Svenja aus dem bc Produkt Management liegt warm eingepackt in ihrem Deuter Schlafsack in einem VAUDE Zelt.
Svenja aus dem bc Produkt Management liegt warm eingepackt in ihrem Deuter Schlafsack in einem VAUDE Zelt.

Bikepacking-Schlafsäcke: Schlafen wie eine Mumie

Beim Kauf eines Schlafsacks gibt es einiges zu beachten. Geringes Gewicht, Komforttemperatur, Kunstfaser oder Daune. Eine Einführung in Schlafsäcke.

Neben der passenden Isomatte  ist der Schlafsack ein wichtiger Bestandteil des Schlafsystems für Deine Bikepacking-Tour. Wie sich die verschiedenen Füllmaterialien voneinander unterscheiden, wie wichtig das Gewicht ist und was den richtigen Bikepacking-Schlafsack für Dich ausmacht, zeigen wir Dir in unserer Kaufberatung.

Rainer und Svenja von bc fahren mit ihren bepackten Bikes über einen Waldweg. Es ist sonnig.
Rainer und Svenja von bc fahren mit ihren bepackten Bikes über einen Waldweg. Es ist sonnig.

Klein, leicht und trotzdem warm: Du stellst hohe Anforderungen an Deinen Bikepacking-Schlafsack? Wir auch!

Christian aus dem bc Service packt seine Isomatte zusammen. Im Vordergrund steht sein Zelt, im Hintergrund steht sein Fahrrad.
Christian aus dem bc Service packt seine Isomatte zusammen. Im Vordergrund steht sein Zelt, im Hintergrund steht sein Fahrrad.

Welche Anforderungen der optimale Bikepacking-Schlafsack genau erfüllen muss, erfährst Du hier.

Was muss ein Bikepacking-Schlafsack können?

Schlafsäcke gibt es für jede denkbare Anwendung: vom Vanlife bis zur Hochgebirgsexpedition. Wir konzentrieren uns auf Schlafsäcke, die beim Bikepacking brillieren, aber auch für Trekkingtouren oder den Campingurlaub taugen. Was macht also einen guten Bikepacking-Schlafsack aus?

Geringes Packmaß

Selbst mit einem kompletten Taschen-Set-up ist der Platz beim Bikepacking begrenzt. Besonders dann, wenn Du längere Touren bei kaltem und / oder nassem Wetter planst. Je kleiner sich der Schlafsack verpacken lässt, desto mehr Freiraum hast Du mit Deinem restlichen Gepäck.

Niedriges Gewicht

Das Gewicht ist für Bergsportler:innen alles, beim Bikepacking ist es im Vergleich nicht ganz so wichtig. Schließlich trägst Du die Last hier nicht an Deinem Körper, sondern am Rad. Trotzdem profitierst Du natürlich auch bei einem Bikepacking-Schlafsack von einem möglichst geringen Gewicht, denn jedes Gramm weniger am Rad erhöht Deinen Fahrspaß. Und vielleicht willst Du den Schlafsack ja doch auch mal im Rucksack durch die Welt schleppen?

Ein passender Temperaturbereich

Ein Ultraleicht-Schlafsack mit Minipackmaß bringt Dir nichts, wenn Du ständig frierst. Der Temperaturbereich sollte unbedingt zur Anwendung passen.

Robustheit

Let’s face it! Auch mit wasserdichten Packtaschen kann Bikepacking ein ziemlich schmutziges und nasses Vergnügen werden. Je weniger Du Schönwetter-Pilot:in bist, desto mehr solltest Du auf die Robustheit Deines Schlafsacks achten, auch wenn das bedeutet, etwas mehr Packmaß und Gewicht in Kauf zu nehmen.
Svenja aus dem bc Produkt Management nimmt ihren Schlafsack aus ihrer Satteltasche.
Svenja aus dem bc Produkt Management nimmt ihren Schlafsack aus ihrer Satteltasche.

Trotz großem Taschen-Setup, ist der Platz für Ausrüstung beim Bikepacking begrenzt. Ein Schlafsack mit geringem Packmaß schafft Freiraum für weiteres Gepäck. © bc GmbH

(K)eine Frage: Mumien- oder Deckenschlafsack

Es gibt Decken- und Mumienschlafsäcke. Für Outdoor-Anwendungen hat die Mumie entscheidende Vorteile: Indem sie bei Bedarf nur ein kleines Sichtfenster freilässt und den Kopf umschließt, reduziert die Mumienkonstruktion den ansonsten sehr hohen Wärmeverlust über den Kopf. Für Dreijahreszeiten- oder Winternutzung und als Allrounder führt am Mumienschlafsack deshalb kein Weg vorbei. Für sommerliche Grammfuchser:innen auf Rekordjagd kann der Deckenschlafsack eine, wenn auch hoch spezialisierte, Alternative sein.

Daune oder Kunstfaser: eine Grundsatzentscheidung

In Schlafsäcken kommen in der Regel Füllungen entweder aus Daune oder Kunstfaser (z. B. Primaloft) zum Einsatz. Beide Füllmaterialien haben zunächst die gleiche Aufgabe: Zwischen bzw. in den Fasern entsteht ein temperaturstabiles Luftpolster. Dieses Luftpolster isoliert Deine Körperwärme von der Umgebungskälte. Je größer und stabiler dieses Luftpolster ist, desto besser. Deshalb isoliert Dein Schlafsack auch dort am wenigsten, wo Du das Füllmaterial komprimierst. Dazu findest Du weiter unten noch mehr in den Kapiteln

Daune

Im Verhältnis von Isolationsleistung zu Gewicht und Packmaß ist die Naturfaser nicht zu schlagen. Bei gleichem Gewicht und Packmaß sind Daunenschlafsäcke wärmer als ihre Kunstfaserpendants beziehungsweise bei gleicher Isolationsleistung kleiner verpackbar und leichter. Verwendet wird robuste Enten- oder noch höherwertige Gänsedaune. Für die Wärme eines Daunenschlafsacks sind Füllmenge (in Gramm) und Bauschkraft (engl. Fillpower, gemessen in CUIN: cubic inches per ounze) der Daune entscheidend. Für beide Kennziffern gilt: je höher, desto wärmer. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist das Mischungsverhältnis von Daune und Feder. Je höher der Daunenanteil, desto wärmer ist die Füllung bei gleichem Gewicht. Ab 90/10 aufwärts (entspricht 90 % Daune, 10 % Feder) ist sehr hochwertig. Daune kann pro Gramm Eigengewicht extrem viel Feuchtigkeit aufnehmen. Das sorgt für einen sehr hohen Schlafkomfort, da Du Dich nicht „schwitzig“ fühlst. Allerdings fällt Daune ab einer gewissen Feuchtigkeitsaufnahme zusammen. Dadurch verliert sie große Teile ihrer Isolationsfähigkeit. Schweiß, Atemluft oder Kondenswasser allein können einer hochwertigen Daunenfüllung wenig anhaben, Regen ist aber in jedem Fall ein Problem. Einige Hersteller begegnen der Feuchtigkeitsempfindlichkeit mit einer wasserabweisenden Ausrüstung der Daune selbst, ähnlich wie etwa bei Jacken. Alle Daunenschlafsäcke im bc-Sortiment sind mit Daunen gefüllt, die aus tierschutzgerechter Haltung stammen, also mit dem sog. Responsible Down Standard (RDS)  zertifiziert sind. Bei guter Pflege halten Daunenschlafsäcke nahezu ewig und sind sogar langlebiger als solche mit Kunstfaserfüllungen.

Kunstfaser

Die meisten Kunstfaserisolationen sind sog. Hohlfasern, die dem Fell des Eisbären nachempfunden sind. Das isolierende Luftvolumen steckt also in der Faser selbst. Die Kunstfasern werden meist, aber nicht ausschließlich, in Form von Matten verarbeitet. Eine relativ neue Entwicklung sind Kunstfasern, die – ähnlich wie Daune – lose in Kammern verarbeitet werden. Kunstfaserschlafsäcke sind sehr robust, einfach zu waschen, weitgehend unempfindlich gegen Feuchtigkeit und wärmen auch noch im nassen Zustand, der trotzdem unbedingt vermieden werden sollte. Sie sind zudem durch den Verzicht auf tierische Produkte vegan und meist kostengünstiger als Daunenschlafsäcke. Für Temperaturen weit unter null Grad sind Kunstfaserschlafsäcke jedoch nur noch eingeschränkt geeignet. Die benötigte Füllung ließe ihr Packmaß auf 20 Liter und mehr hochschnellen.

Unser Tipp zu „Daune oder Kunstfaser?“:
Wenn Du auf minimales Packmaß und Gewicht setzt oder häufig bei Minustemperaturen unterwegs bist, greife tendenziell eher zur Daune. Erwartest Du viel Feuchtigkeit, verzichtest gern auf das schützende Zelt oder willst den Schlafsack oft waschen (Kinder!), dann sieh Dich zuerst bei modernen Kunstfasern um.

Komfort, Limit, Extrem: So liest Du die Temperaturangaben richtig

Für Outdoor-Schlafsäcke werden meist drei Temperaturwerte ausgewiesen (gemäß EN 13537): Komfort-, Limit- bzw. Grenztemperatur und Extremtemperatur. Um diese Werte zu ermitteln, werden normierte Puppen, die in Größe, Gewicht und Körperfett jeweils einen mitteleuropäischen Durchschnittsmann bzw. eine Durchschnittsfrau abbilden sollen, zunächst auf Körpertemperatur erwärmt. Im Schlafsack, auf einer Isomatte liegend, wird dann in einer standardisierten Klimakammer der Wärmeverlust gemessen. Warum der ganze Aufwand? Weil Temperaturempfinden absolut subjektiv ist und neben der Person selbst auch von äußeren Faktoren wie Ermüdung, Ernährung, Luftfeuchtigkeit, Windchill und vielem mehr abhängt. Das Messverfahren soll sich einem durchschnittlichen Temperaturempfinden so gut es geht annähern.

Die abgeleiteten Werte liest Du wie folgt:

Komforttemperatur: Die Temperatur, bei der die Normfrau (160 Zentimeter, 60 Kilogramm) gerade noch nicht friert und bequem schläft.
Limit- bzw. Grenztemperatur: Die Temperatur, bei der der Normmann (173 Zentimeter, 70 Kilogramm) gerade noch nicht friert und bequem schläft.
Extremtemperatur: Die Temperatur, bei der die Normfrau (160 Zentimeter, 60 Kilogramm) mindestens sechs Stunden lang im Schlafsack überlebt. Punktuelle Erfrierungen sind möglich. 
Eine normierte Puppe liegt in einem VAUDE-Schlafsack in einer standardisierten Klimakammer des VAUDE Test-Centers. Es wird der Wärmeverlust der Puppe gemessen.
Eine normierte Puppe liegt in einem VAUDE-Schlafsack in einer standardisierten Klimakammer des VAUDE Test-Centers. Es wird der Wärmeverlust der Puppe gemessen.

Komfort-, Limit- und Extremtemperatur eines Schlafsacks werden unter standardisierten Bedingungen, wie hier im hauseigenen Test-Center von VAUDE, ermittelt. © bc GmbH

Für die Kaufentscheidung spielen nur Komfort- und Limitwerte für Dich eine Rolle. Neigst Du zum Frieren, orientiere Dich in jedem Fall am Komfortwert. Bist Du weniger kälteempfindlich, schau in Richtung Limitwert. Der Extremwert ist nur für Expeditionen und Alpinismus von Bedeutung, wo der Schlafsack buchstäblich das Überleben bis zum möglichen Eintreffen von Rettungskräften bestimmt. Ansonsten taugt er nur für den Stammtisch.

Die Komforttemperatur erreichst Du in der Regel mit geschlossener Kapuze und Wärmekragen. Schlafsäcke mit einem Komfortbereich bis ca. 10 °C werden auch Sommerschlafsäcke genannt, solche mit einem Komfortbereich bis um 10 °C Dreijahreszeitenschlafsäcke und dicke Tüten mit Komforttemperaturen deutlich im Minusbereich Winterschlafsäcke.

Unser Tipp zur Temperaturwahl:
Schätze Deine Schlafsacknutzung realistisch ein und kaufe nicht aus falschem Sicherheitsbedürfnis Deinen Schlafsack viel zu dick und warm. Das kostet nicht nur Geld, Packmaß und Gewicht, sondern auch Schlafkomfort durch starkes Schwitzen. Orientiere Dich am besten an Deiner Regelanwendung und rechne etwas Reserve ein. Wenn es doch mal etwas kälter wird, gibt es Möglichkeiten, Schlafsäcke noch etwas zu „tunen“. Mehr dazu haben wir für Dich im Kapitel

Größe und Passform des Schlafsacks

Im eben beschriebenen Normmessverfahren haben eng geschnittene Schlafsäcke Vorteile: Die Normpuppe muss weniger Luft im Schlafsack warmhalten. Du unterscheidest Dich aber in einigen wesentlichen Punkten von der Normpuppe. Einer davon: Du bewegst Dich im Schlaf. Ist Dein Schlafsack so eng geschnitten, dass Du seine Füllung ständig mit Deinen Extremitäten komprimierst, verlierst Du Isolation und Dein Schlafkomfort leidet. Gönn Dir also grundsätzlich etwas Platz im Schlafsack. Eine Ausnahme sind Schlafsäcke mit Stretchnähten. Sie bewegen sich im Schlaf mit Dir und erlauben einen engen, gewichts- und wärmeoptimierten Schnitt, dafür können sie im Packmaß nicht ganz mit ihren Geschwistern mit konventionellen Nähten mithalten.
Dein Schlafsack sollte zudem einige Zentimeter länger sein als Deine Körpergröße. So vermeidest Du, die Fußbox zu komprimieren, was mit kalten Füßen bestraft wird.
Wenn Du mit stark angewinkelten Gliedmaßen schläfst oder Dich nachts viel bewegst, gönn Dir ein extra bisschen Platz im Schlafsack. Bist Du Rückenschläfer:in und bewegst Dich wenig, kannst Du mit einem engen Schnitt Packmaß und Gewicht sparen.

Unser Tipp zur Größen- und Formwahl:
Ein etwas längerer und größerer Schlafsack gibt Dir den Raum, Dinge mit in den warmen Schlafsack zu nehmen. Wie wäre es mit einer Trinkflasche mit heißem Wasser gefüllt als Wärmflasche, der Kleidung für den nächsten Tag oder der Powerbank, die bei Körpertemperatur mehr leistet als bei Frost?

Wichtige Ausstattungsmerkmale und Begriffe

Einklemmschutz: Er verhindert, dass sich der Reißverschluss im Schlafsackmaterial verklemmt.
Kammern: Bei Daunenschlafsäcken wird die Daune in Kammern gefüllt, um zu verhindern, dass sich alles Füllmaterial im Fußbereich sammelt. Hochwertige Daunenschlafsäcke sind so konstruiert, dass sich keine Kältebrücken an den Nahtstellen der einzelnen Kammern bilden. Hier sind die Nähte nicht „durchgesteppt“.
Obermaterial: Das Obermaterial von Schlafsäcken ist in aller Regel eine leichte und dicht gewebte Kunstfaser, die – von Spezialanwendungen abgesehen – nicht wasser- oder winddicht ist. Sonst würdest Du nachts im eigenen Schweiß garen. Das bedeutet aber auch, dass Schlafsäcke ohne zusätzlichen Wetterschutz wie Zelt oder Biwaksack viel Isolationsfähigkeit verlieren. Mehr zum Thema Zelt und Biwaksack liest Du hier.
Packsack: Zum Lieferumfang gehört ein Pack- oder Kompressionsbeutel, in dem Du den Schlafsack platzsparend verstauen kannst.
Stretch: Stretchnähte wie im Deuter Exosphere  erhöhen die Bewegungsfreiheit im Schlafsack und verbessern das Verhältnis von Isolation zu Füllgewicht.
Wärmekragen: Ein Wärmekragen lässt sich wie ein Schal im Schlafsack schließen und verhindert auch bei geöffneter Schlafsackkapuze Wärmeverlust vom Torso.
Zwei-Wege-Reißverschluss: Erlaubt Dir, den Schlafsack auch von unten zu öffnen und so als Kleidungsstück zu tragen oder die Füße zu belüften.

Tipp: Die Schlafsäcke der Meglis-Serie von VAUDE besitzen Öffnungen für Deine Arme, Stretchnähte und einen Zwei-Wege-Reißverschluss. So kannst Du sie abends im Camp wie einen wärmenden Daunenanzug tragen. Ggf. ersetzt der Schlafsack Dir so sogar die Isolationsjacke im Gepäck.

Svenja trägt den Schlafsack der Meglis-Serie als Ganzkörper-Jacke. Das sorgt sowohl bei ihr, als auch bei Markus von VAUDE für Erheiterung.
Svenja trägt den Schlafsack der Meglis-Serie als Ganzkörper-Jacke. Das sorgt sowohl bei ihr, als auch bei Markus von VAUDE für Erheiterung.

Mehr als „nur“ Schlafsack: Zwei-Wege-Reißverschluss und Stretch machen Schlafsäcke zu flexibel einsetzbaren Multitalenten. © bc GmbH

Schlafsack und Isomatte: Dein Dream-Team!

Der beste Schlafsack der Welt bringt ohne gute Isomatte nichts. Dort, wo Du das Isolationsmaterial des Schlafsacks mit Deinem Körpergewicht platt drückst, kann es nicht wärmen. Du wirst also auch mit einem Expeditionsschlafsack für -40 Grad Celsius in einer kühlen Sommernacht auf nacktem Boden frieren. Wie Du die richtige Isomatte fürs Bikepacking findest, liest Du hier.

Tipp: Mit einer tendenziell etwas wärmeren Matte schläfst Du auch in einem etwas zu „kalten“ Schlafsack oft noch bequem.

Handhabung und Pflege

Bei richtiger Handhabung ist ein Schlafsack ein äußerst robuster Ausrüstungsgegenstand, der Dich lange begleiten wird. Ein paar Dinge solltest Du aber unbedingt beachten. Mit zusätzlichen Tricks kannst Du zudem noch ein paar Grad im Komfortbereich herauskitzeln.

Unterwegs

Schlafe am besten in trockener (langer) Unterwäsche und mit Socken im Schlafsack. Wenn es kalt wird, können sogar dünne Handschuhe und Mütze nicht schaden. So „boostest“ Du den Temperaturbereich und sorgst außerdem dafür, dass Du den Schlafsack nicht ständig waschen musst.
Zieh Dir bei sehr kalten Temperaturen zusätzlich eine Balaclava oder ein Schlauchtuch über Mund und Nase. So vermeidest Du, dass Du Dich komplett in den Schlafsack rollst und Deine feuchte Atemluft der Daune zusetzt.
Schlafsack-Inlays (bevorzugt aus Seide, Merinowolle oder Mikrofaser) schützen den Schlafsack nicht nur vor Schmutz, sondern können den Temperaturbereich deutlich erweitern.
Lüfte den Schlafsack morgens nach dem Aufstehen so lange wie möglich, idealerweise in der Sonne oder bei leichtem Wind, bevor Du ihn verpackst. Bei Daunenschlafsäcken ist das besonders wichtig.
Stopf den Schlafsack mit dem Fußende zuerst in seinen Packsack. Das ist nicht nur stressfreier, schneller und platzsparender als Rollen, sondern tut vor allem Daunenschlafsäcken gut, weil Du die Daune in den Kammern nicht in eine Richtung zwingst.
Marcel aus dem bc Marketing stopft seinen Schlafsack in den dazugehörigen Packsack. Er kniet vor dem Eingang seines Zelts.
Marcel aus dem bc Marketing stopft seinen Schlafsack in den dazugehörigen Packsack. Er kniet vor dem Eingang seines Zelts.

Mit einfachen Tipps und Tricks verlängerst Du das Leben Deines Schlafsacks spielend leicht. On Top gibt es eine Extraportion Komfort. © bc GmbH

Zu Hause

Lüfte den Schlafsack nach Deiner Tour ausgiebig, bevor Du ihn wegpackst.
Lagere den Schlafsack nicht über einen längeren Zeitraum komprimiert. Hochwertige (Daunen-)Schlafsäcke werden oft mit einem luftdurchlässigen Aufbewahrungsbeutel geliefert. Alternativ kannst Du Deinen Schlafsack auch wie einen langen Mantel in den Schrank hängen.
Schlafsäcke können gewaschen werden. Kunstfaserschlafsäcke sind hier etwas einfacher in der Handhabung: Nutze für sie am besten ein weichspülerfreies Flüssigwaschmittel oder ein Spezialwaschmittel für Isolationsfasern – kein Daunenwaschmittel – bei max. 40 Grad und schleudere Deinen Schlafsack dann auf der niedrigsten Stufe. Achtung: Gib dem Schlafsack Platz. Eine große 10-Kilogramm-Trommel ist ideal. Trocknen kann der Schlafsack dann auf der Leine, dem Wäscheständer oder bei niedriger Temperatur im Trockner.

Daunenschlafsäcke solltest Du so wenig wie möglich aber so viel wie nötig waschen. Sie benötigen in jedem Fall ein spezielles Daunenwaschmittel und max. 40 Grad. Auch hier gilt: große Trommel, viel Platz, schonend schleudern. Danach lässt Du den ausgebreiteten Daunenschlafsack einige Stunden auf dem Wäscheständer antrocknen, bevor Du ihn zusammen mit einigen Tennisbällen bei max. 40 Grad so lange in den Trockner gibst, bis er vollständig trocken ist. Die Tennisbälle sind wichtig, weil sie Daunenklumpen lösen und dafür sorgen, dass die Daune wieder bauscht.