Luftdruck-Guide für Rennrad & Gravelbike
„Hey Du! Ja, Du auf diesem sackschnellen Factor-Racebike! Wetten, dass Dein Reifendruck zu hoch ist?“
Pendeln mit dem Fahrrad spart Spritkosten und Zeit, verringert Stress und ist gut für die Umwelt. Wie Du am komfortabelsten pendelst, erfährst Du hier.
Die Bahn ist mal wieder zu spät, im Bus klebt jemand an Deinem Rucksack und mit dem Auto stehst Du eh nur im Stau? Klingt vertraut? Dann wird's Zeit für einen Perspektivenwechsel und zwei Räder! Fährst Du mit dem Fahrrad oder E-Bike zur Arbeit, tust Du etwas für Deine körperliche und geistige Gesundheit, hilfst mit, die Umwelt zu schonen und sparst an der Zapfsäule Geld! Wir bei bike-components fahren täglich – bei Sonne, Regen und im Winter. Hier teilen wir elf ultimative Tipps zum Radpendeln: von Bekleidung über Fahrradlicht bis zur perfekten Route.
„Ich fahre im Alltag immer mit dem Fahrrad. Ausnahmen mache ich nur, wenn es in Strömen regnet oder mich der Wind fast vom Rad pustet. Für bestes Wohlfühlklima schwöre ich auf das sogenannte Zwiebelprinzip: mehrere Schichten übereinander. So kann ich mich je nach Wetterlage flexibel anpassen.“
Je nachdem, wie lange und fordernd Dein Commute ist, kannst Du entweder in funktionale Radklamotten schlüpfen oder in Deinen Alltagsklamotten fahren. Wichtig ist, dass Deine Kleidung (besonders die Jacke) atmungsaktiv ist, denn sonst wird Dir schon nach wenigen Minuten unangenehm warm.
Regenbekleidung gehört zur Grundausstattung. Achte auch hier auf atmungsaktive Materialien, damit Du nicht ins Schwitzen gerätst!
Und auch wenn es nur ein kurzer Weg ist: Wähle reflektierende Bekleidung in auffälligen Farben! Du wirst besser gesehen und das ist ein großes Sicherheitsplus im Verkehr – zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Unser Tipp zum Schluss: Ein frisches Wechselshirt im Büro kann für Dein Wohlbefinden und das Deiner Kolleg:innen sinnvoll sein.
„Um in die Routine des Radpendels zu kommen, habe ich mir zuerst zwei feste Tage pro Woche vorgenommen. Ganz egal, wie das Wetter war. Und siehe da: Mit der Zeit wurde das Pendeln mit dem Fahrrad ganz selbstverständlich. Seither radle ich jeden Tag zur Arbeit.“
Wenn Du auf Motivation wartest, wartest Du ewig. Der Trick heißt: Routine. Nimm Dir zwei feste Tage pro Woche vor, an denen Du radelst! Lass keine Ausreden zu! Einen weiteren Tag pro Woche kannst Du flexibel legen, je nach Wetter, Lust und Laune. Mit diesem Plan wird das Radfahren schnell zur Gewohnheit und aus drei Tagen pro Woche werden vier und bald schon fünf.
Brauchst Du noch ein bisschen mehr Verbindlichkeit? Dann suche Dir einen Pendel-Buddy! Verabredet Euch zum gemeinsamen Losradeln, das motiviert und macht den Weg kurzweiliger.
Und denk dran: Gewohnheiten brauchen etwas Zeit, bis sie aufgebaut sind. Aber wenn Du einmal in der Routine bist, fragst Du Dich bald, wieso Du nicht schon viel früher zur Arbeit geradelt bist.
„Gutes Fahrradlicht ist mir viel wert. Mein E-Bike ist mit einer hellen Lampe inklusive Tagfahrlicht und Lichtsensor ausgestattet. So muss ich mich um nichts kümmern und vergesse auch im beleuchteten Stadtgebiet nie, das Licht einzuschalten.“
Wenn Du mit Deinem Fahrrad auf öffentlichen Straßen unterwegs bist, müssen Dein Licht und Deine Reflektoren den Vorgaben der StVZO entsprechen. Das erhöht nicht nur Deine Sicherheit auf dem Rad, sondern bewahrt Dich auch vor Ärger bei einer Verkehrskontrolle.
Fest verbaute Beleuchtung mit Dynamo ist besonders komfortabel zum Pendeln: Dein Licht ist immer dabei und einsatzbereit. Bei abnehmbarer Akku-Beleuchtung solltest Du die Akku-Laufzeit kennen und regelmäßige Ladezeiten einplanen – am besten als festen Termin im Kalender. Neben der vorgeschriebenen Beleuchtung und Rückstrahlern kannst Du Deine Sichtbarkeit hiermit zusätzlich verbessern:
In unseren Artikeln zu Fahrradbeleuchtung und High-Visibility beim Fahrradfahren erfährst Du Weiteres zur richtigen Fahrradbeleuchtung und Bekleidung.
„Ich lege mir schon am Abend alles bereit, was ich am nächsten Tag brauche. Die Tasche ist gepackt, das Mittagessen mitnahmebereit im Kühlschrank. So komme ich morgens gar nicht in Versuchung, mich gegen das Fahrrad zu entscheiden.“
Wer morgens ohne Stress losradeln möchte, macht sich das Leben mit etwas Vorbereitung leichter. Packe Deine Tasche am Vorabend, lade gegebenenfalls das Fahrradlicht auf und checke den Wetterbericht, um die richtigen Klamotten bereitzulegen! So gibt's am Morgen keine Ausreden.
Denke auch daran, Dein Fahrrad in regelmäßigen Abständen zu prüfen – besonders wenn Du nicht jeden Tag fährst! Das dauert keine fünf Minuten und spart Zeit und Nerven am Morgen. Hier die vier wichtigsten Punkte:
In unserem Beitrag zu Fahrradlicht erklären wir Dir alles, was Du zur Fahrradbeleuchtung wissen solltest.
Ein kurzer Check vor dem Losfahren lohnt sich: Reifendruck prüfen, Antrieb sauber halten, Bremsen testen. So startest du zuverlässig und sicher in deinen Radalltag. © bc GmbH
Der entspannteste Weg zur Arbeit: verkehrsberuhigt, gut ausgebaute Radwege und genug Zeit, den Tag gelassen zu starten. So wird dein Arbeitsweg zur kleinen Auszeit. © bc GmbH
Die sportlichste Route zur Arbeit: freie Strecken, Tempo im Blick und der Puls darf ruhig steigen. Perfekt, wenn du dein Training direkt in den Arbeitsweg integrieren willst. © bc GmbH
„Je nach Lust und Laune (und Zeitdruck) variiere ich meinen Arbeitsweg. Bin ich spät dran, nehme ich den direktesten Weg. Möchte ich entspannt ankommen, wähle ich die verkehrsarme, schönere Route. Oft baue ich auf dem Heimweg einen Schlenker ein und tue direkt noch etwas für meine Fitness.“
Du musst nicht jeden Tag dieselbe Strecke fahren. Gerade, wenn Du regelmäßig pendelst, bringt etwas Abwechslung frischen Wind in Deinen Alltag. Lege Dir einfach mehrere Routen zurecht:
Für Ideen zu alternativen Strecken kannst Du auch Apps wie Komoot oder Strava nutzen. Sie geben Dir die Länge, das Höhenprofil und eine geschätzte Dauer an. Du kannst gezielt nach fahrradfreundlichen Strecken suchen, den gewünschten Untergrund vorgeben und vieles mehr. Speichere die Strecke ab, lade sie auf Deinen Bike-Computer und fahre sie am nächsten Tag entspannt nach! So wird der tägliche Arbeitsweg zum kleinen Abenteuer oder einem Trainingsride – je nachdem, worauf Du Lust hast.
„Meine Regenjacke war eine der besten Investitionen fürs tägliche Radpendeln bei Wind und Wetter. Atmungsaktiv, mit Kapuze und in leuchtender Farbe! Die trage ich nicht nur beim Fahrradfahren, sondern auch bei Schmuddelwetter abseits des Rades.“
Wenn Du regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit fährst, solltest Du für Regenwetter und kalte Temperaturen gerüstet sein. Atmungsaktive Regenbekleidung ist dabei das A und O. Sie hält Dich von außen trocken, ohne dass Du darunter ins Schwitzen kommst. Auch der Rest Deines Outfits sollte wetterfest sein:
Nicht vergessen: Auch Dein Fahrrad braucht Wetterschutz. Ausreichend große und breite Schutzbleche sind Pflicht fürs tägliche Pendeln. Und vergiss nicht, Dein Rad regelmäßig zu pflegen – insbesondere nach Fahrten durch Streusalz! Bei nassen Straßen ist ein gutes Reifenprofil wichtig. Sind die Reifen abgefahren, wird es Zeit für neue. Denn nur mit gutem Profil hast Du ausreichend Grip und bist sicher unterwegs. In unserem Guide zum Winterpendeln findest Du weitere Tipps für die Fahrradausstattung und -pflege im Winter.
Praktisch im Alltag: Eine wasserdichte Fahrradtasche am Gepäckträger bietet Stauraum für Laptop, Einkauf oder Wechselkleidung – ideal für Pendler:innen und urbane Mobilität mit dem Fahrrad. © bc GmbH
„Mein Top-Tipp fürs Pendeln? Bringe alles, was geht, am Fahrrad unter! Mit Gepäcktaschen am Rad ist mein Rücken frei und ich komme deutlich entspannter (und mit trockenem Rücken) auf der Arbeit an.“
Gerade wenn Du beim Fahrradfahren schnell ins Schwitzen kommst oder zu Rückenverspannungen neigst, solltest Du Fahrradtaschen einem Rucksack vorziehen. Dank cleverer Schnellverschluss-Systeme lassen sich die meisten Packtaschen mit einem Handgriff abnehmen. Viele Modelle gibt es sogar als Hybrid-Lösung: Ausgestattet mit Schultergurt oder Rucksackträgern, verwandeln sie sich abseits des Rades in Umhängetasche oder Rucksack. Mit einer zusätzlichen Tasche oder einem Korb kannst Du auf dem Heimweg direkt noch den Einkauf erledigen.
Transportierst Du regelmäßig ein Notebook oder andere empfindliche Gegenstände, achte auf separate, gepolsterte Innenfächer! So ist auch bei holprigen Wegen alles gut geschützt und bleibt an Ort und Stelle.
Die meisten Taschen sind wasserdicht oder spritzwassergeschützt. Für richtig nasse Tage kann eine zusätzliche Regenhülle sinnvoll sein. Das gilt natürlich auch für den Rucksack.
„Nachdem ich ein paar Wochen regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit gependelt bin, tat mir immer noch der Hintern weh. Also habe ich mich schlau gemacht und mir einen neuen Sattel gegönnt. Jetzt sitze ich endlich bequem und das Pendeln macht noch mehr Spaß.“
Kennst Du das auch? Wenn der Fahrradsattel unangenehm drückt und der Sitzbereich schmerzt, ist das ein Zeichen dafür, dass etwas nicht passt. In unserem Artikel zum richtigen Fahrradsattel erklären wir Dir, was den passenden Fahrradsattel ausmacht und wie Du ihn findest – je nachdem, wie und mit welchem Fahrradtyp Du fährst. Auch die richtige Sattelbreite ist sehr wichtig.
Tun Deine Hände, Arme oder der Nacken weh? Dann können die Griffe das Problem sein – in unserem Guide zum richtigen Fahrradgriff helfen wir weiter.
Vergiss außerdem nicht die richtige Fahrradeinstellung! In unserem Ergonomie-Einmaleins geben wir Dir viele Tipps zur richtigen Sattelhöhe und Lenker-einstellung. Manchmal sind es nämlich nicht nur ein unpassender Sattel oder Griffe, sondern eine falsche Fahrradeinstellung Schuld. Nimm Dir daher etwas Zeit und stelle Dein Rad richtig ein, so fährst Du ergonomischer und besser.
„Je nachdem, was ansteht oder schon hinter mir liegt, hilft mir meine Zeit auf dem Fahrrad, den Kopf klar zu bekommen – entweder zur Vorbereitung auf den Arbeitstag oder zum Entspannen und Abschalten danach.“
Dein Arbeitsweg muss keine lästige Pflicht sein, er kann auch bewusste „Me-Time“ sein. Eine halbe Stunde nur für Dich. Ohne volle Busse oder nerviges Warten im Stau, dafür frische Luft und Bewegung.
Stress Dich nicht! Wenn der Tag anstrengend war, baue auf dem Heimweg einen kleinen Schlenker über eine ruhigere Route ein! Lass die Eindrücke des Tages hinter Dir und nimm Dir Zeit zum Durchatmen! So kommst Du entspannter zu Hause an und bist bereit für das, was dort auf Dich wartet. Oder einfach, um den Abend in Ruhe ausklingen zu lassen.
Ganz nebenbei schonst Du Deinen Geldbeutel, tust etwas für Deine Gesundheit und für die Umwelt sowieso.
„Ich nutze mein Fahrrad fast jeden Tag, deshalb habe ich mich für ein hochwertiges Modell entschieden. Mein Tipp: Sprich mit Deinem Arbeitgeber! Über Bike-Leasing kannst Du die Kosten für Dein Traum-Fahrrad entspannt auf mehrere Jahre aufteilen und dabei sogar Steuern sparen.“
Ein hochwertiges Fahrrad kostet, keine Frage. Aber ein gutes Fahrrad bringt häufig mehr Fahrspaß, ist langlebiger und sicherer. Genau hier hilft Dir Bike-Leasing weiter, denn es macht Topmodelle erschwinglicher. Über Deinen Arbeitgeber kannst Du Dein Traumrad über einen bestimmten Zeitraum leasen. Die monatlichen Raten werden vom Bruttogehalt abgezogen und das schafft Dir Steuervorteile. Auch Zubehör wie Schutzbleche, Gepäckträger, Beleuchtung oder Schlösser kann oft mitfinanziert werden. Am Ende der Laufzeit kannst Du Dich entscheiden, ob Du das Rad zu einem Restwert übernimmst oder ein neues Rad least.
Eine Versicherung ist dabei Pflicht, aber keine Sorge: Fast alle Leasing-Anbieter bieten ein Rundum-Schutzpaket, das Diebstahl, Vandalismus und Unfallschäden abdeckt.
„Ich habe einen längeren Weg zur Arbeit. Im Sommer fahre ich oft beide Strecken mit dem Fahrrad, aber im Winter nehme ich morgens den Zug und radle abends zurück. Die Kombination mit dem ÖPNV verbessert meine Möglichkeit mit dem Rad zur Arbeit zu kommen – vor allem im Winter.“
Ist Dein Weg zur Arbeit (noch) zu weit, um die gesamte Strecke mit dem Fahrrad zu fahren, kannst Du clever kombinieren und kommst entspannter ans Ziel. In vielen Orten hast Du verschiedene Möglichkeiten:
Du solltest auf jeden Fall die Mitnahmebedingungen von Fahrrädern in Bus und Bahn checken. Je nach Region und Uhrzeit kann es Unterschiede geben.
Nutzt Du Bike and Ride, solltest Du in ein gutes Schloss investieren. Nimmst Du Dein Bike im Zug mit, ist ein kleines Schloss sinnvoll. So kannst Du Dich unbesorgt auf etwas anderes konzentrieren.
Pendeln leicht gemacht: Mit dem Rad zum Bahnhof und entspannt weiter mit dem Zug. So kombinierst du Flexibilität auf zwei Rädern mit dem Komfort des ÖPNV. © bc GmbH
Mit dem richtigen Schloss sicherst du dein Bike zuverlässig am festen Gegenstand – ein wichtiger Schritt für wirksamen Diebstahlschutz im Alltag. © bc GmbH
Wähle zwei feste Tage pro Woche und steigere Dich langsam. Ist Dein Arbeitsweg nicht sehr weit, kannst Du auch gleich „all-in“ gehen und ab einem festgelegten Datum jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Entwickle eine Routine, egal wie! So wird das Radpendeln ganz bald ein fester Bestandteil Deines Lebens.
Fängst Du beim Radfahren schnell an zu schwitzen, so achte auf ein entspanntes Tempo und atmungsaktive Bekleidung! Als Faustregel gilt außerdem: Ziehe Dich nicht zu dick an, sondern so, dass Du nach wenigen Minuten ohne Bewegung anfangen würdest zu frösteln! Dann passt es meist beim Radfahren. Zudem kannst Du Dir Wechselklamotten am Arbeitsplatz hinterlegen. Eine Fahrstrecke, die mit Omas altem Hollandrad schweißtreibend ist, kann vielleicht mit einem flotten Gravel-Bike oder mit einem E-Bike entspannt bewältigt werden. Gerade für Anfänger:innen im Fahrradpendeln kann das richtige Bike einen gewaltigen Unterschied machen.
Regnet es häufig in Strömen und ist Dein Arbeitsweg länger, ist eine Regenhose sinnvoll, um Dich trocken zu halten und vorm Auskühlen zu schützen. Ist Dein Weg kürzer als 30 Minuten, kann ein Regenponcho helfen. Auf jeden Fall solltest Du ausreichend lange Schutzbleche an Deinem Fahrrad haben, um Dich vor Spritzwasser von unten zu schützen.
Ist Deine Tasche nur wenig beladen, kannst Du mit einer seitlichen Packtasche am Gepäckträger fahren. Sobald sie jedoch schwerer ist, ist es schlau, auf zwei Taschen umzusteigen, eine links und eine rechts. So ist Dein Rad ausbalanciert und Du fährst besser.
Am besten hast Du ein Notfall-Kit am Rad, um bei einer Panne unterwegs ausgerüstet zu sein. Dazu gehören: ein Ersatzschlauch, Reifenplugs, falls Du schlauchlos fährst, eine Pumpe oder CO₂-Kartuschen, ein Kettenschloss und ein Minitool mit Kettennieter.
Beim Radpendeln solltest Du folgendes am Arbeitsplatz hinterlegen: ein Wechselshirt, ein Handtuch, eventuell Feuchttücher und Deo, Ersatzsocken und ein Ladekabel. Schwitzt Du viel, dann ist ein komplettes Wechsel-Outfit sinnvoll.