Laufradbau_Rennrad_How-to_Headerbild_Desktop.jpg
Laufradbau_Rennrad_How-to_Headerbild_mobil.jpg

Laufradbau fürs Rennrad: perfekt abgestimmt auf Dich und Dein Rad

Lohnt sich der Aufwand, fürs Rennrad einen individuellen Laufradsatz aufzubauen, wenn es doch so viele gute Systemlaufräder gibt? Ja! Hier liest Du, warum.

Der Laufradmarkt bei Rennrädern wird von Systemlaufrädern beherrscht, und es gibt eine riesige Auswahl an sehr gut konfektionierten Laufrädern. Aber diese Auswahl ist nicht grenzenlos, und so gibt es durchaus gute Gründe, Dir Deinen Laufradsatz individuell aufzubauen. Schließlich willst Du auf dem Rennrad kein Watt verschwenden und perfekte Performance. Die Laufräder am Rennrad sind widersprüchlichen Anforderungen ausgesetzt. Einerseits sollen sie gute Aerodynamik bieten, um das Tempobolzen in der Ebene zu unterstützen. Andererseits müssen sie möglichst leicht sein, um schnell zu beschleunigen und in den Bergen den Vortrieb nicht zu bremsen. Zu diesen Aspekten gesellen sich natürlich noch Dein Anspruch an Langlebigkeit, Deine ästhetischen Vorlieben, Dein Wunsch nach bestimmten technischen Features, Deine Reifenwahl, die Einbaumaße Deines Rades und die Höhe des Systemgewichtes aus Rad, Dir und eventuell Deinem Gepäck. Wenn all diese Parameter perfekt aufeinander abgestimmt sein sollen, dann ist ein individuell aufgebautes Laufrad Deine erste Wahl.

Jenseits aller Standards: Mit einem selbst aufgebauten Laufradsatz an Deinem Rennrad kannst Du alle Parameter perfekt auf Deine Bedürfnisse abstimmen. Unser Laufradsatz besteht aus der Chris King R45,
Jenseits aller Standards: Mit einem selbst aufgebauten Laufradsatz an Deinem Rennrad kannst Du alle Parameter perfekt auf Deine Bedürfnisse abstimmen. Unser Laufradsatz besteht aus der Chris King R45,

Jenseits aller Standards: Mit einem selbst aufgebauten Laufradsatz an Deinem Rennrad kannst Du alle Parameter perfekt auf Deine Bedürfnisse abstimmen. Unser Laufradsatz besteht aus der Chris King R45,

der steifen H+SON Formation Face Aluminium-Felge
der steifen H+SON Formation Face Aluminium-Felge

der steifen H+SON Formation Face Aluminium-Felge

und den CX-Ray Speichen von Sapim.
und den CX-Ray Speichen von Sapim.

und den CX-Ray Speichen von Sapim.

Perfekter Leichtbau ist individuell

Komplette Laufräder werden vom Hersteller so konzipiert, dass sie einer möglichst großen Zielgruppe gerecht werden – und das mit einer erheblichen Sicherheitsreserve. Deshalb lohnt sich der individuelle Aufbau eines Rennrad-Laufrades ganz besonders dann, wenn Du einen leichten Laufradsatz fürs Fahren in den Bergen suchst. So kannst Du mit genauem Blick auf Dein Gewicht und Deine Präferenzen ans Limit des physikalisch Machbaren gehen.

Schritt für Schritt zum individuellen Laufrad für Dein Rennrad

Am besten gehst Du bei der Auswahl der Bauteile für Dein Laufrad Schritt für Schritt vor. Beim Rennrad empfehlen wir, Deine Entscheidungen in folgender Reihenfolge zu treffen:

Laufradgröße: 28“, 622, 700C - drei Zahlen, eine Größe

Mit wenigen Ausnahmen rollen Rennräder auf 28-Zoll-Laufrädern, deren ETRTO-Wert 622 (Innendurchmesser in mm) lautet und als französische Größenangabe mit 700C (ungefährer Außendurchmesser in mm) bezeichnet werden. Auch die 29“-MTB-Laufräder haben absolut gesehen das gleiche Maß. Dennoch sind diese Felgen für die Ansprüche am Rennrad untauglich, denn MTB-Felgen sind auf Stabilität im Gelände und geringe Luftdrücke im Reifen hin optimiert – das Gegenteil der Anforderungen beim Renner.

Felgentyp: Drahtreifen, Schlauchreifen oder Tubeless

Du wirst doch wohl nicht auf nagelneue Felgen eine alte Pelle aufziehen wollen, oder? Ein neuer Laufradsatz ist eine gute Gelegenheit, auf zeitgemäße Bereifung zu wechseln. Lange galt der Schlauchreifen für ambitionierte Rennradfahrer als das Maß der Dinge: leicht, schnell und zu seiner Zeit vergleichsweise pannensicher. Heute ändert sich dies, denn es gibt mittlerweile gute Alternativen zum Schlauchreifen, der spezielle Felgen benötigt und im Falle eines Defektes komplett demontiert werden muss. Auch das Verkleben auf der Felge verlangt handwerkliches Geschick und Zeit. Im (Trainings-)Alltag spielt der Schlauchreifen deshalb keine Rolle mehr. Im Wettkampf und bei Profis ist er noch anzutreffen. Draht- oder Faltreifen in Kombination mit Latex-Schläuchen sind bei ambitionierten Radsportlern sehr beliebt, da sie sehr leicht sind und geschmeidig rollen. Der aktuelle Star am Bereifungshimmel ist jedoch das Tubeless-System mit Dichtmilch, wie es bereits seit einigen Jahren am Mountainbike Standard ist: Es rollt leicht, schließt kleine Löcher eigenständig im Fahrbetrieb und erlaubt im Defektfall dennoch den Einbau eines klassischen Schlauches.

Felgenhöhe: Aerodynamik versus Kletterfähigkeit

Eine hohe Felgenbauform macht Laufräder aerodynamisch, sprich: in der Ebene und talwärts besonders schnell. Auf der Kehrseite hoher Felgen steht ihr Mehrgewicht und dass sie empfindlicher für Seitenwindeinflüsse sind. Bist Du ein eher schwerer Fahrer, dann hast Du hier gewissermaßen Vorteile: Dein Rad reagiert weniger windanfällig und ein höheres Laufradgewicht zahlt relativ gesehen geringer aufs Systemgewicht ein. Insofern kannst Du eher auf hohe Felgen setzen. In der Regel sind diese auch steifer, was Dir zusätzlich entgegenkommt.
Bist Du hingegen eher das, was gemeinhin als Bergfloh bezeichnet wird, so ist bei der Wahl der Felgenhöhe etwas mehr Zurückhaltung geboten. Im Zweifel solltest Du das flachere Profil wählen. Es ist in der Regel leichter und weniger windanfällig, beides kommt Dir entgegen.
Folgendes gilt unabhängig von Terrain und Gewicht: Am Heck eine etwas höhere Felge zu wählen als am Vorderrad bringt Steifigkeit ins Hinterrad und verbessert die Aerodynamik, ohne die Windanfälligkeit dramatisch zu erhöhen. Zeitfahrer reizen diese Idee maximal aus: Am Heck dreht sich ein Scheibenrad, und durch die Gabel rotiert die höchstmögliche Felgenhöhe.

Eine hohe Felgenbauform macht Laufräder aerodynamisch, aber auch windanfälliger. Welche Felge Du für Dich wählst, solltest Du also an Deinem Einsatzbereich orientieren.
Eine hohe Felgenbauform macht Laufräder aerodynamisch, aber auch windanfälliger. Welche Felge Du für Dich wählst, solltest Du also an Deinem Einsatzbereich orientieren.

Eine hohe Felgenbauform macht Laufräder aerodynamisch, aber auch windanfälliger. Welche Felge Du für Dich wählst, solltest Du also an Deinem Einsatzbereich orientieren. © bc GmbH

Die Felgenbreite wird von der Reifenwahl bestimmt

Für die Fahrdynamik des Reifens ist die Felgeninnenbreite, auch Maulweite genannt, das relevante Maß. Die richtige Kombination aus Maulweite und Reifenbreite erlaubt dem aufgepumpten Reifen, seinen idealen Querschnitt auszubilden. Ist die Felge zu schmal, sitzt der Reifen hochoval auf der Felge und reagiert empfindlich auf zu geringen Luftdruck; das Fahrverhalten wird schnell schwammig. Umgekehrt flacht eine im Vergleich zum Reifen zu breite Innenweite der Felge den aufgepumpten Reifen stark ab, und das verschlechtert den Kurvenlauf des Reifens – es macht ihn buchstäblich eckig. Die Felgenauswahl beginnt also mit der Festlegung auf die Reifenbreite. Die Reifenhersteller liefern zu jedem Reifenmodell und dessen Breite Vorgaben für die passende Maulweite. Sie sind Deine Maßgabe für die Wahl der Felgenbreite. Die Reifenfreiheit von Hinterbau und Gabel definiert, welche maximale Reifenbreite Du wählen kannst. Viele Hersteller listen diese in ihren Unterlagen zu den Rahmen auf. Wenn Du Dir einen neuen Laufradsatz für Dein altes Rad aufbaust, dann kannst Du auch am Objekt Maß nehmen. Der Reifen sollte in jede Richtung mindestens 3 mm Abstand vom Rahmen haben. Dies betrifft Ketten- wie Sitzstreben. Bei kurzen Hinterbauten und Zeitfahr- bzw. Triathlonrädern solltest Du den kompletten Durchlauf im Rahmen entlang des Sitzrohres in Augenschein nehmen. Gleiches gilt für die Gabel.

Felgenmaterial: Wettkampf oder Werktag entscheidet

Mit Blick auf die Performance ist Carbon der ideale Werkstoff: freie Formgebung, geringes Gewicht und belastungsspezifische Faserausrichtung machen Carbonfelgen zur ersten Wahl für Sportler und ihre Wettkampflaufräder. Felgenprofile höher als 40 mm gibt es faktisch ausschließlich in Carbon. Wenn Du also Tempo im Sinn hast, dann ist Carbon Dein Werkstoff.
Fährst Du hingegen ganzjährig und Dein Rad hat Felgenbremsen, so sind Aluminiumfelgen nach wie vor eine gute Wahl, weil sie sich beispielsweise bei Steincheneinschluss in den Bremsbelägen als robuster erwiesen haben und ihr Bremsverhalten vor allem bei Nässe berechenbarer ist. Dass Aluminiumfelgen in der Regel deutlich günstiger sind als Carbonmodelle, macht sie natürlich nochmals attraktiver.

Nachhaltig: vorausschauende Auswahl der Naben und Felgen

Die Schnittstelle zwischen Rahmen und Naben hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Insofern lohnt es sich, bei der Nabenwahl vorausschauend zu sein, vor allem, wenn Dein Rad bereits ein paar Jahre auf dem Buckel hat: Benötigst Du gegenwärtig Schnellspanner, so gibt es eine Vielzahl an Herstellern wie etwa DT Swiss, die für zeitgemäße Steckachsen -Naben entsprechende Adapter anbieten. Auf diese Weise bleibt Dein Laufradsatz nutzbar, wenn Du später auf einen neuen Rahmen mit modernen Achsaufnahmen wechselst. Gleiches gilt übrigens für Bremsscheiben-Aufnahmen: Entsprechende Naben sind nur unwesentlich schwerer, sie lassen sich selbstverständlich auch mit einer Felge mit Bremsflanke kombinieren, und die bei Felgenbremsen ungenutzte Bremsscheibenaufnahme ist aerodynamisch zu vernachlässigen. 142 x 12 mm Steckachse am Heck und 100 x 12 mm Steckachse an der Gabel sind beim Rennrad gegenwärtig Stand der Technik und können Dir als Orientierung dienen. Für die Vorderradnabe gibt es herstellerunabhängige Achs-Adapter von SON. Bei der Hinterradnabe bist Du auf modellspezifische Adapter des Herstellers angewiesen. Auch bei den Felgen lohnt Weitsicht: Wenn Du Drahtreifen fahren willst, wähle eine tubeless-fähige Felge, selbst wenn Du gegenwärtig noch mit Schlauch fahren möchtest.

Tuning-Tipp: neue Schläuche

Logisch, hier geht es um Laufräder, aber dieser Querverweis soll Dir nicht vorenthalten werden: Gewicht und Pannensicherheit sind wichtige Faktoren und hier hat sich bei Schläuchen viel getan. Der Schwalbe Aerothan und die Schläuche von tubolito bieten die Chance, das Gewicht der rotierenden Masse zu drücken und dabei zudem die Pannensicherheit zu verbessern.

Gewichtsoptimierung am Schlauch: Schwalbe Aerothan Schläuche wiegen lediglich zwischen 40 und 60 g, versprechen aber guten Pannenschutz.
Gewichtsoptimierung am Schlauch: Schwalbe Aerothan Schläuche wiegen lediglich zwischen 40 und 60 g, versprechen aber guten Pannenschutz.

Gewichtsoptimierung am Schlauch: Schwalbe Aerothan Schläuche wiegen lediglich zwischen 40 und 60 g, versprechen aber guten Pannenschutz. © bc GmbH

Noch leichter und ebenfalls aus TPU sind die REVOLOOP.race ultra: Mit lediglich 25 g drücken sie das Gewicht der rotierenden Masse deutlich nach unten.
Noch leichter und ebenfalls aus TPU sind die REVOLOOP.race ultra: Mit lediglich 25 g drücken sie das Gewicht der rotierenden Masse deutlich nach unten.

Noch leichter und ebenfalls aus TPU sind die REVOLOOP.race ultra: Mit lediglich 25 g drücken sie das Gewicht der rotierenden Masse deutlich nach unten. © bc GmbH

Speichenwahl 1: die ideale Speichenzahl

Die Speichenanzahl, die gemeinhin als „Standard“ bezeichnet wird, ist in den vergangenen Dekaden kontinuierlich gesunken. Von 36 Speichen in den 1990ern über 32 in den Nuller-Jahren bis hinunter zu 28 Speichen heute durften und dürfen heute als „normal“ am klassischen Laufrad gelten. Das gilt bis zu einem Fahrergewicht von 80 kg auch bei der Verwendung von Scheibenbremsen, die eine erhöhte Belastung für Speichen und Gabelscheiden bzw. Hinterbau bedeuten. Bist Du sehr leicht, so kannst Du die Speichenanzahl noch reduzieren. Viele Felgen und Naben sind auch in 20- oder 24-Loch-Versionen erhältlich. Vorne vier Speichen weniger zu verbauen als am Hinterrad, ist ein probates Mittel, um Gewicht zu sparen. Die Bauform und Steifigkeit der Felge hat ebenfalls Einfluss auf die sinnvolle Anzahl der Speichen. Als Faustformel gilt: Je höher die Felge baut, desto eher lässt sich die Speichenanzahl reduzieren. Entscheidend dafür ist allerdings nicht die „optische Höhe“, sondern die Position des Speichennippels in der Felge und damit die reale Speichenlänge. Gleiches gilt für die Naben: Je größer der Flanschdurchmesser und der Flanschabstand sind, desto steifer wird das spätere Laufrad.

Speichenwahl 2: Bauform

Hochwertige Speichen fürs Rennrad haben einen aerodynamisch flachen Querschnitt, gern auch als „Messerspeichen“ oder „Säbelspeichen“ bezeichnet. Diese folgen zwei Konstruktionsprinzipien: Jene, deren „Säbelung“ so extrem ist, dass die Speichenlöcher der Naben für die Montage eine entsprechende Schlitzung aufweisen müssen, und jene, die durch die gewöhnlichen Speichenlöcher der Naben passen. Letztere erlauben Dir eine diesbezüglich freie Nabenwahl. Wenn Du maximalen Leichtbau betreiben möchtest, dann greifst Du zu stark endverstärkten Speichen. Diese sind allerdings oft nicht als Messerspeichen erhältlich.
Eine weitere Variante sind Straightpull-Speichen. Ihre Befürworter versprechen sich einen höheren Schutz gegen Speichenbrüche. Kehrseite: Für Straightpull-Speichen benötigst Du speziell auf sie abgestimmte Naben.

Aerodynamik und Farbakzente: Bei der Wahl der Speichen und Nippel hast Du viel Auswahl, mit der Du Dein Laufrad auch optisch einmalig gestalten kannst.
Aerodynamik und Farbakzente: Bei der Wahl der Speichen und Nippel hast Du viel Auswahl, mit der Du Dein Laufrad auch optisch einmalig gestalten kannst.

Aerodynamik und Farbakzente: Bei der Wahl der Speichen und Nippel hast Du viel Auswahl, mit der Du Dein Laufrad auch optisch einmalig gestalten kannst. © bc GmbH

Speichennippel: Gewicht, Farbe und Formschluss entscheiden

Es gibt Nippel aus Messing oder Aluminium. Aluminiumnippel sind deutlich leichter und damit erste Wahl für Dich. Zweiter Vorzug: Es stehen unterschiedliche Eloxal-Farben zur Wahl. Das kann nicht nur farbliche Akzente setzen, sondern auch nützlich sein: Rechts und Links des Ventillochs eine abweichende Nippelfarbe einzusetzen erleichtert die Ventilsuche bei der Schlauchmontage oder beim Aufpumpen.

Laufräder jenseits der Norm

Dein Antritt ist legendär, Du bist tempofest und fit, hast aber eher eine kräftige Statur? Dann fällst Du vermutlich aus der Norm vieler Systemlaufradanbieter heraus. Viele wirklich schnelle Laufräder haben häufig sehr sportliche Gewichtslimits, bisweilen unter 100 kg für das Systemgewicht. Hier lohnt der Aufbau eines individuellen Laufradsatzes für Deine Anforderungen: Naben mit großen Flanschdurchmessern und großem Flanschabstand in Kombination mit aerodynamischen Hochprofilfelgen und einer zusätzlichen Vierer-Paarung Speichen geben Deinem Laufrad ungeahnte Steifigkeit. Hier lohnt es sich besonders, auf gute Speichen zu achten: Legendär sind CX-Ray von Sapim. Sie sind leicht, aerodynamisch und stabil. Angst vor Aluminiumnippeln brauchst Du bei sorgsamer Montage und entsprechender Pflege indes nicht zu haben. Wenn Du maximale Sicherheitsreserven wünschst, dann beherzige unsere Ausführungen zum Bau von Gravellaufrädern, sie setzen naturgemäß auf höhere Stabilität.

Style: Laufräder so individuell, wie Du es bist

Das Auge fährt bekanntlich mit, deshalb kann der Grund für einen individuellen Laufradsatz fürs Rennrad auch ein rein ästhetischer sind: Dein Laufradsatz soll den Orange-Ton der Rahmen-Decals oder die Farben Deines Sportvereins aufgreifen? Du willst Dein brandneues Open-Rennrad farblich auf Dein Auto abstimmen? Kein Problem, die verschiedenen Nabenhersteller haben unterschiedlichste Farben im Sortiment. Chris King, Hope und tune führen das Vielfalts-Peloton an. Und auch in Sachen Aluminiumnippel bieten wir reichlich Auswahl: Insgesamt acht Farben stehen Dir zur Wahl. Die Dekore der Felgen bieten weitere Möglichkeiten, farbliche Akzente zu setzen.

Für Bikepacking & Brevet: Nabendynamo-Laufrad

Bikepacking oder Long Distance Races sind Dein Ding? Dann hast Du vielleicht schon mit einem Nabendynamo geliebäugelt. Er versorgt nicht nur Deine Lichtanlage mit Strom, sondern ermöglicht es Dir mit Ladegeräten wie dem E-Werk von busch+müller oder den Plug5 Pure, bzw. Plug5 Plus von cinq während der Fahrt Powerbank, Smartphone, GPS und Co. zu laden. Das macht Dich unabhängiger, flexibler und bei Rennen wie dem Transcontinental Race letztlich schneller. Ein Nabendynamo-Laufrad, exakt auf Dein Rad, Deinen Fahrstil und Deine Reisegeschwindigkeit abgestimmt, gibt es nur schwerlich von der Stange. Außen eine rasante Hochprofilfelge und innen ein Elektrizitätswerk, dazwischen – sparsam abgezählt – Aerospeichen, fertig ist Dein „Rando-Laufrad“. Der Teufel steckt aber im Detail: Die Auswahl an Nabendynamos mit geringen Lochzahlen ist überschaubar. Auch gibt es wenige Nabendynamos mit Freigabe für radiale Einspeichung. Und längst nicht jeder Nabendynamo nimmt Aerospeichen auf. Beim Einspeichen selbst kann die Kombination einer Hochprofilfelge und eines Nabendynamos mit hohem Flansch für recht kurze Speichenlängen sorgen. Die verlangen mehr Vorsicht bei der Montage, um Kratzer an Nabe und Felge zu vermeiden.

Für Bikepacking oder Brevet: Ein Nabendynamo liefert Licht und Strom zum Laden von Smartphone oder GPS-Geräten.
Für Bikepacking oder Brevet: Ein Nabendynamo liefert Licht und Strom zum Laden von Smartphone oder GPS-Geräten.

Für Bikepacking oder Brevet: Ein Nabendynamo liefert Licht und Strom zum Laden von Smartphone oder GPS-Geräten. © bc GmbH

Zeitreise: alter Rahmen – alte Standards

Die goldene Zeit der Stahlrahmen war sicherlich Ende der 1980er-Jahre. Handwerkskunst traf auf feinste Stahllegierungen. Das Fahrgefühl dieser Renner und die schlanke Linienführung machen sie für viele Velo-Aficionados zum Kultobjekt. Wenn Du für einen solchen Renner einen neuen Laufradsatz benötigst, dann ist ein individueller Aufbau der beste Weg. Hierbei gibt es zwei Ansätze:

Vintage: Klassiker sind selten ab Werk zu bekommen

Vielleicht kannst Du ja sogar noch alte Teile übernehmen. Wichtig ist, dass Du die „Standards“ der verschiedenen Komponenten im Blick hast: Die Felgenbreite und -hornform sollte zu den Reifen passen. Die Speichenlochdurchmesser der Nabe sollten stimmig zu den Speichendicken passen. Sind die Speichenlöcher Deiner alten Naben über die Jahre bereits etwas geweitet, dann solltest Du zwischen den Köpfen der neuen Speichen und der Nabe jeweils eine passende Unterlegscheibe einfädeln. Sie erhöht die Formschlüssigkeit und reduziert so die Materialbelastung. Neben der Einbaubreite der Nabe (die zu Gabel und Hinterbau passen muss) ist auch auf den Freilaufkörper zu achten: Alte Räder mit fünf bis neun Gängen brauchen einen schmaleren Freilaufkörper oder Du verwendest Spacer, die Du vor der Montage des Ritzelpakets auf den Freilauf steckst.

Alten Rahmen mit modernen Laufrädern kombinieren

Natürlich kannst Du auch die Gelegenheit nutzen und Deinem liebgewonnenen Rennrad einen topmodernen Laufradsatz gönnen. So kannst Du etwa moderne Felgen verbauen, die einen tubeless-Betrieb der Reifen erlauben. Beim Update in Sachen Reifenbreite ist beim Rennrad jedoch Obacht geboten: Von Mitte der 1970er- bis in die Nuller-Jahre hinein bevorzugten Rennradfahrer Reifen zwischen 18 und 23 mm, nur in seltenen Fällen 25 Millimeter oder breiter. Deshalb fällt die Reifenfreiheit bei vielen dieser Rennrahmen sehr schmal aus. Insofern solltest Du sehr genau messen, bevor Du eine breitere Felge und einen breiteren Reifen für den neuen Laufradsatz festlegst. Davon abgesehen sind neue Laufräder an einem klassischen Rad eine Einladung für stilistisches Crossover. Dass das sehr gut aufgehen kann, zeigt die Fixie-Szene: Dort werden klassische Stahlrahmen und moderne Aerofelgen seit geraumer Zeit sehr gelungen kombiniert. Gewagte Farbakzente inklusive.

Mehr zum Thema