Im Test: Thermoformbare Fahrradsättel von REFORM
Ein Fahrradsattel, der sich an Deine Anatomie anpasst? Wir haben für euch die thermoformbaren Sättel von REFORM getestet, die genau das versprechen.
Breite – Drop – Reach: Dein Rennradlenker muss zu Dir passen, denn nur mit optimaler Ergonomie bringst Du Deine Performance auf die Straße.
Der richtige Rennrad-Lenker („Dropbar“) ist entscheidend für Ergonomie, Fahrverhalten und Aerodynamik Deines Bikes – das gilt für alle Radgattungen mit dieser Lenkerform – vom klassischen Straßenrennrad über Cyclocross- bis zum Gravelbike.
Grundsätzlich gilt: Alle Rennlenker bestehen aus einem geraden Mittelteil, der nach außen in einem Bogen nach unten verläuft. Sie werden deshalb auch „Dropbars“ genannt. Diese Lenkerart hat sich für Rennräder, Crosser und Gravelbikes etabliert, weil sie eine aerodynamisch günstige Sitzposition und sehr gute Kraftübertragung im harten Sprint ermöglicht. Auch an Reiserädern werden Dropbars gern verbaut, denn sie bieten zahlreiche Griffmöglichkeiten, die Hände, Arme und Schultern entlasten.
Ein Rennradlenker, der auf Dich und Deine Fahrweise zugeschnitten ist, sorgt dafür, dass Du sowohl lange Strecken als auch kurze, intensive Sprints effizient und mit optimaler Kraftübertragung fahren kannst. Worauf solltest Du bei der Auswahl achten, welche Lenkerbreite ist die richtige, was bedeuten Begriffe wie Drop, Reach oder Flare und was bringt ein Aero-Cockpit?
Viele Rennräder werden abhängig von der Rahmengröße mit einer bestimmten Lenkerbreite ausgeliefert. Je nach Hersteller und Größe reicht die Bandbreite von 360 bis 500 Millimetern. Ob Dein Rad mit der für Dich passenden Lenkerbreite ausgestattet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Achtung: Manchmal messen verschiedene Hersteller die Lenkerbreite unterschiedlich. Die Messpunkte variieren von Rohrmitte zu Rohrmitte oder Außen zu Außen, gemessen auf Höhe der Bremsschalthebel, auch „Brifter“ genannt, oder den Lenkerenden.
Die Schulterbreite dient bei komfortorientierten Fahrer:innen als erste Orientierung: Hast Du eher schmale Schultern, solltest Du tendenziell auch zu einem schmaleren Lenker greifen. Denn musst Du beim Rennradfahren stets weit nach außen greifen, macht sich das rasch in Schulter-, Nacken- oder Armschmerzen bemerkbar und das beeinträchtigt Dein Fahrvergnügen. Umgekehrt kann ein für Deine Schulterbreite viel zu schmaler Lenker ebenfalls unkomfortabel sein und zusätzlich Deine Atmung beim Radeln behindern.
So misst Du Deine Schulterbreite:
Der Einsatzzweck spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle, um die richtige Lenkerbreite zu finden. Für Dein Aero- oder Wettkampfrad wählst Du in der Regel einen schmaleren Lenker, um eine geringere Stirnfläche zu bieten, also aerodynamischer zu sein. Nimmst Du an UCI-Rennen teil, beachte unbedingt die Regeln zu Lenkerbreite und Flare. Als Marathonista und Langstreckenfahrer:in freust Du Dich oft über etwas mehr Breite. Ein breiterer Lenker bietet Dir mehr Griffoptionen und so auch mehr Abwechslung für Hand- und Sitzposition. Auf dem Gravelbike wählst Du ebenfalls oft einen etwas breiteren Lenker mit ausgestellten Lenkerenden für mehr Kontrolle im Gelände. Im Artikel zu Gravelbike-Lenkern erfährst Du mehr.
Achtung bei UCI-Rennen: Seit dem 01.01.2026 muss die Lenkerbreite, gemessen an der breitesten Stelle des Lenkers von Außenkante zu Außenkante, mindestens 400 Millimeter betragen. Der Abstand zwischen der Innenkante der Bremshebel muss mehr als 280 Millimeter aufweisen und der Flare darf nicht größer als 65 Millimeter sein.
Zu guter Letzt entscheidet natürlich Dein persönliches Wohlbefinden, sowohl in Bezug auf den Komfort als auch auf das Handling Deines Rades. Ein breiterer Lenker gibt Dir beispielsweise mehr Kontrolle, im Gedränge eines Rennens kann das aber stören.
Drop, Reach, Flare und Rise sind zentrale Maße, um die Geometrie von Rennradlenkern zu verstehen und zu vergleichen. Mit dem passenden Lenker kannst Du Deine Sitzposition feintunen. Flare und Rise spielen nur bei bestimmten Lenkermodellen eine Rolle und sind keine „klassischen“ Rennlenkermaße.
Aero-Lenker verbessern, wie der Name bereits vermuten lässt, die Aerodynamik des Lenkers und der Sitzposition und machen Dich dadurch schneller. Sie werden nahezu immer aus Carbon gefertigt, da Carbonfasern eine freiere Formgebung als Aluminium ermöglichen. Der Oberlenker bei Aero-Lenkern ist z. B. oft stark abgeflacht. Carbonlenker werden inzwischen gern mit dem Vorbau zu einem kompletten Aero-Cockpit „verschmolzen“.
Wegen ihrer flachen Form lassen sich Licht oder Navigationsgeräte mit herkömmlichen Halterungen oft nicht an Aero-Lenkern befestigen. Allerdings bieten viele Hersteller Halterungen an, mit denen Du auch am Aero-Cockpit bzw. an den Lenkeraufsätzen Deine Wattwerte im Blick hast.
Mit Lenkeraufsätzen kannst Du Dein Straßenrennrad relativ einfach in Richtung Zeitfahr- oder Triathlonrad umrüsten. Die Aufsätze werden auf dem bestehenden Lenker montiert und erlauben eine hoch-aerodynamische, fast liegende Sitzposition. Auch im Ultra-Endurance- und Langstreckenbereich sind die Aufsätze sehr beliebt, weil sie eine weitere, sehr effiziente Fahrposition bieten und gleichzeitig die Hände entlasten. Je nach Anwendungsbereich unterscheiden sich Höhe und Streckung relativ stark voneinander.
Der große Vorteil der Aufsätze: Bei Bedarf kannst Du sie einfach montieren und nach dem Einsatz wieder abbauen – dann hast Du Deinen flexiblen, leichten und cleanen Rennlenker zurück.
Carbon ist hat sich beim Performance-Rennradlenker sehr stark durchgesetzt. Es ist leichter als Aluminium oder Stahl und bietet eine gelungene Mischung aus Steifigkeit und Komfort. Außerdem können sie, wie bereits erwähnt, relativ frei geformt werden. Das macht sie in der Regel aerodynamischer und ergonomischer. Rennradlenker aus Carbon sind jedoch auch deutlich teurer. Zudem solltest Du bei Carbonlenkern unbedingt die korrekten Anzugsdrehmomente beachten und in jedem Fall einen Drehmomentschlüssel und Carbon-Montagepaste zur Montage verwenden. Carbonlenker sind bei starker Schweißentwicklung, zum Beispiel beim Fahren auf dem Indoor-Trainer oder der Rolle, deutlich unempfindlicher als Aluminiumlenker, da sie nicht korrodieren.
Aluminium hat nach wie vor seine Daseinsberechtigung – nicht nur, wenn es um den Preis geht. Aluminium ist verhältnismäßig leicht, robust und verzeiht auch mal eine etwas fest angezogene Schraube oder einen Sturz. Außerdem sind sie durch ihre klassisch runde Form und große Robustheit optimal, um Gepäck oder Zubehör daran zu montieren, z. B. beim Bikepacking oder Langstrecken-Gravelbike-Rennen.
Stahl gilt als echter Klassiker und ist sehr beliebt bei bestimmten Einsatzzwecken. Stahllenker bestechen durch hohe Steifigkeit, sind vergleichsweise günstig und äußerst robust. Der Nachteil: Stahl ist schwer. Zu ihren typischen Einsatzbereichen zählen vor allem Reiseräder. Im Bahnradsport hingegen sind es die hohen Steifigkeitswerte der Stahlbügel, die es ihnen ermöglichen, den dort auftretenden Kräften standzuhalten.
Wenn die Profis im Frühjahr bei Paris–Roubaix über Pflastersteine („pavé“) donnern, setzen sie nicht nur auf flexende Lenker und Sattelstützen aus Carbon und vergleichsweise niedrigen Reifendruck. Auch dick gewickeltes Lenkerband gehört zur Ausstattung, um die Stöße in Händen und Armen abzufedern. Selbst wenn Deine Touren über weniger anspruchsvolles Terrain führen, lohnt sich ein Lenkerband mit stoßdämpfenden Eigenschaften: Es erhöht den Fahrkomfort und beugt Ermüdung vor.
Lenkerbänder bestehen aus Vinyl-Kork-Mischungen, Leder oder Polymerzusammensetzungen (Kunststoff). Sie sind unempfindlich gegen Schweiß und Nässe und bieten – je nach Material und Texturierung – unterschiedlich viel Grip. Wenn Du schnell schwitzt und gerne ohne Handschuhe fährst, schaue nach einem griffigeren Lenkerband. Fährst Du meist mit Handschuhen, kann zu viel Grip sogar hinderlich sein, da sich die Handposition schwerer verändern lässt.
Last but not least spielen Lenkerbänder auch optisch eine Rollte. Mit der passenden Farbe setzt Du Dein Rennrad gekonnt in Szene. Wir haben für jede Deiner Lieblingsfarben das passende Lenkerband – von Celeste über Beige zu Pink, von klassisch weiß und schwarz bis zu gepunktet und gemustert. Über unseren Farbfilter findest Du schnell die richtige Farbe für Dein neues Lenkerband.
Deine Schulterbreite ist ein guter Startpunkt, um die richtige Lenkerbreite fürs Rennrad zu ermitteln. Legst Du mehr Wert auf Aerodynamik und Speed, wähle den Lenker etwas schmaler als Deine Schulterbreite. Für mehr ˚Komfort und besseres Handling wählst Du Deine Schulterbreite oder etwas breiter. Wenn Du Lizenzrennen fährst, beachte die UCI-Regeln!
Viele Hersteller messen ihre Lenkerbreite von der Mitte des linken zur Mitte des rechten Lenkerrohres auf Höhe der Bremsschalthebel. Diese Methode wird auch als Center-to-Center (C–C) bezeichnet. Andere Hersteller geben die Lenkerbreite von Außenkante zu Außenkante an (O–O, Outside-to-Outside). Je nach Durchmesser kann der Unterschied mehr als zwei Zentimeter betragen. Daher sind Lenkerbreiten nur vergleichbar, wenn sie mit dergleichen Messmethode ermittelt wurden.
Der Drop gibt die Höhe des Lenkers, also den Abstand vom Ober- zum Unterlenker an. Der Reach gibt die Länge des Lenkers an. Das ist der Abstand von der Mitte der Vorbauklemmung bis zu dem Punkt im Drop, der am weitesten von dieser Stelle entfernt ist
Ja, schmale Rennradlenker sind in der Regel schneller als breite Lenker. Mit einem schmaleren Lenker verringerst Du Deine Stirnfläche, bietest dem Wind weniger Angriffsfläche und bist daher aerodynamischer. Wählst Du den Lenker zu schmal, wird es jedoch unkomfortabel und Du schränkst Deine Atmung ein.
Ein integriertes Cockpit verbessert die Aerodynamik im Vergleich zum Lenker-Vorbau-Setup und sieht oft sehr clean aus. Du kannst jedoch weniger Feintuning betreiben und solltest Dir zudem sicher sein, dass Du die richtigen Dimensionen wählst.