Rollentrainer

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Rollentrainer im Vergleich

Rollentrainer: von klassisch bis Hightech
Radsportler wissen: Sommerform wird im Winter gemacht. Damit ist klar, auch wenn es im Herbst und Winter draußen kalt, dunkel und nass ist, musst Du in Bewegung bleiben. Das gelingt Dir am besten mit einem Rollentrainer. Die Modellvielfalt ist immens und die technische Ausstattung (und damit der Preis) unterscheiden sich erheblich. Da ist für jeden etwas dabei, auch für Dich! So findest Du Deinen idealen Trainer:

Grundsätzlich unterscheiden sich Trainer in Bauform und Ausstattung. Wobei fast alle Ausstattungsvarianten in nahezu jeder Bauform erhältlich sind. Deshalb empfehlen wir Dir, Dich zuerst für eine Bauform zu entscheiden und dann das jeweilige Modell auszuwählen, welches die für Dich relevanten Ausstattungsmerkmale bietet.

Königinnenklasse: Ergometer

Die Königsklasse der Smarttrainer sind die Ergometer. Sie sind ein komplettes stationäres Fahrrad, an dem Du lediglich Deine Pedale und Deinen Lieblingssattel ergänzen musst. Einmal aufgestellt, ergonomisch justiert und konfiguriert, sind sie immer startklar. Das Neo Bike Smart T8000 von Tacx erlaubt einen (eingeschränkten) Betrieb auch ohne Stromanschluss, beim KICKR Bike von Wahoo bekommst Du die feinste Abstufung bei den Kurbellängen und das SB20 Smart Bike von Stages überzeugt mit einem weiten Einstellbereich passend für Fahrer von 1,47 bis 2,08 Meter Körpergröße; die Gewichtsfreigabe bis 158 Kilogramm Fahrergewicht ist ebenfalls üppig.
Ergometer sind dementsprechend groß und schwer, um auch unter Volllast standfest zu sein. Damit eignen sie sich nur, wenn Du ausreichend Platz hast und der Trainer dauerhaft an seinem Platz stehen kann. Vielfahrer belohnt er mit perfekter Ergonomie (inklusive einmaliger Neigungsanpassung) und schnellem Zugriff ohne Umbauarbeiten.

Direktantrieb für gutes Fahrgefühl

Handlicher als Ergometer sind Rollentrainer mit Direktantrieb, die es auch als Falt-Versionen für platzsparende Unterbringung gibt. Sie erfordern aber einen gewissen Umbau. Denn diese Rollen besitzen ein Schwungrad mit einem Freilaufkörper, auf den Du eine Kassette montierst, und ersetzen das Hinterrad an Deinem Fahrrad. Der direkte Antrieb des Schwungrades (ohne das Hinterrad als Mittler) sorgt für ein sehr knackiges Fahrgefühl, das nicht von der (fehlenden) Steifigkeit des Hinterrades oder durch Profil bzw. Luftdruck des Reifens ungünstig beeinflusst wird.
Du musst aber unbedingt beachten, dass die montierte Kassette und die Achsaufnahmen kompatibel mit Deinem Rennrad sind. Tacx und Wahoo bieten die größte Vielfalt in Sachen Achsbreiten und -aufnahmen.
Wenn Du mit verschiedenen Rädern auf derselben Trainingsrolle fahren möchtest, musst Du unter Umständen Umbauarbeiten einplanen. Die größte Variabilität hinsichtlich der Laufradgröße bieten die Trainer von Tacx (Neo 2T Smart T2875 und Flux S Smart T2900S) und der H3 Smart von Saris. Sie sind für Räder mit Laufrädern von 20 bis 29 Zoll geeignet. Vereinzelte Modelle, wie etwa der KICKR V5 von Wahoo, erlauben auch eine Seitwärtsbewegung und bieten so ein Fahrgefühl fast wie draußen. Generell solltest Du unbedingt in der Bedienungsanleitung Deines Radherstellers nachschlagen, ob die Verwendung Deines Bikes auf dem Trainer freigegeben ist.

Feste Rollentrainer: Schnell startklar dank Hinterradklemmung

Mit weniger Umbauarbeiten kommen Rollentrainer aus, bei denen Du das Hinterrad fest einspannst, damit es die Kraft auf die Rolle überträgt. Hier solltest Du auf hohen Reifendruck- und wenig -profil achten, um ein gutes Fahrgefühl auf der Rolle zu haben. Am besten verbaust Du gleich einen für Rollentrainer entwickelten Reifen wie den Insider Performance von Schwalbe oder Vittorias Zaffiro Pro Home Trainer. Diese feste Bauform von Rollentrainer ist sehr verbreitet, da sie gleichsam erschwinglich wie funktionell ist. Die günstigsten Modelle kommen von Tacx (Blue Matic T2650) und Elite (Novo Force). Ein wahrer Hingucker unter den festen Rollen ist der Tuo von Elite – mit Beinen aus Buchenholz und einem gebürsteten Metallgehäuse.

Trainieren im Vintage-Style: Rollentrainer mit freier Rolle

Sogenannte freie Rollen haben den Vorteil, dass Du Dein Rad nicht befestigen musst. Das spart Zeit und stellt Dich vor keinerlei Kompatibilitätsfragen (etwa, ob Klemmung am Trainer und Achsbefestigung am Rad harmonieren). Allerdings verlangen freie Rollen eine gute Radbeherrschung, da Du Dich in Balance halten musst. Elite hat die Rollen seiner freien Trainer nach außen hin im Durchmesser vergrößert („parabolische Rollen“), das vereinfacht das Fahren erheblich.

Für Handelsreisende und Tinyhouse-Besitzer

Eine besondere Erwähnung verdient die Omnium Portable von Feedback Sports: Hier spannt man das Rad an der Gabel ein und das Hinterrad läuft auf zwei Walzen wie bei der freien Rolle. Dabei ist sie mit 6,36 Kilogramm Gesamtgewicht recht leicht und zusammengeklappt kaum größer als ein Geigenkasten. Das macht sie zur idealen Trainingsrolle für Reisende und Bewohner auch kleinster Appartements.

Standortfrage: Pop-Up-Training oder „Pain Cave“?

Rollentraining ist überall möglich: in der Wohnung, im Keller, in der Garage, auf dem Balkon, in der Waschküche oder im Carport. Du kennst Deine Gegebenheiten am besten und musst Deinen Rollentrainer entsprechend wählen: Wenn Du Dein Set-Up für jede Fahrt aufstellen musst und generell wenig Platz hast, dann sind faltbare Ausführungen für Dich perfekt. Diese gibt es als Einsteigerversion zum Beispiel von Elite (Novo Force) bis zum Hightech-Modell nach Art des KICKR V5 von Wahoo.
Ein geräumiger und dauerhafter Standort ist natürlich besser. Du kannst Deinen Trainingsbereich – gerne auch als „Pain Cave“ (Höhle der Schmerzen) bezeichnet – mit motivierenden Postern schmücken und Dich häuslich einrichten: Wenn Fenster für eine gute Belüftung fehlen, dann wird ein Ventilator Dein bester Freund. Wahoo hat den KICKR HEADWIND im Angebot, der lässt sich sogar per ANT+ oder Bluetooth mit dem Trainer koppeln und passt den Luftstrom dann an Deine Fahrt an.

Matten & Co. – Zubehör für das perfekte Trainings-Erlebnis

Unter Deiner Rolle eine Matte auszurollen, ist aus zweierlei Gründen sinnvoll. Zum einen kommst Du ordentlich ins Schwitzen und hast keinen Fahrtwind, der Dich trocknet. Ganz gleich, ob edles Parkett in der Wohnung oder blanker Beton im Keller: Die Matte schützt den Untergrund und lässt sich einfach abwaschen. Zum anderen dämpft die Matte Schwingungen und Geräusche. Das macht die Fahrt für Dich und Deine Nachbarn angenehmer. Wahoo bietet die größte Matte (KICKR Bodenmatte), die Floor Mat von Feedback Sports ist die günstigste. Und um Oberrohr und Co. Deines Rades vor aggressivem „Korrosionsfraß“ zu schützen, hat Elite den Schweißfänger Protec Plus im Angebot.

Leistungsmessung beim Indoor-Training

Wattmessung ist der Schlüssel zu wirkungsvollem Training. Wenn Du bereits eine Leistungsmessung am Rad hast, solltest Du einen Trainer wählen, der Dir die Verwendung Deines Systems erlaubt. Hast Du noch keine Leistungsmessung, so ist der Trainerkauf eine gute Gelegenheit, auch diesen Schritt zu gehen, denn gerade auf der Rolle lassen sich Intervalle sehr genau fahren und sorgen für willkommene Abwechslung.

Bremsleistung und Steigungssimulator auf dem Rollentrainer

Die Bremsleistung steht in einem direkten Verhältnis zu Deiner Leistungsfähigkeit und Deinem Trainingsstil. Je fitter Du bist und je eher Du hochintensive Intervalle fährst, desto mehr Bremsleistung sollte Dein Trainer haben. Klassenprimus ist der Direto XR von Elite mit 2.300 Watt. In die gleiche Kerbe schlägt die simulierbare Steigung. Der Neo 2T Smart T2875 von Tacx bringt es auf steile 25 Prozent und Wahoo bietet den Steigungssimulator Kickr Climb als Zubehör an, der interaktiv mit den Rollen wie dem KICKR SNAP17 und KICKR CORE zusammenarbeitet.

Datenübertragung und Protokolle für smartes Training

Wenn Du Geräte (Deine Leistungsmessung, Smartphone, Pulsgurt usw.) mit dem Rollentrainer kombinieren möchtest, dann achte auf die Kompatibilität. Wir haben einen entsprechenden Filter - „Protokolle“ und „Datenübertragung“ – im Shop zur Verfügung.

Solofahrt oder digitales Peloton: Internetanbindung

Der Übergang vom Rollentraining zu E-Sports (Zwift usw.) ist fließend. Wenn Du Dir die Möglichkeit dazu offenlassen möchtest, so wähle eine Rolle mit entsprechender Anbindung, wie zum Beispiel die Suito von Elite.
Alles, nur bitte keine Langeweile, so soll das Training auf der Rolle sein, deshalb gehört für viele der Podcast-Catcher oder Netflix zum festen Bestandteil der Trainingsfahrten. Dafür hat Tacx eine Lenkerhalterung für Tablets im Programm, die auf alle Lenker mit Durchmesser zwischen 25 und 35 mm passt. Der Displayständer Posa von Elite nimmt Geräte bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm auf und kann frei neben dem Trainer aufgestellt werden. Wenn Du nicht nur Medien konsumieren möchtest, sondern vielleicht auch Mails beim Rollefahren bearbeiten willst, dann ist der Fitness Bike Desk von Wahoo Dein idealer „Radschreibtisch“.

Mit der richtigen Ausstattung fühlt sich Indoor-Training fast wie Radfahren auf der Straße an.

Mit der richtigen Ausstattung fühlt sich Indoor-Training fast wie Radfahren auf der Straße an.

Rollentrainer im Test

Du willst lieber draußen trainieren?