen", beim Rennradreifen etwas ängstlich war. Und tatsächlich, auch beim Rennradreifen funktioniert es wunderbar.Luftverlust während des Einschnittes und dem Flicken, unter 1bar.

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    • Rainer am 19. Juli 2018

      Hi Tobias,

      das klingt doch echt super. Ich hätte nicht gedacht, dass Maxalami auch bei solch hohen Drücken funktiniert. Ein weiterer Pluspunkt für Tubeless :)

      Gruß, Rainer

  • Sebastian D. am 14. Juli 2018

    Ich habe mir bereits letzten Herbst einen Satz Mavic Alu-Räder zugelegt um meine Carbonlaufräder im Winter zu schonen. Da ich schon seit 2014 ausschließlich tubeless unterwegs bin war das auch eine ganz klare Vorgabe beim Kauf. Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie du sie in deinem Artikel ebenfalls beschrieben hast. Die Pannensicherheit ist top, ich habe seit dem Unstieg nie wieder einen Platten gehabt. Ich habe sogar die Mavic Dichtmilch bei meinem neuesten Rad benutzt weil die mitgelieferte Milch nicht so dichten wollte wie sie sollte. Mit der Mavic Milch war das Thema sofort durch und alles dicht.
    Für mich gibt es keine Alternative zu einem tubeless Setup beim Rennrad. Der Aufwand hält sich aus meiner Sicht sehr in Grenzen ... ich kann lieber 2x im Jahr die Milch erneuern als regelmäßig neue Schläuche einzuziehen.

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    • Rainer am 17. Juli 2018

      Hallo Sebastian,

      danke für deine ausführliche geschilderten Erfahrungen. Da weiß jemand, was er will :)

      Ich wünsch dir viel Spaß bei dem tollen Wetter!

      Gruß Rainer

  • Mathias S. am 13. Juli 2018

    Hallo Stefan,
    ich habe schon vor 7 bis 8 Jahren angefangen, mit TL beim RR zu experimentieren. Damals war die Auswahl noch sehr begrenzt. Alles, was man benötigte, bekam man nur im Bike-Bereich. Da TL nur im Verbund funktioniert (Laufräder und Reifen müssen aufeinander abgestimmt sein), waren meine Versuche mit Standardfelgen und normalen Reifen zum Scheitern verurteilt. Damals hatte ich nur versucht, die Felgenlöcher mit speziellem Felgenband abzudichten. Ich nahm auch keine Latex-Milch, sondern ein Pannengel, was auf Wasserbasis hergestellt wird (Terra-S). Mit dem Pannengel arbeite ich auch heute noch. Terra-S härtet erst nach etwa 7 Jahren aus. 1x/Jahr kann man es mit etwas Wasser wieder auffrischen, um den Verdunstungsverlust auszugleichen. Man kann es auch so lassen. Die Latexmilch jedoch „dümpelt“ als Klumpen im Reifen herum, die Unwucht ist deutlich auszumachen. Ein Nachfüllen mit neuer Milch bewirkt nur, dass die Pannendichtigkeit wieder aktiv ist, der alte Milchklumpen jedoch bleibt hart.
    Da ein Nachrüsten bestehender Laufräder und Reifen auf TL nicht funktioniert, ist für mich TL zu teuer. Auch das Gewichtsargument sticht nicht: Ein Yksion Pro UST wiegt in 25-622 260gr., mit Dichtmilch 290gr., mit TL-Ventil 300gr. Ein Conti 4000 S II in 25-622 wiegt 225gr., ein mittelschwerer Schlauch inkl. Ventil kommt auf 80gr., also zusammen 305gr. Dazu kommt, dass ein TL-Felgenband immer schwerer ist als ein Standardfelgenband. Beides zusammen wiegt also exakt gleich viel. Wenn ich jetzt im TL-Reifen den alten Latexklumpen nicht entferne sondern immer nur neue Milch nachfülle, wiegt dieser nach einigen Nachfüllungen schon deutlich mehr als der Standard ohne TL.
    Ich habe für mich nun folgende Lösung entwickelt: Ich fahre Leichtbutyl-Schläuche (z.B. Conti Race Light oder Schwalbe Nr. 20) mit Terra-S (40gr./Schlauch). Dazu Conti GP 4000 II in 23-622 mit 9bar. Das brauche ich einfach, um eine Rückmeldung von der Straße zu bekommen. Mit Latexschläuchen bin ich fertig, die sind mir in der Montage viel zu empfindlich. Ich komme auf 15.000km im Jahr.
    Ich würde mir wünschen, dass Ihr von BC auch Pannengele auf Wasserbasis wie Terra-S führen würdet, die vor Allem bezahlbar sind. Das Shimano SM-WHSL Reifendichtmittel ist unbezahlbar (300gr. für 20€!), das TT Seal ist auch nicht wirklich günstig (8€ für 250gr., 1l für 25€). Ich kaufe bisher mein Terra-S 950ml für 13€ bei Westfalia. Mit dem Pannengel versorge ich alle Räder, egal ob Trekking, RR, Bike etc. Mit Latexmilch würde ich nicht arbeiten wollen (DocBlue, Conti RevoSealant, Stans No Tubes etc.), weil es aushärtet und somit nur für eine kurze Zeit nutzbar ist. Danach muss man nachfüllen. Und das Ganze kostet Zeit und vor allem Geld.
    Geren können wir uns weiter zu diesem Thema austauschen. Meine Mail-Adresse ist: mack_sturm@yahoo.de
    Mathias Sturm

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    • Rainer am 17. Juli 2018

      Hallo Mathias,

      wie ich sehe, hast du dich wirklich schon extrem gut mit dem Thema auseinandergesetzt. Da kann ich nicht mithalten :)Ich werde deinen Vorschlag gerne hier mal in´s Gespräch bringen.

      Bis dahin und weiterhin gute Fahrt!

      Gruß Rainer

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